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^eym Glanze der grossen Begebenheit, dee diese lichen Tage geweiht sind, haben wir gestern gefangen, M. Z., das ganze Gewebe von Ver» dungen, in welchen wir von jeher mit Andern anden haben, und noch stehen, zu überschauen

> zu betrachten.; vor dem Angesichte des Auftr. ldenen, der mm gefezt ist zum Herrn über Alles,

einst unser Richter seyn wird, haben wir uns selben bewußt zu werden gesucht. Weiw irgend aS einer genauen Uebersichr, und einer ernst» cen Beherzigung bedürftig und würdig ist, so

> es unsre Verbindungen. Es ist nur allzu» ?r, daß wir fast nur das sind, wozu unfte Vcr» )ungen uns nsachen, und fast nur so viel ge. sen, als sie uns gewähren. Gleichwohl sind mir selten der Gegenstand unsers Nachdenkens,

einer vernünftigen Prüftmq. Denn was die ifft, in welche Ms die Natur selbst gesezt hat, >ehmen wir es gewöhnlich für bekannt an, auch ch das sorgfältigste Betrachten derselben sey

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nichts weiter auszurichten, weil sich nichts bey i nen verändern lasse; und daher gemessen wir d Gute, das uns durch sie zu Theil wird, ohne dal bare Rührung, und beweisen bey den Beschwerde die damit verknüpft sind, gemeiniglich nichts n niger, als Geduld und Unterwerfung. Und d welche unser eignes Werk sind, mit welchem lei<! sinn, mit welcher Unvorsichtigkeit knüpfen wir gewöhnlich an! Wie oft sind wir schon lang u tief in sie verwickelt, noch ehe es uns beyfä uns über ihren Werth eine genauere Ausku zu geben! Wie wenig richten wir uns bey Art, wie wir sie unterhalten, wie wir sie fester sammen ziehen, oder auflösen und vernichten, n vernünftigen Überlegungen, und nach dem A spruch unsers Gewissens! Wie oft sind wir Ja lang in Verbindungen verstrickt, die nachthe und gefahrlich für unser Vermögen, für un Ehre, für uns« Gesinnungen und Sitten sin von denen wir uns, «s koste, was es wolle, freyen und losreissen müssen, wenn wir unsi guten Namen, wenn wir unsre Zufriedenheit u Ruhe, wenn wir unsre Seele retten wollen.

Und bey solchen Umstanden sollte es n rathsam, nicht dringend nöthig seyn, den V blndungen, in welchen wir stehen, einen ho! Grad der Aufmerksamkeit, und ein geflissentlil! Nachdenken zu widmen; sie an einem lichte prüfen, bey welchem uns unser Gewissen o< nachweisen, und alles bemerklich machen ko< was sie Fehlerhaftes und Bedenkliches enthaltl Heller kann es nicht leicht werden über unsi Verbindungen, M. Z., Gelegenheit zu fruchll ren Betrachtungen über sie können wir nirD ser finden, als bey dem Glanze, welchen die schichte der Auferstehung Jesu über sie ver» 4tel. Erinnert euch nur an das, was untz sc Geschichte, wie wir gestern gesehen haben, er unsre Verbindung zu denken ebt. Schon an den Ursprung derselben er» >ert sie uns; denn sie läßt uns bemerken, daß l entweder das Werk fremder von

s unabhängiger Ursachen, oder die rucht unsrer eignen Wahl sind, en so aufmerksam macht sie uns auf den erth unsrer Verbindungen; sie beweiset uns, ß er lediglich von ihrem Zweck, d von unserm Verhalten bey densel» n abhängt. Auch uber die Dauer un» r Verbindungen veranlaßt sie Betrachtungen;

zeigt uns nämlich, daß zwar tausend llfälle unsre Verbindungen stören^ er keiner derselben, wenn wir nicht Ibst wollen, sie auflösen und ver» chten kann. Selbst auf die Folgen un» r Verbindungen deutet sie endlich hin, diese >sse Geschichte; denn sie ist der Beweis, daß lsre Verbindungen eben so schädlich ,d hellsam für die Zelt, als für die wigkeit werden können.

