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Dr. Heinrich Schreiber
Professor an der Albert Ludwig 8. Dodule

i u Freiburg.

I. B a n::-0.

n.
Mit eilf lithographirfen Tafeln ;; welche::Schriftprsben,
Münzen und Sieget enthaltent

.

Freiburg im Breisgau.
In der Herder'schen Kunst- und Buchhandlung.

1 8 2 8.

THE NEW YORK PUBLIC LIBRARY

473.280 A ASTOR, LENOS AN TILDEN FOUNBATIONS R iga8 E

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Die Geschichte dieser Urkunden-Sammlung, welche zugleich für die damit verbundene Bearbeitung derselben gelten kann, ist kürzlich folgende.

Ihr Herausgeber trug von früher Jugend an eine große Neigung zu historischen und archäologifchen Forschungen. Vorzugsweise zogen ihn die heimathlichen Ereignisse an, und mit Wärme ergriff et, was sich ihm von dieser Seite darbot. Sein Eifer vermehrte sich noch, als denselben der damalige stådtische Archivar und Stadtrath Weiß bemerkte, und ihm von Zeit zu Zeit durch Mittheilung von Archivstücken Nahrung verschaffte. Oft waren diese

freilich dem Wißbegierigen ungenügend, und seine é

Ungeduld wünschte immer mehr; allein er übers
zeugte sich bald, daß der erfahrene Mann durdy
spårlichere Zutheilung gut gethan hatte, indein er
feinem jungen Freunde dadurch die nöthige Zeit
ließ, sich bei seinen ohnehin schweren Berufsarbeiteit
(als damaliger Gymnasiallehrer), nach und nach mit
den Urkunden vollkommen bekannt zu machen, und

die zum Lesen und Verstehen derselben nöthigen road Kenntnisse zu erwerben. Umso mehr überraschte

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und erfreute ihn eines Tages die Zusicherung, daß er demnächst in das stådtisdie Archiv selbst einge führt werden, und dort einen großern Wirkungss freis erhalten würde. Der bejahrte würdige Weiß sah sich nämlich doch allmählig zu sdhwach, seine vielfältigen, in vorgerücktem Alter übernommenen Geschäfte, auch von dieser Seite fortzuführen, und wünschte Erleichterung. Niemand verdiente sie wohl mehr, als er, der sich seit Jahrzehnden unermüdet und uneigennúßig dem hiesigen Gemeinwesen gewidmet hatte. Ihm verdankt die Armens Anstalt ihre bessere zeitgemäße Einrichtung und Wiedergeburt. Was er in diesem Gebiete seit dem Unfange des laufenden Jahrhunderts, als wahrer Vater der Armen, geleistet hat, steht in den Herzen aller dankbaren Mitbürger unauslöschlich niedergeschrieben.

Es war im Herbste des Jahres 1819, als sich dem Herausgeber dieser Urkunden das städtische Hauptardjiv im Hahnenthurme des Münsters offnete. Nody kann er sich ganz in seine damalige Lage denken, wie jedes Schloß der eisernen Thüren und jede ihrer Ketten in seinem Innernt wiederhallte, bis er endlich in das dunkle Gewólb eintrat, in welchem die lang ersehnten Reliquien der heimatha lichen Vorzeit aufbewahrt wurden. Kaum vers mochte er es, in seiner Ueberraschung und Freude, auf manche belehrende Winke seines Führers und Freundes 311 horen, und lächelte bei dessen Besorgniß, daß er über dem langwierigen und mühevollen

Archivgeschäfte ermüden möchte. Noch ehe er das Gewólbe wieder verließ, hatte er den festen Vor's saß gefaßt, diese Denkmale der Vergangenheit für seine Vaterstadt zu bearbeiten.

Natürlich erlaubte es der erste Eifer nicht, eine genaue Sidytung vorzunehmen; alles schien der Bes aditung werth, darum wurde auch alles erhoben und abgesdhrieben. Erst nadidem schon eine bes tráchtliche Strecke zurückgelegt, und bereits eine nidit geringe Sammlung angewachsen war; vergonnte es sich der Herausgeber, gewissermaßen zu Athem zu kommen, und sein Gebiet gehörig zu überblicken. Er ist zwar weit entfernt, diese Mes thode überhaupt zu billigen oder zu empfehlen; aber in gewissen Fällen hat dody ein rasches Voranschreiten, das Auge nur dein Ziele zugewendet, etwas sehr vortheilhaftes. Man gonnt sich nämlich dabei die Zeit nicht, långer bei den Schwierigkeiten und Hindernissen zu verweilen, und sich vielleicht durch dieselben von dem ganzen Unternehmen abschrecken zu lassen. Hat man sich einmal rústig eingearbeitet, und den Umfang seiner Kräfte kennen gelernt, so nimmt auch das Vertrauen zu dies sen zu, und man wird zwar ruhiger und besonnener, aber erkaltet nicht so leicht. Eine Bemerkung, welche es erklärt, daß die umsichtigsten Archivare nicht selten zu keiner durchgreifenden Arbeit kommen. Sie umgehen den steilen Berg von allen Seiten, und: lernen jede feiner Wände und jede seiner Spalten kennen; aber verlieren dabei nach

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