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lchre Vermuthung, kein schwärmerisches Bleud, verk, womit sie sich selbst bethören, ist die Hoff?. ,ung der Unsterblichkeit bey denen, die sich an Christum halten; sie sprechen nicht schüchtern and zweydeutig von dem neuen Daseyn, das sie :rwartet; nein, rühmen können sie sich des« selben, können sich laut und öffentlich, können sich mit der freudigsten Zuversicht desselben trösten; denn sie verlassen sich auf den, der ieben und unvergängliches Wesen ans iicht ge» bracht hat durch sein Evangelium; sie berufen sich auf den, der durch sein Beyspiel bewiesen hat, daß die Seele beym Tode nichc stirbt, der nach dem Tod ins leben zurückgekehrt ist; sie gehören dem an, der sich ausdrücklich er» klärt hat: ich gebe meinen Schafen das ewige leben, und sie werden nimmer» mehr umkommen, und NiemanDwird sie aus meiner Hand relssen: sie sind das Eigenthum dessen, dem der Vater gegeben hatda«leben zu haben in ihm selbee, der durchreiben des Todes mit Preis und Ehre gekrönt ist, und in dessen Händen die Schlüssel der Hülle und des Todes sind. Und sie sollten sich ihrer Hoffnung nicht rühmen; sie sollten nicht rufen: sterben wir mit, so werden wir mit leben; dul» den wir mit, so werden wir mit herr» schen? Denn bemerket es wohl; es ist keine blosse Fortsetzung des lebens, was die erwarten, die gerecht worden sind durch den Glauben; es ist kein dürftiges, mit neuen Uebeln, Schwachheiten und Erniedrigungen verknüpftes Daseyn; der zukünftigen Herrlichkeit rühmen wir uns, sagt der Apostel; wir gehen einem Zustand

entgegen, der uns von allen Uebeln der Erbebe« freyen, der alle Wünsche unsers Herzens befriedi« gen, der uns allfs gewahren wird, was der Wm, de, den Kräften und der Bestimmung eines ver« nünftigen, mit dem Bilde Gottes bezeichneten Geschöpfs gemäß ist. Und wie könnten die, die sich an Christum halten, weniger erwarten? Wal er geworden ist, wie Gott ihn erhöht hat, wie n sich, nachdem er gemacht hatte die Rel« nigung unsrer Sünden durch sich selbst, gesezt hat zu der Rechten der Majestät in derHöhe, das wissen sie. Sollen sie ab« nicht Theil an allem haben, was er besizt? War es nicht sein leztes Flehen zu Gott: Vater, ich will, daß wo ich bin, auch die bey mir seyen, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast? Dürfen sie nicht getrost sagen: sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben, und MitGrben Christi; so wir anders mit leiden, aufdaß wir auch mit zur Herr« lich keit erhaben werden?

Doch ich strebe vergeblich, euch die Ru« he, den Frieden, die Hoffnung, das Vorgefühl einer himmlischen Seligkeit zu beschreiben, das die Glückseligkeit derer ausmacht, welche alles von Gott durch Christum erwarten; wo alles innre Erfahrung ist, alles hinausreicht über da« Urtheil und die Kraft der Sinne, alles in Geist und ieben, in Gemeinschaft mit Gott und ein« höhern Welt besteht; da erliegt die Sprache der Grösse des Gegenstandes, da können Worte nicht ausdrücken, was die Seele kaum zu fassen ver« mag. Aber zur Prüfun g, die dieser Tag von

uns

uns fordert, zur Untersuchung, ob wir uns

einer solchen Glückseligkeit bewußt

sind, wie sich unsre Denkungsart und

unsre ganze innre Verfassung dage»

gen verhält, wird schon das unvollkommne

Bild hinreichend seyn, das ich jezt von derselben

aufgestellt habe. Fasset sie noch einmal in die

Augen, M. Br., und lasset uns nun zusehen, ob

, wir sie aus eigner Erfahrung kennen; ob sie das

ist, was wir in unserm Herzen finden, oder doch

suchen; wiefern wir die Worte nachsprechen kön»

nen: nun wir denn sind gerecht wor»

den durch den Glauben: so haben wir

Friede mit Gott durch unsern Herrn

Iesum Christ, durch welchen wir auch

einen Zugang, haben im Glauben zu,

dieser Gnade, darinnen wir stehen, und

.rühmen uns der Hoffnung der zu»

künftigen Herrlichkeit, die Gott ge»

den soll?