Gleichsam von selbst entwickelt sich ans die» 5 lezten Umstande die Frage, wie wir bey lsern Verbindungen handeln sol» n? Denn sind sie nun einmal so wichtig, be» chnen sie die Zeit und die Ewigkeit mit ihren lrkungen und Folgen, können sie uns hier und tt entweder zum Verderben ober zur Wohl» >rt führen: sollen wir dann über ihren Gebrauch ht mit uns selbst zu Rathe gehen, sollen wir yicht überlegen, was wir zu thun haben, wem wir sie in Wohlthat und Segen für uns vc^ wandeln wyllen? Die Geschichte des Auferstand denen giebt uns auch darüber die beste Auskunft, M Br., und ich habe die Ausführung dessen, was sie uns darüber lehrt, der heutigen Stunt! vorbehalten. Es sind wichtige, dringende, zun Thell beschwerliche Forderungen, die ich euö jezt vorzutragen habe, M< Br., Forderungen, wider die sich vielleicht eure Empfindung erkla> ren, euer schwaches Herz sich strauben, und eine übelgejeitete Neigung mit allem Nachdrucke sich setzen wird. Aber an. die Granze, wo Zeit und Ewigkeit in einander übergehen, vor dem Rich» ter, dem ihr auch über eure Verbindungen Redl und Antwort schuldig.seyd, auf den ernsihas. testen Schauplatz, der sich uns öffnen kann, habe ich euch heute- zu führen; da mag euei Gewissen sprechen, da mag euch eure Vernunft sagen, was zu eurem Frieden dienet, da mögn ihr die Entschliessungen fassen, He das Schicks»l eurer Verbindungen, für die Zukunft entscheiden sollen. Möge dein. Sinn, dein Beyspiel, dein heiliges Wohlwollen auch uns beseelen, o du, dir d.u Alle bewahrt hast, die dir der Vattl gegeben hatte; der du sie Alle erhalten, Alle geweiht, und zum Segen für die Welt gemacht hast, laß es auch uns gelingen, alles um uns her zu, bessern und zu segnen, wie du, und vcr» herrliche deine Kraft in unsrer Schwachheit. Darum stehen wir in stiller Andacht.

Evangelium: Luf. XXIV. v. 13—35. Nicht nur zurückkehren sehet ihr den Auferstandenen, sobald er sein Grab verlassen hat, in

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lle m< Verbindungen, in welchen er mit seinen -reunden stand; ihr erblicket ihn auch in voller üirksamkeit, sehet ihn handeln in diesen Ver» indurlgen, und alletz m denselben veranstalten und Zun, was sie. unauflöslich machen, was sie ver» öeln, was sie mit dem grossen, unaussprechlich lichtigen Endzweck, für den sie geschlossen waren, n Uebereinftimmung bringen konnte. Die Ver» induNZen wieder anzuknüpfen, welche sein Tod > so> gewaltsam zexriffen zu haben schien, dieß war seine Beschäftigung gleich an vem ersten Tage semes leuen ietieng,; und mit welcher Schonung, mitoelcher milden, freundlichen H-rablassung, mit oelcher himmlischen, unwiderstehlich rührenden Weisheit und Huld er dieß that, beweiset die Er» Zählung unsers Evangel^i; bränn^ n^t u.n», .er Herz in Uns, rjefen die beyöen glucklichen Jünger, nachdem sie ihn wieder gesehen Hatten,, >a er mit uns redete auf dem Weg, als er uns die Schrift öffnete? Und als er ganz wieder hergestellt war der Zusammenhang mit seinen Aposteln und Vertrauten, als sie sich endlich daran gewöhnt hatten, wieder mit ihm umzugehen, und über sein neues leben keinen Zweifel weiter zu hegen: wie thätig war er dann von neijem in ihrer Mitte, und mit welcher Weis, heitbenuz^e er die kurze Zeit, die er noch M Erden zuzubringen hatte, zu ihrer Vorbereitung auf seinen"aanzlichen Abschied, und.zu ihrer Bit» dungl .Welchen er sich nach seinen l.eh Yen lebendig erzeigt hatte, sagt lucas hievon, durch mancherley Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Doch auch sie waren nicht

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