صور الصفحة
PDF
[merged small][merged small][merged small][ocr errors]

Ach, ich bin nit so werth und gut,
David zu eim gmahel zu haben,
Weyl abr mich gott mit thut begaben,
So sprecht: Ich, arme dienerin,
2c Gehorsam und gantz willig bin,
Den gott ewig gesegnen muß.
Ich wil euch waschen ewer füß,
Ir knechte meines lieben herren,
Der euch hat her-geschickt von ferren;
2a Ich wil meins herrn knecht-maget sein.

[ocr errors]

Nein, nemb aber das fingerlein

Von dem David, Isay sons,

Und mach dich auflÄund zeuch mit uns so Hinab in die wüsten Baran

Und nemb David zu deinem mann.

Abigayl spricht zu iren knechten:

Geht, bald sattelt den esel mir!
Dergleichen solt auch alle ir
ea Euch in die feyerklayder zieren,

[ocr errors]

Sie gehnt alle ab. [K 4, 1, 38]. Der herolt tritt ein, neygt sich und
spricht:
So hat die comedi ein endt,
Darinn drey ding zu mercken sendt:
Erstlich bey David, daß ein fürst
10 Nicht sey zu freydig noch gedürst,
Ein iede schmach nach scherpif zu rechen,
Sonder sein zoren lassen brechen
Mit guten säniften linden worten, ‘
Betracht vor wol an allen orten,
1a Sich wol vor blutvergiessen hüt
Und regier sein volck in der güt,
So geyt im gott heyl und gelück.
Bey Nabal merckt das ander stück,
Daß sich ein mann zu aller zeit
2c Hüt vor der füll und trunckenheit;
Wann trunckenheit macht wild und grob,
Unverstanden in aller prob,
Gleich einem narren unbesindt.
[A 4, 1, 19b] Bey dem zu end sich gmeynglich findt
2a Schand, schad, kranckheit und kurtzes leben.
Zum dritten sol man mercken eben
Bey Abigayl, daß ein fraw
Mit hoher vernunfft darauif schaw,
Daß sie frei munter sei und wachtsam,
so Wo ir mann heylloß ist, unachtsam,
Daß sie in irm hauß umb und umb
Gefahr und unglück unterkumb,
In wort und werckn sey fein gütig,
Nit freifel, zenckisch und stoltzmütig,
a5 Darmit sie still vil ungemachs
In irem hauß. So spricht Hans Sachs.

f Die acht person in die comedi:

1. Der herolt.

[ocr errors][ocr errors][ocr errors][merged small]

[A 4. 1, 19°] Die comedi der königin Hester, gantz

durchauß gefast, weitleufltiger mit etlichen actis und personen gemehret, und hat ietzt sieben aetus und XXlll person.

. 5 Der herolt tritt ein, neygt sich und spricht:

Fried, gnad und heyl, von gott voran
Sey dem köngkliehen schloß Susan,
Versammlet mit den edlen gesten

Und außerwelten ehrenvestenl

1c Gott hat euch wol zusammen bracht

Dieweyl noch heint auff dise nacht

Zu euch wird eingehn der großmechtig
König Ahasveros der prechtig,
Welcher regiert von India

ia Biß hin in Ethiopia
[K 4, 1, 39] Gewaltiglich mit seiner hand

Hundert und siebn und zweintzig land.
Auß den seiner mayestat gnaden

Hat er hieher die fürsten gladen

20 In disen elifenpainen saal‘

Zu einem königlichen mahl.

Da wird sich herrlich ding begeben;
Da kompt der köng zu dem wolleben.

>x<

1 Aufgezeichnet ist diese komödie im 13 spruchbuche bl. 313 bis 339. Die erste kürzere fassung des stilckes ist im l bande s. lll bis 133 gedruckt. Als meistergesang behandelte Saehs den stofi: »Hester die ganz historic in seinem überlangen tone am 26 März 1544: Das puech hester zelt durch zehen capitel (MG VI, 113). Vgl. Gesta Romanor. nr. 177 s. 741. 8 S Versamelt mit den (fehlt AK) edel gesten Vnd auserwelten (AK ausserwelt) werden gesten. 13 S Ahaschweros. So überall in der handschrift. 19 S Hat hiher die fuersten geladen. 20 S helfienpainen. AK königlichen.

Nach dem schickt er die kämmrling sein
Hin ‘nach Vasti, der königein,
Die aber wil nit zu im kommen;
Das wird ir in ungnad aufignommen,

a Daß sie der könig thut außtreiben
Und thut mit Hester sich beweiben,
Einer jüdin von edlem stamm,
Die mit Mardocheo her-kam.

[A 4, 1, 19a] Dem wird der fürst Hammon abholt.

10 Als ihn der nicht verehren wolt,
Verklagt er disen jüden alt
Dem könig gfährlicher gestalt
Sambt den jüden in dem anschlag,
Daß mans solt würgen aufl ein tag

1a In seinem gantzen königreich.
Das doch Hester, die tugentleich,
Entlich beim könig unterkam,
Daß Hammon selb mit schand und scham
Wurd von dem könig selb gefangen

20 Und an den galgen auifgehangen,
Den er Mardocheo hett gmacht.
Auch wurden vil heyden umbbracht,
Weyl seinem volck bey-stunde gott,
Die ihn anrüfliten in der not.

2a Nun schweygt, so werd ir in der nehen
Fein ordnlich hören und auch sehen,
Wie alle ding dort sind geschehen.

Der herolt geht ab. König Ahasveros gehet ein mit dem herolt, hofmeister Hammon und mit dem nnrren, setzt sich und spricht:

so Ich hab außgschrieben vor der zeit
In meines köngreichs landen weit
Nach meinen fürstennnd regenten
Ein königlichen hof zu enden,
Aufl daß sie in meim königthumb

a5 Schawen den herlichen reichthumb,
Mein große herrligkeit und macht,
Mein gwalt und königlichen pracht,

=x<

s s Sie. 10 s er in. 1a s mit asm. 24 s Weil es zw im rueft in. 26 S ornlich. - 35 S den herlichen. AK die könglichen.

« السابقةمتابعة »