Wem sie also unter uns noch ganz fremde ist, diese Glückseligkeit, wer noch keine Spur derselben bey sich antreffen kann: der erschrecke vor sich selbst, der lasse doch diesen Tag einen Tag der empfindlichsten Demüthigung vor Gott werden. Denn an euch, ihr Un» glücklichen, denen ick bisher unverständliche Dinge gepredigt habe, die ihr bey dem Heil und der Se» ligkeit, die bisher beschrieben worden ist, weder etwas denken, noch fühlen könnet, an euch muß ich mich nothwendig zuerst wenden, muß wenig» stens den Versuch machen, euch zu einem Ge» fühl des tiefen Verderbens, der traurigen Ver»

v. A»!»z. «vre», isstl V»n» il-?. P

Milderung, und der unläugbaren Gefahr z« bringen, in der ihr euch befindet. Schuldlol vor Gott zu seyn, und Vergebung von ihm zu «» halten, ist euch also gleichgültig; ob ihr euch sei» ner Huld und liebe trösten dürfet, darum seyd ihr unbekümmert; Gemeinschaft mit ihm und mit sei» nem Sohne zu haben-, und ihm wohlgefällig zu werden, daran ist euch nichts gelegen; und an das, was euch nach dem Tod erwartet, denket ihr nicht gern, es stört euch, es ist euch unange» nehm, wenn dieser Punkt zur Sprache gebracht wird. Woher dieß alles, überleget es selbst; woher diese Fühllosigkeit gegen Angelegenheiten, die jedem vernünftigen Geschöpf so wichtig, so ehr» würdig, so hellig sind? Ist es leichtsmn, was euch gar nicht dazu kommen läßt, an so ernst» hafte Dinge zu denken, und für eure Seele zu sorgen: darf ich euch erst sagen, wie sehr ihr euch dann entehret, wie verächtlich ihr euch in den Augen jedes vernünftigen Menschen machet, und wie traurig das Ende seyn wird, das eine solche Nachlässigkeit nehmen muß? Ist es Zerstreu. ung in irdische Angelegenheiten und Geschäfte, oder in Vergnügungen und lustbarkeiten, was euch in einer immerwährenden Betäubung erhält, was die Frage, wie ihr mit Gott stehet, und ob ihr Friede mit ihm habt, gar nicht bey euch laut werden läßt: wie seyd ihr dann zu bedauern, wie schimpflich und eines vernünftigen Geschöpfs un» würdig ist der Taumel, in welchem ihr. dahin lebet, und was habt ihr zu fürchten, wenn euch der Tod in demselben überrrascht, wenn ihr, ohne gerecht worden zu seyn durch den Glauben, vor dem Richterstuhle Gottes erscheinen sollet! Sind es wohl gar herrschende ieldenschafttn und. lasier.

was euch so fühllos macht; ist euer Sinn zu roh, euer Herz zu verderbt, euer Innres zu ver» wildert, als daß das Heil in Christo einen Ein» druck auf euch machen, und eure Aufmerksamkeit gewinnen könnte: was soll man euch dann sagen; nein, es giebt keinen Zustand keine Verfassung, die trauriger, unwürdiger, gefährlicher wäre, als die eurige; ihr seyd recht eigentlich todt in Uebertretung und Sünde, und noch ganz entfremdet von dem leben, das> aus Gott ist; und was kann euch anders er» warten, als ein ewiger Tod, als die strengen Ahndungen einer unerbittlichen Gerechtigkeit, wenn ihr in eurer Fühllosigkeit beharret? Wem es also sein Gewissen sagt, er wisse noch nichts von der Glückseligkeit derer, dje alles von Gott durch Christum erwarten, wer weder von Her Schuldlosigkeit, noch von dem Frieden, noch von der Gemeinschaft mit Gott, noch von der Hoff» nung einer zukünftigen Herrlichkeit, welche zu je» ner Glückseligkeit gehören, etwas in seinem Her» zen findet; der besinne sich doch; der gehe doch in sich; der benütze doch diesen Tag des Ernstes, und werde sich seiner bewußt; der gestehe sichs doch ein, daß ihm noch alles fehlet, was zu seinem Heile nöthig ist; der eile, und rette seine Seele!

Ich komme zu euch, die ihr die Glück» sellgkeit, welche ich beschrieben habe, auf einem andern Wege suchet, und sie nicht durch Christum annehmen wollet. Auch ihr habt Ursache, einen prüfenden Blick in euer Innres zu werfen, und euch über eure Gesinnung Rechenschaft abzufordern. Gleichgültig gegen die Glückseligkeit, welche die

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