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47596.17 A 1807 Lurley 30.

Heinot funer (Il club)

Druck von Earl Eberle in Stuttgart.

V or wo r t.

Das vorliegende Wert kündigt sich durch einen Zusaß zum Titel als eine auf Karl Hoffmeister's Schriften gegründete Arbeit an, wobei vorzüglich dessen Hauptwerk, die fünfbändige Biographie Schiller's, gemeint ist. Bekanntlich ist das: felbe seit vielen Jahren aus dem Buchhandel gänzlich verschwunden und manchen meiner jüngern Leser wohl nur dem Namen nach bekannt. Solche mögen es befremdlich finden, daß ich mein Werk auf einer dem Anschein nach ephemeren literarischen Erscheinung aufzubauen unternommen habe. Wer aber Hoffmeister's Werk besigt und aus eigenem Studium zu würdigen versteht, wird vielleicht bei flüchtiger Vergleichung desselben mit dem meinigen in leşterem zu viel Abweichendes nach Form und Inhalt finden, als daß ihm jener Zusaß zum Titel sachentsprechend dünken könnte. Ueber beide Bedenken glaube ich ein Wort zur Verständigung sagen zu müssen.

Daß ein so vorzügliches Werk, wie das Hoffmeister’sche, eine Lebensbeschreibung, worin eine klare, wohlgeordnete und, soweit es die damals fließenden Quellen gestatteten, erschöpfende Darstellung der äußern Lebensbezüge Schiller's sich mit einer auch die kleinsten Produktionen berücksichtigenden Charakteristik seiner Werke, und, was ihr besondern Werth gibt, mit einer tiefeingehenden Geschichte der Entwickelung seines Geistes zu einern fest gefügten und schön gegliederten Ganzen verbindet daß eine solche Schrift nur Eine Auflage erlebte, mag allerdings mit Recht befremden. Die Ursache, warum keine zweite erschien, war folgende. Den Verfasser ereilte bald nach der Vollendung seines Werks (1844) ein alzufrüher Tod. Nachdem die in einer sehr großen Anzahl von Exemplaren gedruckte Auflage vergriffen war, erhielt ich von einer hervorragenden deutschen Verlagshandlung den Antrag, eine zweite, unter Benußung der inmittelst erschlossenen neuen Quellen, vorzubereiten. Ich erklärte mich zur Uebernahme der Arbeit bereit und seşte mich, behufs einer Vereinbarung über die den nöthigen Aende: rungen zu gebende Gestalt, einerseits mit der Verlagshandlung, anderseits mit der Rechtsnachfolgerin des Verewigten, seiner Gattin, in briefliche Verbindung, traf hierbei aber auf durchaus entgegengeseßte Anforderungen. Frau Director Hoffmeister wollte, in pietätvoller Hochschäßung des Hauptwerks ihres verstorbenen Gatten, welches ihr als eine Leistung von klassischer Formvollendung erschien, den Text in völliger Integrität erhalten wissen, und verlangte, daß die nöthigen Zusäße und Berichtigungen, wie zahlreich sie auch sein möchten, in der Form von Anmerkungen unter dem Tert, oder von angehängten Nachträgen dem unveränderten Werke beigefügt würden. Die Verlagshandlung machte hiergegen – und ich konnte nur beistimmen — geltend, daß das Ganze dadurch, bei der großen Menge des zu Ergänzenden und zu Berichtigenden, eine geschmackwidrigc, den Genuß erschwerende, dem Absaß nachtheilige Gestalt bekommen, und daß zugleich in der Schäßung minder urtheilsfähiger Leser der Werth des ursprünglichen Werks sinken werde; sie stellte daher die Forderung, es folle zwar im Ganzen die Form, soweit das thunlich sei, geschont, aber das neu Ermittelte dem Alten einfach, ohne Hindeutung auf ursprünglich Mangelndes, eingefügt, das Frrthümliche durch das Richtige stillisdhweigend erseßt und überall der Eindruck der Homogenität erzielt werden. Die Gegensäße ließen sich nicht ausgleichen, und so zerschlug sich das Unternehmen. Ein zweiter Antrag, der einige Zeit nachher von einer andern angesehenen Verlagshandlung an mich erging, stieß auf dieselben Hindernisse. So willkommen es mir war, hierdurch Muße für anderweitige, mir lieb gewordene Arbeiten zu gewinnen, so blieb es mir anderseits wie ein Stachel in Gemüthe, das Wert des hingeschiedenen theuren Freundes mit jedem Jahre weiter aus dem Vordergrunde der Schiller-Literatur zurüd weichen zu sehen. Neuere Biographen Schiller's, welche, die Resultate von Hoff: meister's Forschungen in ausgiebigem Maße benußend, zugleich des großen Vortheils genossen, den überaus reichen Ertrag jüngst geöffneter Quellen verwenden zu können, waren nicht immer ge: wissenhaft genug, zu bekennen, wie viel des von ihnen Dargebotenen sie dem hochverdienten Vorgänger (dhuldig waren. In dem laufenden Jahre werden Hoffmeister’s Werke literarisches Gemeingut. Dies veranlaßte die Verlagshandlung, die sich im Besiß meiner auf Schiller und Göthe bezüglichen Schriften (Leben Göthe’s, Commentar zu Göthe's und Schiller’s Gedichten) befindet, über eine Neubearbeitung des größern Hoffmeister'schen Werkes mit mir in Unterhandlung zu treten. Schon in das siebente Lebens-Decennium eingerückt, hatte ich in ernste Erwä: gung zu nehmen, ob Zeit und Kräfte mir jeßt noch zur Lösung einer solchen Aufgabe ausreichen würden. Ueberdies kam zu den früher von jenen beiden Verlagshandlungen gestellten Forderungen jeßt noch die hinzu, das übergroße Volumen des Werfs auf einen engern, seiner Verbreitung günstigern Umfang zusammenzuziehen, - eine Forderung, deren Erfüllung mit der unabweislichen Pflicht, zugleich die reiche Ausbeute der neuern Forschungen über Schiller aufzunehmen, schwer zu vereinigen schien. Was mich ermuthigte, den Versuch zu wagen, war der Gedanke, der einst mich auch zur Ergänzung der (ießt gleichfalls vergriffenen) kleinern Biographie Schiller's von Hoffmeister bestimmte. Wie Vieles Andere zur Lösung der gestellten Aufgabe vor mir voraus haben mögen, so glaubte ich doch in Einem mich im Vortheil zu be:

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