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e ure Pflicht? Bleibt es nicht ewig mabr, was der Herr fagt: wenn iør alles gethan habt, was euch befohlen ist, so sprecht, wir sind un nů se Knechte; wir haben gethan, ngas wir zu thun schuldig w Q. ren? Aber ein Fehlerfreyes Verhalten habt ihr nie bewiesen; ihr Habt nie alles geleistet, was ihr til thun schuldig waret ; euer eignes Gemiffen muß es euch sagen, wie viel ihr unterlassen, wie wiel ihr 'mangelhaft ausgeführt, wie viel ihr ganz

verdorben habe, und wie wenig ihr bestehen, wie ... wenig ihr euch nur entschuldigen könnet, sobald

der Hausvater euch nach der Strenge des Rechts behandeln, und ins Gericht mit euch gehen will.

Nein, vor ihm ist kein Fleisch gerecht; . es bleibt dabey, daß alle Welt. Gott fchule

dig ist. Wollet ihr euch nidjt selbst verblenden, mvoller ihr dem, was ihr noch leistet, nicht allen Werth sauben, woffet ihr euch nicht der Gefahr aussesen, mit der gerechten Strenge behandele ju werden, welche die ersten Arbeiter im Evangelio erfahren: lo rend gegen euer stolzes Herz auf eue rer Hut, so lasset euch nie bergeben, vor Gott pon befondern Derdiensten zu tråumen.... 3.6Hiemit verbindet sich denn gleichsam von felbst die lezte Erinnerung, die ich euch noch zu geben habe: ů berlasset euch, mit Vermeidung aller Johnsucht, vertrauensvoll der Erbare mung und Gnade Gottes. Ist es blos euer Vortheil, was ihr fucher, wenn ihr des Sas: ges (aft und Hiệe traget; unterziehet ihr euch blos darum fo vielen Geschäften, und lasset euch Beschwerden aller Art gefallen, weil thr reich, berühmt, machtig und glücklich werden wollet: ,

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fo habe ir euren Sohn dahin; rechnet dann ja nicht auf etwas Besonders, auf eine Auszeichnung von ungewöhnlicher Art; Geschöpfe, die nicht ihm, sondern nur fich dienen, die nicht das Beste ... des Weinbergs, sondern nur das Ihrige im Auge behalten, behandelt der Sausvater, wie ihr aus bein Evangelio seher, ohne die mindeste Frengen bigkeit, lediglich nach den Gereken des strengen : Rechts; mein Freund, heißt es da, ich thue dir nicht unrecht; bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, wa's dein ist, und gebe yin. Und was wollet ihr dagegen erinnern, wenn ihr so behan. delt werbet; wenn euch nichts weiter zu Theil wird, als die fleinien, dürftigen, vergånglichen Vortheile, die nothwendig aus euren Anstrengungen fliessen, und um die euer Eigennus mit dem höchsten Vergelter gleichsam eins geworden ift? Könnet ihr Anspruch auf eine Gnade mas . chen, die iør nicht gesucht, zu der ihr fein Vera." trauen gehabt, die ihr bey eurem Stolz auf eure Perdienste nicht einmal zu bedürfen geglaubt habt?.. Pergesset, wenn sich euer schwüler, můbevoltec : Arbeitstag nicht mit Beschamung fúr euch endir gen fort, vergesset allen Lohn, alle Ansprüche auf , Pergeltung, alles Festfeßen deffen, was euch werden roll. Zu gehen, wohin euch der Hause! .vater ruft ; aus Gehorsam gegen ihn, und im les 1 bendigen Gefühl eurer Verpflichtung, zu thun, .' was er euch auftrågt; es so gut, als euch möglid ift, es nach bestem Wissen und Gewissen, zu ver. richten, und euch daber ganz dem Nußen Des Weinbergs, der allgemeinen Wohlfahrt zu wid. men; im Vertrauen auf die Hulo und Gnade 1 deflen, der so gütig ist, der den Ausspruch gee!

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than Hat, was Recht seyn wird, soll euch .. i werden, gar nicht darnach zu fragen, was euch

werden' roll, sondern ihm alles anheim zu stel. ... len: das sey euer Sinn, euer Bestreben, euer : . fester unverbrúchlicher Vorfaß. Wohl euch dann,

wenn die Stimme erfchallen wird: rufe den Arbeitern, und gieb ihnen den lohn; nicht die Vergeltung eurer unvollfommenen Bers fe, nein, die freygebigen Geschenke einer våtera lichen Hulo werdet ihr dann empfangen; und je mehr ihr euch, derselben überlassen habt, je un. úmschränkter euer Vertrauen zu ihr gewesen ist, je mehr ihr blos darauf bedacht gewesen ferb, redlich und treu das Eurige zu thun, desto mehr wird sie sich an euch verherrlichen; desto gewisser werdet ihr aus den lezten die Erften werden; auch ihr werdet dann den Ausspruch hören: en

du frommer und getreu er Knecht, ou ..bist über Weniges treu gewesen, ich

will dich über viel reben, gehe ein zu ... deines Herrn Freude! Moge euch Gott

alle zu dieser Freude führen, geliebte Brüder, die ihr hier des Tages {aft und Hiße traget; moge er euch alle dahin gelangen lassen, wo kein Leib, kein Geschrey,' kein Schmerz mehr fenn, wo Gott abwischen wirb alle Chránen von euern Zugen!

