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Dardurch fleisch und blut würd gedempift,
Vomgeist gantz sieghafft uberkempift.
Als denn durch den glauben das hertz
Wird gereyniget auch inwertz

Durchs wort, den gottseligen schatz,
Denn wird reyn der geystlich aussatz.

Das vierdte wunderwerck.
Zum vierdten hat Christus auch eben
Ir ghör den tawben wider-geben
Und die teuifel von ihn außtrieben,
Von den sie lang geplaget blieben.
So macht Christus noch diser zeyt

Durch sein göttlich barmhertzigkeyt
Noch gehöret den bsessnen tawben,
Welcher durch einen ungelauben
Nicht anhanget dem gottes-wort,

a Einfeltigklich an allem ort,
Sonder nach-grübelt in gemein,
Wie das oder jehnes müg sein,
Und thut da gott in seinem wort
Rechtfertigen an allem ort,

1c Was sein vernunift nicht kan verstan
Da wil er auch nicht glauben han,
Sonder nach seinem kopif glosirn
Undnach seinem sinn exponirn.
Auß dem entspringen mancherley

1a Irrthumb, rotten und ketzerey,
Darinn der sathan tobt und wüt
Und besitzt des menschen gemüt,
Biß Christus durch den geiste sein
Von ihm außtreibt den geist unrein,

20 Oifnet sein ohrn gleich einem tawben
Durch ein einfelting waren glauben,
An gottes wort, was das zu-sag,
Daß gott, der alle ding vermag,
Das selbig auch warhaiftig thu. "

2a Als denn so kompt der mensch zu rhu,

[A 4,1,75c] Und fehrt auß aller falscher wahn,

Die ihn vor lang verirret han,
Veracht denn aller menschen fünd
Und bleibt in gottes wort gegründt.

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Noch dises verloren und armen,

Und ihn noch geistlich auiferwecket
Durch das gesetz im geist ihn schrecket
Und.helt ihm für den gottes-zorn,
Sam ewig durch den fluch verlorn.
Darob der mensch erschrecken thut,
Sein gewissen, hertz, sinn und muth
Rewet sein böß sündliches leben

Und bittet gott, ihm ‘zu vergeben
Sein grosse arg gottlose sünd,

Denn wird ihm in sein hertz verkünd
Vergebung aller sünde von

Dem heyling evangelion.

Bald er von hertzen das gelaubt,

So wird er an Christo, dem haubt,
Wider ein lebendig gelied.

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Evangelium: Der seeman deß wort gottes.

Am dreyzehenden Mattheus,
Dergleichen am vierdten Marcus,
Und auch an dem achten Lucas
a Beschreiben: wie daß Christus was

Herauß gegangen an das meer

Zu predigen sein heylsam lehr,

Da sich vil volcks versamlet hatt,
Daß der herr in ein schifllein tratt,

[A 4,1, 76a] Das volck am uifer stund darbey,
Und redt in gleichnuß mancherley
Und fieng also sein predig an:
Nembt war, es gieng auß ein seeman,
Als der sein samen seen was,
ia" Da fiel etlicher auif die straß,

Derselbige zertretten war,

Auch fraß ihn auif der vögel schar.
Etlichs auifs steinig fallen thet,

Da es nicht tieffc erden hett.

2c Da gieng es bald auif, doch gewun
Kein wurtzel, als auifgieng die sunn,
Verwelckt es und verdorren thet,
Dieweil es noch kein wurtzel hett.
Und etlichs fiel unter die dorn,
2a Die wuchsen mit auif hindn und vorn
Und versteckten es allesandt.
-

1 Im 15 [verlernen] spruchbuchc, bl. 118 : 132 Der 5e‘11‘1‘1. Vgl. den mei

‘stergesang in der corweis Hans Folzen »der sehemom: Es spriehte», 1531,

4 Mai (drittes meistergesangbuoh, bl. 290 bis 292’). 10 A Vrfler. K Vfier.

Doch fiel etliche auif ein gut land; Dasselbig bracht frucht hundertfeltig, Und etlichs aber sechtzig-speltig Und etlichs dreissigfeltig frucht; a Doch als in gottseliger zucht. Nun hör wer ohrn zu hören hab! Nach den wortten tratt Jesus ab. [K 4, 1, 154] Als er kam in das hauß hinein, Da- fragten ihn die jünger sein: 10 Warumb redst zum volck in gleichnuß? Da antwort ihn wider Jhesus: Euch ist gegeben, daß ir gleich ‘ Versteht die gheimnuß vom himlreich, Drumb ewer augen selig sein, 1a Das ir hie sehet all gemein, Auch ewer ohren hören das Von mir allhie ohn unterlaß. Warlich, ich sag euch, vil propheten Und gerechter begeren theten 20 Zu sehen, welches ir thut sehen, Und es ist ihn doch nicht geschehen, Und hören, das ir höret hie, Und haben das gehöret nie. [A 4, 1, 76b] Weyter saget zu ihn Jhesus: 2a Nun höret auch dise gleichnuß Von dem obgemelten seeman, Die sollet ir also verstan: So iemand höret gottes wort Von dem reich gottes an dem ort so Ohn fleiß, das er es nicht versteht Und ihm gar nicht zu hertzen geht, So kompt der arg und reist es hin Wider auß seim fleischlichen sinn, Daß es ohn frucht verschwind der maß, aa Das deut den samen an der straß. Der samen, der geseet ward Auif den steinigen acker hart, Deut den, der höret gottes wort, Und bald mit frewde an dem ort 40 Auifnimmet, doch ohn allen grundt Von dem wort schwatzet alle stundt,

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