صور الصفحة
PDF

Allem wollust abbrechen thut,
Darmit er ihm sein gaylheit dempi f
Und der geist ritterlichen kempif
Und führ ein gut christliches leben,

a Das wöl uns Christus allen geben,
Autl" daß wir all werden durch gott
Ein semel-mel, durchsewret brodt,
Durch sein gnedige hülif erkorn,
Unsert-halb wer wir gar verlorn,

1c Weyl wir von verderbter natur
Durch eygne lieb verstocket pur,

[K 4, 1, 157] Doch durch sein geist vom himel rab
Vernewt unser verlorne gab
Durch sein wort, ihm sey lob und ehr
1a Hie und dort ewigklich immer,
Da uns ewige frewd auifwachß,
Das wünschet uns allen Hans Sachs.

Anno salutis M. D. LXll, am 15 tag Aprillis.

Evangelium: Der schatz im acker.

Es beschreibst uns Mattheus Am dreyzehenden, wie Christus Sein jüngern sagt: Das himelreich, a Das ist eben eim schatz geleich, , Wellicher denn auif einen tag [A 4,1, 77a] In eim acker verborgen lag, Welchen darnach ein mensche fandt. Derselb den schatz verbarg zu hand, 10 Gierig hin gar frewdenreich und thet Verkauifen alles, was er hett, Und kauifet den acker darumb, Darinn er disen schatz’ einnumb. So Christus die gleichnuß beschleust, 15 Darauß die schöne lehr uns fleust.

Erklerung der gleichnuß.

Der acker uns das gsetz bedeut,
Darinn der mensch noch arbeit heut
Mit schwerer arbeit spat und frü,

20 Mit deß gsetz werck in angst und müh
Seiner seel heyl darinnen sucht -
Und entpfecht doch kein ander frucht,
Denn die erkentnuß seiner sünd,

Darob es ihm den fluch verkünd,
2a Welcher das gwissen biß und nag,

[ocr errors]

1 Im 15 [verlornen] spruehbuche, bl. 38; 100 Der schaoz im acker. Vgl. den meistergesnng in der gesangweis Albrecht Laschen »der schaz im ecker, aligoriac: Am dreysehenden matheus, 1556, 3 August (l5 meistergesangbuch bl. 331 bis 332).

10

15

[ocr errors]
[ocr errors][merged small][merged small]

Weil es das nicht erfüllen mag

Und all» sein werck sind brechenhaift,
Welche gott nicht lest ungestraift.
Da ist der mensch arm und ellendt,
Weil er im gsetz den fluch erkennt,
Daß er hat nirgend fried noch platz,
Biß daß er find den rechten schatz,
Bedeut das evangelium,

Uns angeboten durch Christum,
Welches uns oifentlich verkünd

Die vergebung all unser sünd

Auß milter genad, gar umb sonst
Auß lauter trew, lieb unde gunst,
Da wird deß menschen hertz erquicket,
In göttlicher liebe verstricket,

Sein gewissen kommet zu rhu

Durch den schatz deß herren J esu,
Doch verbirgt er den schatz der gnaden
Vor den, die begeren zu schaden
Ch-risto und seim heyligen wort,

Wie Christus lehret an dem ort:
Werift das haylthumb und die perlein
Nicht für -die hunde und die schwein,
Daß sie euch nicht darob zu-reissen,
Und dem wort einen hohn beweisen,
Weil sie verspotten und verachten,
Das zu schenden und schmehen trachten,
Wil sie mit tyranney durchechten
Christum mit allen gottes knechten,
Sonst aber ist der mensch .bereyt
Und gottes wort fleissig außbreit,‘
Den so es hören hertzen-gern,

Da hilift er das reich gottes mehrn
Und frewet sich deß hertzigklich,

Daß er hat disen schatz in sich,

[K 4,1, 158] Der erhebt ihn auß angst und quel

[blocks in formation]
[merged small][merged small][ocr errors][ocr errors][merged small][merged small][merged small][ocr errors]

Hans Suche.

Durch J esum Christum, den heyland,
Den gott vatter hat her-gesandt.

Denn verkauift der mensch, was er hat,
Bedeut all sein werck und gutthat

Und alle sein gerechtigkeyt,

Die er hie thet in diser zeyt,

Weil ir keins ist ghrecht und grund-gut,
Derhalb er sie verwerifen thut,

Weil sie für gotts gericht nicht tügen,
Veracht der mensch all sein vermügen;
Noch mehr veracht die werck und that,
Welche gott nicht geheissen hat,

Nur von den menschen sind erdicht,

Die helt er auch gentzlich fürnicht,
Dergleich alle zeytliche ding

Helt er all eytel, leicht und ring,

Als leib, ehr, gut, gewalt und macht,
Wollust, hoifart, glück, pomp und pracht,
Helt er für lauter dreck und kot,
Allein glaubt und vertrawet gott

Und disen himelischen schatz,

Der hat allein im hertzen platz,

Der ihm verheist das ewig leben.

Doch nichts dest weniger darneben
Thut er seim nechsten alles gut,
Welches er doch darumb nicht thut,
Daß gott dardurch sol seligen ihn;
Wann disen schatz hat er vorhin
Gekauift -durch sein grund-guten glauben,
Deß ihn auch niemand kan berauben
Durch gottes hüli f in disem leben;
Wann er. ist gott gentzlich ergeben
Und ist gantz reich allein in gott,

Ob er gleich ist der welt ein-spott,

Die all haßt, die gottselig leben.
Darauif thut der kein sorg mehr geben
Und wart mit gedult, biß ihn gott
l-lin-nimbt mit dem zeitlichen todt,

Da die sünd erst nimpt gar ein end,
Daß er nach der letzten urstendt,

[merged small][ocr errors]

Der schatz, der ihm verheissen war
Durch J esum Christum, den heyland,
Allda uns christen allensand

Auch diser himlisch schatz auifwachß,
Das wünschet uns allen Hans Sachs.

Anno salutis M. D. LXlI., am 10 tag. Aprillis.

« السابقةمتابعة »