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Birckenfeld, etc. Philips von Zertzen, fiirstli. brand. amptmann zu Windspach: Wilhelm von Eglofistein, zu Gayldorfl, etc. Erhart von Westernach, zu Attelsdorif, fürstli. bamb. ampte mann zu Niesen: Christofi‘ von Seinßheym, von und zu Erlach: 5 Dieterich von Streitberg, zu Burckgrub und Greiifenstein: Albrecht Stieber von Buttenheym, zu Ermreut: Georg Heinrich Stieber von Buttenheym, zum Lutzmanstein: Christoff von Gi.ch, zu Wisentfelß: und Georg Ludwig von Seinßheym, zu

Erlach: meinen großgünstigen lieben junckherrnfi fürderern 10 und patronen, etc.

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Gestrenge, edle und ehrnveste, großgünstige junckherrn und patronen: Unter -andern unzelichen wolthaten gottes, dem menschlichen geschlecht erwisen, dise nit die wenigst und geringste ist, nützliche würdige beschreibungen , außlegungen,

1a figurn, allegorien und vergleichurigen geistlicher und weltlicher sachen, an das liecht und tag zu bringen, dardurch der mensch zu tugend und ehrbarkeit gereitztJdargegen aber schand ‘und laster zu meiden, vermanet wird. Dann die historien so fürtreifenliche werck seyn, darauß dem menschen vil guter 20 nutzbarkeit erfolgen, wie warhaift am tag, dessen auch niemand laugnen wird, daß durch fleissiges lesen und erforschen geistlicher und anderer bücher, uns gleich für augen gestellt wirdt, das jenig, so vor langer zeit geschehen und ergangen ist. Als der allergelehrtest unter allen Römern, zierlichste und 2a der gantzen welt bekante redner Cicero, in seinem andern buch De Oratore, was nutzbarkeit historia bring, oder diselbig sey, außdrücklich schreibt:

Historia sey ein anzeygung und zeug der zeit, ein helles liecht der warheit, und lebendige gedechtnus, dergleichen sey

so auch historia ein lehrerin und unterrichterin deß menschlichen lebens: Item vergangener geschichtem thaten und wercken gewise vermelderin: Wie dann auchßornelius Tacitus, die

früchte der historien und löbliche thaten höchlich rhümt und preist. Welches, gestrenge, edle und ehrnveste, vilen, sonderlich aber ritterlichen adelspersonen, zu wissen, nit allein notwendig und nützlich, sonder auch freudenreich und ergetzlich ist‘.

5 So haben auch nachfolgendehistoriographi vil herrlicher, schöner, ernstlicher und lieblicher, abschewlicher und angenemer historien, thaten und geschichten, beyde geistlicher und weltlicher hendel beschriben, die nun auff uns nachkommen geerbet, daß, wann wir solche hören oder lesen, uns gleich

O scheinlich, als wann wir zur selben zeit gewesen, abgemalet und fiirgestellet.

Als Flauius Iosephus, dergleichen auch Egesippus , von alten jüdischen geschichten, kriegen und entlicher zerstörung der .h. stat Jerusalem: Eusebius, Ruffinus, Socrates, Theodo

15 ritus, Hermias, Sozomenius, Euagrius, Theodorus, Dorotheus, etc. von der alten kirchen, und derselbigen ergangnen gewaltigen und wunderbaren historien: Polybius und Titus Liuius, von der Römer ursprung und mannlichen thaten; Thucydides, von der Griechen regiment, statuten und ordnungen: Xenophon

20 dergleichen, und sonderlich vom leben Cyri: Iustinus, Suetonius, Herodotus, Herodianus, etc.’ von vilen gedenckwirdigen herrlichen thaten: Q. Curtius, von geschichten und namhaiften victorien deß grossen Alexanders: und v/il andere mehr, welche alle zu melden, von unnöten.

M, Diser nun erzelter aller fürtrefi‘licher scribenten hat sich der weitberümt und künstreich Hans Sachs seliger, zuvörderst aber h. schriift und anderer mehr authoren, die tag seines lebens, mit embsigem lesenlbeflissen, dardurch also vil herrlicher, schöner, geistlicher und weltlicher, ernsthaflter und

30 kürtzweyliger historien zusammen getragen, und dem rhat Demetrij mit unablässigem lesen die histori zu erkundigen, fleissig nachgefolget.

Wie dann, g. e. und e. den gwaltigen könig Ptolemeum gemelter Demetrius Phalereus trewlich vermanet, gerhaten

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23 A anderer.