Und nun Köret auch ihr mich, die ihr euch in dem entgegengesezten Falle befindet, denen es Gott hier leicht gemacht hat. Auch euch has be ich Erinnerungen vorzuhalten, die eure ganze Aufe merksamkeit und eure ernstliche Beherzigung vera

dienen. Nehmet sie mit Gelassenheit auf, und laffet is euer eignes Gewissen den Ausspruch darüber thun.

Sehet

Sebet euren Beruf ja nicht etwa für leichter an, als er wirklich ist, dieß ist das Erfte, woran id euch erinnern, was ich :",

eurer" sorgfältigsten Erwägung empfehlen muß. · Jhr sehet euch freylich mit Vortheilen umgeben,

die sich Undre erst mühsam erwerben müssen; fühlet euch mit Kräften ausgerüstet, bey welchen euch eure Geschäfte wenig Mühe machen; befino det euch auf Stufen der menschlichen Gesella schaft, wo euch tausend Beschwerden derselben nicht erreichen können, wo euch die, welche tiefer stehen, zur Hand senn, und eud dienen müssen. Aber habt ihr jemals ernsthaft/ untersucht, ob Gotc.c nicht dennoch mehr von euch erwartet, als ihr leistet, und leisten zu müssen glaubet? Wie nun, wenn ihr euch blos, aus Leichtfinn und Gemach lichkeit eure Pflichten so wenig beschwerlich dåd). ter, und das Låstigste bey denselben übersåpet? Wie, wenn euch der Hausvater oft in seinen Weinberg riefe, und ihr im Schlummer lurer Trågheit, oder im Geråusch eurer {ustbarkeiten reinen Ruf nicht Görtet? Wie, wann sich euch tausend Gem.' legenheiten zeigten, etwas Gutes zu tgun, und

von euren Kräften einen Geilsamen Gebrauch zu ', machen, ohne daß ir aufmerksam genug wåret,

fie zu regen, und {uft hätter, lie zu ergreifen? Wie, wenn euch der Vorwurf tráfe: Warum fehet ihr hier den ganzen Tag mů fiig; wenn ihr don långsi háttet Anstalten machen sollen, einen beflimmten Beruf zu wählen, eudi eurer Geschäfte anzunehmen, dem tirgendlichen Leichtsinn zu entsagen, tårige Vårer für eure. Familien, sorgsame Mütter für eure Häuser, nug. .

liche Mitglieder für die Gesellschaft, und braudi, i bare Bürger für das Vaterland zu werden, und

: * D. Reinh. Pred. Ifter Hand 1803.

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euch noch immer nicht, nach so vielen vertåndelten, verträumten, verschwendeten Jahren Habt entschliessen können, eure Schuldigkeit zu chun? Die Betrachtung ist wichtig, auf die ich

euch hier führe. Ein Mißverstand, eine elende Vors : spiegelung eurer Trågheit und eurer unordentlis

chen Neigungen fann der bequeme Zustand seyn, in welchem euch so wohl ift. Saflet doch euer Gewissen sprechen, öffnet euer Dyr der Stimme

des Hausvaters doch redlich und unbefangen: 5. Wahrlich, Šfters, als ihr euch vorstellet, wird sie

an euch ergehen; ifr werdet euch zu Geschäften aufgefordert sehen, an die ihr leider jezt nicht dena fet; ihr werdet finden, auch euch hat er zu thun gegeben, und euch ein Tagewerk angewiesen. Wollet ihr euch nicht einer schweren Verantwora tung auslegen, wollet ihr am Abend, wenn Gott jedem Arbeiter den Sohn reichen wird, nicht als unnüße Knechte das Urtheil der Verwerfúng hos ren: To merdet euch eurer ganzen Lage 'ernstlich bes wußt; so suchet auf alle Weise zu verhüten, daß ihr euren Beruf nicht dann für leichter anseher, als er wirklich ist,

Haltet euch aber auch darum, weil ihr weniger belastet reyo, nicht für berrer, als andre. Es ist wahr, die Gestalt der Zurückgesekten, der weniger Geachteten, der Vernachlässigten und Preisgegebenen haben alle die, die unter schweren Bürden seufzen, und die Last und Hiße des Tages tragen müssen. Sie scheinen blos da zu seyn, um geplagt zu werden, um Undern Bequemlichkeiten zu verschaffen, um

mühsam zu erringen, was der Leichtsinn und die · Ueppigkeit der Glücklichern gemächlich geniessen,

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