صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني

Todtenblåsse und trüber Ernst lag auf dem Ge: fichte des Einen wie des Andern; aber keine Muskel zitterte.

» Wer giebt uns das Zeichen ?« fragte der Hauptmann leise, fast flüsternd, – und doch wurs den seine Worte überall in dem ganzen Raume vernommen ; »denn« fegte er hinzu, »wer bei einer folchen Sache eine Sekunde vor dem Undern Feuer giebt, ist ein Mörder.« - In diesem Uu: genblick hörte man ein Geråusch; der Wundarzt war angekommen und trat athemlos herein. — »Vor: getreten, und das Zeichen gegeben!« rief Tres vor ungeduldig. Beide, er wie der Hauptmann, wendeten sich zu ihren Freunden, um denselben mit einem düstern Lächeln die Hände zu drücken, und nahmen dann ihre Plåße wieder ein. Der Herr, der das Zeichen geben sollte, schritt auf fie zu, bedeckte seine Uugen mit der Hand, und sagte mit bebender Stimme: » Legen Sie an!« – au: genblicklich berührte die Mündung der Pistole eis nes Feden des Undern Brust – »und, wenn ich drei zähle, Feuer!- Eins — zwei – drei! « Sie drückten ab — Beide prauten durch die Erschůt: terung einige Schritte zurück, und ihre Freunde drängten sich eilenð herbei.

»Was soll das?« riefen Beide zugleich aus. – „Wer hat sich unterstanden, uns auf diese Weise zum Besten zu haben? Es waren keine Kugeln in den Pistolen! « rief Trevor wüthend aus. Lord

– und die Sekundanten erklårten sich über die wohlgemeinte List, und bekamen einen zornigen Fluch zum Lohn ihrer Be mühungen zu hören. Ver: geblich fleheten wir alle sie an, sich zu versöhnen, da sie ja Beide ihrer Ehre genug, und mehr als ges nug gethan håtten. Trevor knirschte fast mit den Zåhnen vor Wuth. In seinen Mienen schien mir etwas Teuflisches zu liegen. » Hier wird leicht zu helfen sein, « sagte Hauptmann , als seine Blide auf einige kurze Degen, die an der Wand hingen, fielen. Er nahm sie herunter, maß fie, und bot den einen seinem Gegner an, der densels ben begierig packte. – » Hier kann freilich keine Tåuschung stattfinden,« sagte er: »wohlan denn « – sie nahmen ihre Stellung – »zur Seite, ihr Herren!«

Wir wichen zurück, von Entreken ob des un: bezåhmbaren Rathedurstes ergriffen, der sie zu befees len schien. Ich weiß nicht, welcher von Beiden am besten focht, entfinne mich nur, daß ich ihre Waf: fen, die Funken um sich her zu sprühen schienen, blinken, und ein Herumfahren nach allen Richa tungen, das einige Augenblicke dauerte, vor Augen fah, als einer von ihnen fiel. Es war der Haupts mann; denn Trevor hatte mit starker und geübter Hand seinen Degen fast bis zum Gefäß dem Gegner durch die Seite gestoßen. Der Stoß war gerade durch das Herz gegangen! Der unglückliche junge Mann fiel ohne einen Laut - der Degen ents fane feiner Hand, die er an das Herz preßte, und mit einer zitternden Bewegung der Lippen, als båtte er sich angestrengt zu sprechen, verschied er! – »D! großer Gott!« rief Trevor mit gebrochener und hohler Stimme, mit einem Gesichte aus, das so bleich geworden war, in welchem ein solches Entfeßen sich malte, daß mir das Blut in den Udern erstarrte, indem ich ihn ansah, » was hab' ich gethan? Kann dieses Ulles wirklich rein!« Er sank an der Seite seines gefallenen Gegners auf die Kniee, und blieb fo, mit krampfhaft gefalteten Händen und zum Himmel starren: den Augen, einige Augenblicke liegen.

Ein grausiger Nebel bedeckt in meiner Erinne: rung diesen důsteren Auftritt, der mir, wenn der erstere sich für einen Uugenblick zerstreut, indem et: wa mein inneres Auge plóglich einmal in die Ver: gangenheit zurücblict, als eine Bühnendarstellung, oder als das Gemälde irgend einer entseglichen Bege: benheit erscheint, bei welcher wirklich zugegen gewesen zu sein, ich mich kaum überreden kann. Bis auf diesen Tag habe ich, wenn ich mein Sin: nen darauf richte, Hugenblicke, wo mich zweifeln: der Unglaube ergreift. Die Sache machte zu jener Zeit sehr viel Ger&usch. Der unglückliche, in meiner Erzåhlung Trevor genannte, überleben: de verließ England augenblidlich, und starb etwa fünf Jahre spåter, ganz eigentlich an gebrochenem Herzen, im südlichen Frankreich. Ich habe seit jenem Tage niemals Månner, während der Wein sie erhigte, auch nur in den geringsten Wortstreit eingehen, und einer Überschreitung der Grenzen des üblichen Gesellschaftstones, wenn auch noch so langsam, sich nähern sehen können, ohne mit Schau: der an die elenden, so åußerst unbedeutenden an: låsse zurückzudenken, aus welchen sich bei Wein und der Gluth jugendlicher Leidenschaften der verhångnißvolle Zank entspann, welcher den armen Hauptmann – das Leben kostete, und seinen Gegner aus dem Vaterlande vertrieb, um gebrochenen Herzens als ein Verbannter zu sterben.

Siebentes Kapitel.

liebes håndel und Wahn will.

Oft dachte ich, wenn ich eine schöne und beliebte Schauspielerinn sah: wie manchen jungen Schauspielgånger mogen diese Frauenzimmer bethören; in wie manchem sonst verständigen und nüchternen Kopfe mögen sie das unterste zu oberst kehren! Vor einigen Jahren kam ein Fall in meiner Praxis vor, der die vollkommene Richtigkeit dieser Betrachtung bewies; und.ich erzåhle ihn, da er mir eben so unterhaltend als belehrend zu sein scheint. Die Erzählung wird zeigen, daß Hingebung an ungezů: gelte Leidenschaften zur volligen Zerrůttung auch des stårksten und durch die schönsten Kenntnisse ge: bildeten Geistes führen kann.

Noch spåt an einem Novemberabend wurde ich -eiligst zu einem Herrn in einem der Gasthöfe von

Covent-Garden gerufen, und durch ein Billet unterrichtet, daß fich, bei demselben offenbare Symptome von Verrůcktheit zeigten. Da man bei Vor:

« السابقةمتابعة »