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FRIDANKES
BESCHEIDENHEIT

VON

H. E. BEZZENBERGER.

HALLE,

VERLAG DER BUCHHANDLUNG DES WAISENHAUSES.

1872.

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MEINEM FREUNDE

DEM

SANITÄTSRATE Dr. F. W. WEBER

AUF SCHLOSS THIENHAUSEN IN WESTFALEN

GEWIDMET.

WID M UN G.

Manches jahr ist verfloßen, seitdem wir zuerst, unter den linden am Arminiusbrunnen zu Lippspringe wandelnd, von Walther und Freidank sprachen, und ich durfte nicht hoffen, daß es mir vergönnt sein werde, den von dir ausgesprochenen wunsch nach einer mehr populären ausgabe dieses trefflichsten der deutschen Spruchdichter, so viel an mir liegt, zu erfüllen. denn damals und fortan verliefen meine tage in vielem persönlichem verkehr, in schulstuben und unter akten, und nur wenn strenge winterkälte oder rauher ost mich in des zimmers engen raum feßelten, konnte ich wol an altdeutscher dichtung mich erquicken und dem gange dieser literatur folgen, an eigene wißenschaftliche arbeit auf diesem gebiete war jedoch nimmer zu denken. da löste sich erst mein amt in folge der veränderten öffentlichen Verhältnisse meiner heimat, dann ward mir auf einige zeit volle muße zu teil, und nun durfte ich zweifelndes mutes dir versprechen, alles andere dahinten zu laßen und nur dem Freidank mich zu widmen. er ist mir von da an ein treuer gefährte gewesen, selbst unter der mächtigen erregung eines nach führung und erfolgen einzig in der weltgeschichte dastehenden krieges, in welchem sich in allen lebenskreisen betätigt hat, was seit hundert jahren für deutsche nationale bildung geschehen ist, und aus dem

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