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und zum öflternmal gebeten, daß er die bücher ime befolhen lasse seyn, sie ersuche, und sonderlich die historien, mit höchstem fieiß durchlesen solle. So meldet der hocherfarneste Cicero abermals, dafä der mensch allennassen wie ein kind, und gleichsam für unverstendig sein lebenlang zu achten, der nit wisse, und mit fleiß erkundige, was vor seiner geburt geschehen. Dann der mensch, so zuvor als stumm , grob und unerfarn, wird durch fleissiges lesen wolredend, erfaren, verstendiger und thetig, und mag also durch disen fleiß, andern verstendigen zugeeignet und Verglichen werden. Durch welches nu fleissiges lesen und erkundigen iiirtrefilicher, hochgelerter, obangezogner, und vil andrer mehr scribenten, ist vorermeltem weitberümtem Hans Sachssen seligen ein solche wolredenheit und poetische vena erfolgt, daß er, wie er selbst offt bekennt, und ich mehrmaln von im gehört , nechst got, kein grössere lieb, ergetzlichkeit und freud hab, dann mit lesen und beschreiben schöner historien, geistlich und weltlich. Wie er dann Hans Sachß seliger niemals , oder wenig gefeyret, sondern seine zeit mit lesen, dichten und schreiben zugebracht, dessen noch lebendige gezeugniß nur überflüssig Vorhanden, und solches alles seine zuvor drey gedruckte, und diiä vierdt buch, auch noch mehr, mit gottes hilif, hernach kommende schriiften genugsam außweisen.

Mag also diser Hans Sachs seliger, wol ein liecht und magister aller teutschen poeten, und nit der geringsten scribenten einer genennet werden, welches urteil ich allen gelerten, nit nasutischen, willig ubergeben haben will.

Auß disem allen nu, gestrenge, edle und ehrnveste, eigentlich zu schliessen, daß gleich wie ein bine ufi‘ das schöne grunende wißmat fleugt, welches der allmechtige gott mit aller hand artlichen blümmlein, mancherley farben gezieret, allda ir: nahrung, lieblich hönig und nützlich wachß, zu suchen und holen: Also ist diser künstreich vierdte theil defä hocherfarnen, weitberümten Hans Sachssen seligen, vol schöner, artlicher, lieblicher gedicht, geistlich und weltlich, ernsthafft

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und kürtzweilig, auch dermassen geschriben, daß ein jeder mensch, wefä stands oder wesens der auch sey, nur genugsam, zu nutz, wolfart und zucht, ergetzlichkeit und kürtzweil, ime wolgefellig zu lesen findet.

Und dieweiln, gestrenge, edle und ehrnveste, etc. diser vierdte teil ein newes werck, auch vormals an tag nit kommen noch gesehen worden, und gemeinglich newe bücher geferliche urteiler und neidige nachdrücker gedulden und leiden müssen, ich auch solches nit mit geringem unkosten an mich gebracht, und ins werck gericht, darauff dann die röm. kay. may. beneben zuvor gedruckten, und noch ferrner an tag kommenden schönen gedichten, mich mit sondern gnaden, gnedigst privilegirt und gefreyet, also, daß hinfüro ferrner niemands diß , oder andere Hans Sachssen bücher, one meinen willen drucken zu lassen befugt, habe hochermelteni keyserlichen privilegio ich zu ehren, notwendig geacht, dieweiln mir die dedication, sampt dem werck, vom authore selbst frey lauter ubergeben,. disem schönen buch, wie dann gebreuchlich, defensores und verteidiger zu suchen, unter welcher namen, authoritet und schutz sollichs publicirt würde.

Und nach deme mir gut wissen, daß ewer gestrenge, e. und ehrnvesten, liebhaber aller adelichen tugenden, freyer künsten, und schöner nützlicher bücher seyen, mir auch von ewer streng und ehrnvesten, mehrer theyls, aller geneygter wil widerfaren, bin ich derowegen verursacht, disen vierdten theyl, als ein nützlichs und kürtzweyligs buch, unter e. g. und e. adelichen namen, als beschirmer und patronen dessen, in oflentlichen truck außgehen zu lassen, zu zuschreiben und dedicirn, dienstlich bittend, e. g. und ehrnvesten, die wöllen disen meinen wolrneinenden fleit‘: mit geneigtem willen uffnemen, inen gefallen, und in gunsten lassen befolhen seyn , mein und dises vierdten buchs, adeliche patronen und fürderer seyn und bleiben. Befelhe also ewer streng und ehrnvesten, sampt dero geliebten

gemaheln, adelichen kindern, allen zu gethanen und unterthanen, in den gnadenreichen schutz und schirm defä allmechtigen gottes. Datum Nürnberg, 31 Julij deß 1578 jars.

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6 Statt dieser vorrede hat K eine solche an den edlen, vesten junokern Hans Ulrich Oesterreicher, burgor zu Augspurg, datiert Augspurg den 1 Januari

anno 1616 und unterzeichnet von Johann Krüger, buchführer und mitburger dasolbst. ‚

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