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Actus 4.

David und Jonathan gohn ein, Jonathan spricht:

David, du lieber freunde mein, .
Fürbaß wöllen wir brüder sein,

: Niemand soll scheyden dich von mir,
Leg an mein rock, den schenck ich dir,

Nimb hin mein mantel und mein schwerdt,

Mein bogen und mein gürtel werth.
Das alles trag von meinent wegen;
10 Wann bey dir wohnt der gottes-segen.
Der könig sampt dem volcke allen
Hat an dir ein groß wolgefallen
Von wegen diser künen that,
Drumb dich gen hof genommen hat
1a Mein herr vatter, und dich gesetzt
Uber die krieges-leut zu letzt.
[A 4, 1, 9b] So halt dich nur klüglich und wol;
Dein wohnung fort bey mir seyn sol.
Bist mir lieb, wie mein eygen hertz,

20 Dein freud mein frend, dein schmertz mein schmertz!

Zwischen uns sey ein ewig bund!

David bowt im die hand und spricht:

Selig sey der tag und die stund,
Das gott durch mich auß leides quel
2a Erlöst hat das volck Israel!
[K 4, 1, 18] Ich frew mich auch auß hertzen-grund,
Daß sol seyn ein ewiger bund
Zwischen mir und dir, J onathan.
Mein lieb und trew solt du auch han,
so Dieweyl ich leb auif diser erdt,
Nie liebers hat mein hertz begert.

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3 S frounde. AK Bruder. AK Dran.

Hi!!! Buchs. XV.

9 SK meinent. A meinst.

24 S Das. 13. S An dem rayen vnd detten. AK Vnd thetten an dem Rheyen. 18 S künig vür mich. AK vür mich könig. 23 S Schaw schaw. kling.

David, du lieber bruder mein,
Sey frölich, hab ein leichten muth,
Dein sach steht alle wol und gut.

Sie gehen beyde ab. König Saul geht allein ein, setzt sich und spricht:

5 Ey, sol ich nicht von unbild" sagen?
Als wir wider vor kurtzen tagen
Kamen von der Philister schlacht
Und hetten erlegt all ihr macht,

Wo ich mit sieg einreitten thett

1c Inn Israel in alle stätt,

Die weiber uns entgegen giengen

Mit harpifen, paucken, thetten singen

An dem rheyen und thetten sagen:

Saul der hat tausent mann erschlagen, [A 4, 1, 9c] Und David erschlug zehen tauset.

Derhalben mir vor David grauset.

Undäso er lenger lebt auif erden,

So1 er wol könig für mich werden.

Solliches muß ich unterkommen.

20 Ihm muß sein leben werden gnommen.

König Saul wird unsinnig, schreyet und tobet, Abner und herolt laufl‘en hinein. Abner spricht:

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Ich mag in nit mehr vor mir sehen.

Abner neygt sich und spricht:

Mein herr könig, das sol geschehen.
Er ist allem volck lieb und werth,

a Kühn und gar dapifer mit dem schwerdt,
Legt ein beyn feinden ehr und sieg.

König Saul spricht :

Sag, daß er sich wol halt im krieg.

Als denn ich ihm mein tochter gib, [A 4, 1, 9d] Michal hat ihn von hertzen lieb.

Das ist mir worden kundt gethan,

Wiewol ich im verheissen han

Merob, die eltsten tochter mein,

Die ich doch kürtzlich hab allein

1a Adriel zu eim weib gegeben.

Michal sol David werden eben,

Der sol endtlich werden mein ayden.

Sollichs sag David gar beschayden.

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so Weyl David liebt meinr tochtr anblick,

Sol sie im werden zu eim strick.

Er sol sterben an disem end

Selber von der Philister hend.

Das netz wird ihm schon außgespandt, 2a Ihn sol nit umbbringen mein hand.

König Saul geht ab. Abner geht ein mit David und spricht:

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18 S 3er. AK doch. 31 K jüngste. 33 S vurhewt. philistr.

Dergleich liebt dich alls hofgsind schir.

David spricht:

Mein Abner, düncken dich die ding
[A 4,1, 10a] Etwas so klein und gar gering
a Daß ich von schlechtem stammen wol
Deß königs ayden werden sol;
Ich bin ie ein geringer mann.

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Nun wil ich es thun, es ist gut,
Wil dem könig nach kurtzen dingen
Der Philistiner vorhäwt bringen,
1.-‚ Dardurch ich erlang zu eim weib
Michal mit irem zarten leib,
Deß königs tochter auif der fart,
Der ich ie und ie günstig ward.

David gehet ab. König Saul geht ein und spricht:

20 Abner, hast du die sachanbracht
David, der ich nechst hab gedacht,
Daß ich im wöll mein tochter geben,
Auif daß er dapifer wag sein leben
Und mir thu hundert vorhäwt bringen?

2a Abner, der veldthauptmanu, spricht:

Herr könig, ihm thut wol gelingen
Inn allem, was er fähet an.
[A 4, 1, 10b] Er hat geschlagn zwey hundert mann

Philister, hat ihr vorhäwt gnommen,

so Wird zu deinr mayestat ietzt kommen.
Er ist der fürsichtigst allein
Unter allen den knechten dein,
Verbringt alls weißlich, was er begert.

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19 A König Dauid.

Deiner tochter Michal ist er werth.

David geht ein, bringt die vorhäwt in eim lädlein und spricht:

Herr könig, da sind die vorhäwt Zwey hundert der unbschnitnen leut, a Hundert mehr, denn du hast begert.

Nun gib mir auch dein tochter werth. [K 4, 1, 20] "

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König Saul gehet ein mit Jonathan, Abner und herolt, setzt sich und spricht:

Nun David hat die tochter mein
[A 4,1, 10c]Z'l1I11 weib, nun förcht ich mich allein

Vor im, weyls im so glücklich geht
Und der herr -im allzeit beysteht,
Daß er. all sein feind uberivind,
Auch hat in lieb alls hofgesind,

2a Achten ihn vil höher denn mich.
Darumb er sterben muß warlich;
Wo nit, müst nemen ich ein end
Sampt königlichem regiment.
Darumb du, mein. son J onathan,

so Und ir all mein knecht, würgt den mann,
So bald und ihr ihm köndet zu! '
Dieweyl er lebt, hab ich kein rhu.

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1 S Deiner dochter Michal ist er wert. AK Deinr Tochter Michal ist er wol werth. 8 SK dw hast. A hast du.

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