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Versuch einer Stellungnahme

zu den

Hauptfragen der Kunstphilosophie

von

K. S. Laurila

Helsingfors,
Druckerei der Finnischen Litteraturgesellschaft,

1903.

KF 1858

polov, 1906 Harvard University,

Philos. Dept.
Robbins Gift.

(Feb. 10, 1941 )

Transf. from Philosophy Library.

• Vorwort.

Das eigentliche systematische philosophische Denken ist heutzutage wohl überhaupt nicht „modern“ – besonders nicht der Kunst gegenüber. Man will heutzutage auch in der Philosophie vor allem „wissenschaftlich“ sein, d. h. nur solche Sätze aufstellen, die unbestreitbar, für alle zwingend sind. Und das Streben nach „Wissenschaftlichkeit“ ist so gross, dass man darüber oft vergisst danach zu fragen, ob die aufgestellten Sätze denn auch eine Antwort auf solche Fragen enthalten, auf die es uns wichtig ist eine Antwort zu finden, oder ob sie nur Konstatirungen bedeutungsloser Thatsachen oder Begründungen nichtssagender Allerweltswahrheiten sind, die keiner Begründung bedürfen. Man hält es für die Hauptsache, dass die aufgestellten Sätze nur methodisch gebildet und für alle zwingend sind.

In den Augen derer, die eine solche Philosophie für die einzig „wissenschaftliche“ halten, wird wohl dieser kleine Versuch systematischen Denkens höchst unwissenschaftlich und altmodisch erscheinen. Der Verfasser will aber lieber unwissenschaftlich und altmodisch sein und irgend eine, wenn auch nicht für alle zwingende, Antwort auf solche Fragen finden, auf welche wir eine Antwort baben müssen, als eine unbestreitbar richtige Antwort auf solche Fragen, auf die es entweder gar nicht nötig oder wenigstens nur von äusserst geringem Wert ist eine Antwort zu bekommen.

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