صور الصفحة
PDF
[merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]

Z Testament von Spanien.

[ocr errors]

sie keine Gerichtbarkeit erkennen, und sich darinn auf ihr hergebrachtes Recht

[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

[ocr errors]

§. I3.

Ich bestätige die Staatsregeln, welche seit Jahrhunderten in meiner Regierung befolgt worden, und gebiete, daß insonderheit diejenigen unverändert fortgepflanzet werden, welche ein Unterscheidungsmerkmaal der spanischen Beständige keit sind, als die Entvölkerung meiner Reiche und folglich die Armuth meiner Va: sallen. Daher befehle ich, daß in der heiligen Schrift der göttliche Ausspruch durchgestrichen werde, welcher den Reichthum und die Macht des Fürsten auf die Menge seines Volkes gründet. Zur Entvölkerung meiner Provinzen hat die Verjagung der Mauren und Juden nicht wenig beygetragen, welche durch ihren Fleiß und Arbeit das Reich mächtig gemacht hätten, wenn die furchtsame Staatskunst nicht die Maxime ausgehecket hätte, es sey solches zur Sicherheit des Staatsnothwendig, welche Marime sie mit dem Namen der Religion schmückte. Beydes hätte durch weit gelindere Mittel erhalten werden können; das erste durch Bestrafung des Muthwillens, und das zweyte durch die Folge von Jahren, und durch freundschaftliche Verbindungen und Heyrathen; die Kinder würden katholisch seyn, im Fall es auch die Väter nur bloß im Aeussern waren. Die Züge der Spanier nach Amerika sind nicht weniger schädlich, sie entvölkern Spanien, und bevölkern doch diesen ungeheuren Welttheil nicht. Die Berechnung der Völkerzüge nach der neuen Welt beläuft sich auf zehntausend Seelen, welche jährlich aus meinem Reiche gehen, wovon ein großer Theil nicht wieder zurück kommt, und ein noch viel größerer Theil in Amerika an Krankheiten umkommt, welche aus der Verän

[ocr errors]

nur eine kleine Anzahl der Ueberbrachten zur Bevölkerung dieser vielen Reichege: nutzet; welchen Zweck man niemals erlangen wird, vielmehr aber, was man nicht mit im Anschlag bringt, die Entvölkerung von Spanien. Der ehelose Stand, welcher in meinen Staaten aufs höchste getrieben ist, hat zwey Gründe zu seinem Vortheil, der eine Grund ist die Armuth und die Unmöglichkeit, als Töchter der schweren Auflagen, welche den Arbeiter zum Ehestande untüchtig machen durch

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

diese Gründe bewogen, gebiete ich, daß man selbigen in meinen Reichen für eine

[ocr errors]

undenklichen Zeiten her geniessen, und die dadurch, wie auch die Fuhrleute, ver

[ocr errors]
[ocr errors]

* (*) Unter der Regierung des jetzigen Monarchen sind schöne Heerstrassen und auch Kolo: nien in der fruchtbaren Sierra Morena angelegt, mit welchen letztern es aber noch nicht glücken wollen.

[merged small][merged small][merged small][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

berflusses nicht, aus Mangel der Arbeiter. Allein dem allen ungeachtet wird den

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Bey der königlichen Kammer soll ein Minister oder Secretair von bekannter

[ocr errors]
« السابقةمتابعة »