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(III d.): „Der Sieger von Beaumont“ von Hesekiel, Gundelach (III b.): „Die Trommel“ von Besser und des Ober-Secundaners Hasse: „God bless the King“ von Joh. Chr. Nickels. Eine freie Rede des OberPrimaners List in französischer Sprache „über die Folgen der Erfindung des Schiesspulvers und der Feuerwaffen“ und darnach der gemeinsame Gesang der Sachsenhymne bildeten den Schluss.

Vom 23. Mai bis 30. Mai waren die Pfingstferien und vom 18. Juli bis 15. August die Sommerferien.

Am 3. August geruheten Se. Majestät der König dem Gesanglehrer Herrn Richard Müller das Ritterkreuz des Albrechtordens zu verleihen.

Am 2. September: Feier zur Erinnerung an die Schlacht bei Sedan. Vormittags fand ein Schulaktus statt. Zuerst ward gemeinsam das Lied: „Lobe den Herrn" gesungen.

Darnach hielt Herr Prof. Dr. Delitsch die Festrede. Er erzählte den Gang der Ereignisse, welche der Schlacht von Sedan vorausgingen, vom 25. August 1870 ab, und gab einen Ueberblick über die Entwickelung der Schlacht und über die nächsten Folgen derselben bis zum 2. September, indem er die Stellungen und Bewegungen der Heere auf einer grossen die Umgebung von Sedan darstellenden Wandkarte erläuterte. Nach dem Gesange des Liedes: ,Nun lasst die Glocken von Thurm zu Thurm“ wurden vorgetragen von dem Sextaner Jantsche ein Soldatenlied von G. v. Meyern Marschiren wir deutschen Soldaten" -), von den Quintanern Raschke, v. Metzsch, Beer und Netto das Heerbannlied von Herm. Lingg, von dem Quartaner Gressler J. Rodenbergs , Wohlauf, für den Rhein nach Paris“ und von dem Tertianer Richter Hesekiels Lied vom schwarzen Adler. Nachdem sodann der Ober-Primaner Rothe in einzelnen hervorragenden Zügen die Grösse der Begeisterung und Opferfreudigkeit unserer Väter in den Jahren 1813/15 geschildert hatte, ward die Vormittagsfeier mit dem gemeinsamen Gesange des Liedes: ,,Heil dir, mein Vaterland" geschlossen. Am Nachmittage versammelten sich die Lehrer und die Schüler um 2 Uhr in dem Schulgebäude und zogen von da aus nach dem neuen Schützenhause. Die weiten schönen Räume desselben hatte die Schützengesellschaft uns an diesem Tage zur Verfügung gestellt, wofür wir ihr auch an dieser Stelle unsern vollen Dank sagen.

Nachdem die Schüler auf dem Festplatze angekommen waren, sich aufgestellt und gemeinsam das Lied: „Nun deutsches Volk empor das Haupt“ gesungen hatten, wies der Direktor in einer kurzen Ansprache von neuem auf die Bedeutung des Tages hin und erinnerte an die Pflichten, welche die Grossthaten der Jahre 1870/71 uns allen auferlegen. Darauf wurden die Schüler zu den für die einzelnen Klassen bestimmten Plätzen geführt und gaben sich unter Leitung der Klassenlehrer fröhlichen Spielen hin, welche mit Koncertvorträgen und Gesängen abwechselten. Ein prachtvolles Feuerwerk am Abend und die Rückkehr in die Stadt mit Fackeln und

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bunten Lampen schlossen die Feier des nationalen Festtages. Zu den Kosten des Festes, welche sich auf 344 Thlr. 2 Ngr. 6 Pf. beliefen, trugen bei der Rath: 86 Thlr. 6 Ngr. 8 Pf., die Schüler: 230 Thlr. 2 Ngr. 5 Pf. und die Lehrer (- einschliesslich 2 Thlr. vom Herrn Direktor Prof. Dr. Wagner -): 27 Thlr. 23 Ngr. 3 Pf.

Vom 7. bis 12. September: Schriftliche Michaelisprüfungen.

Die in der dritten Septemberwoche von den Schülern für die durch Brandunglück schwer heimgesuchten Meininger veranstaltete Geldsammlung ergab den Betrag von 107 Thlr. 16 Ngr. 5 Pf.

Vom 26. September bis 3. Oktober: Michaelisferien.

Am 12. Oktober wurde dem Direktor die Auszeichnung zu Theil, dass ihm vom Königlichen Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts der Professortitel verliehen ward.

Am 25. November beging die Schule die Feier des heiligen Abendmahls in der Neukirche, an welcher ausser 22 Angehörigen des Lehrerkollegiums 126 Schüler theilnahmen. Die Beichtrede hielt Herr Diakonus Dr. Koenig, die vorbereitende Erbauungsandacht am Tage vorher Herr Oberlehrer Stoerl.

Vom 7. bis 10. December erfreute uns Herr Geh. Rath Prof. Dr. Schloemilch durch seine Anwesenheit und unterzog an diesen vier Tagen die Anstalt in allen ihren Theilen einer eingehenden Revision.

Am 22. December wurde Herr Oberlehrer Dr. Delitsch von dem Königlichen Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts durch die Ernennung zum a.-o. Professor an der hiesigen Universität ausgezeichnet.

Vom 23. December 1874 bis zum 7. Januar 1875: Weihnachtsferien.

Vom 19. bis 25. Februar: Schriftliche Reifeprüfung der Abiturienten. Es wurden von ihnen folgende Aufgaben bearbeitet:

I. Deutscher Aufsatz: „Die Jahreszeiten und die Temperamente". II. Französischer Aufsatz: „Les empereurs de la maison de Souabe“. III. Lateinische Uebersetzung: „Ueber das erste Triumvirat“. IV. Englische Uebersetzung: „Die Prosaliteratur des 19. Jahrhunderts

in England“. V. Mathematische Aufgaben:

Von einem Dreiecke ist der Unterschied der an einer Seite liegenden Winkel æ – B= 16° 18' 10", ferner sind die Abschnitte,

a = in welche diese Seite durch die zugehörige Höhe getheilt wird, р

216mm, a = 72mm gegeben. Es sollen die Seiten und Winkel des Dreiecks berechnet werden.

Welchen Inhalt hat ein Körper, welcher dadurch entstanden ist, dass ein Kreisoktant um einen seiner begrenzenden Radien eine volle Umdrehung macht?

Das Produkt der Ziffern einer zweiziffrigen Zahl ist um 22 kleiner als die zweiziffrige Zahl selbst; das Quadrat derjenigen

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Ziffer, welche die Zehner bezeichnet, ist dagegen um 18 grösser als die Ziffer, welche die Einer bedeutet. Welche Zahl ist es?

An eine Ellipse mit den Axen 2a und 26 sind zwei Tangenten gezogen, für welche die Berührungspunkte (x,y) und (x, y2) gegeben sind. Es soll die Gleichung der Geraden, welche den Durchschnittspunkt beider Tangenten mit dem Mittelpunkte der Ellipse verbindet, bestimmt werden. Wie gross ist ferner der Winkel, welchen diese Verbindungslinie mit der Hauptaxe bildet, wenn 2 a=10cm, 2b=6cm,

X 1 3cm und Y2

1,8cm ist. VI. Physikalische Aufgabe:

Ein Schlitten gleitet unter dem Einflusse der Schwerkraft auf einer schiefen Ebene herab, die mit der Horizontalebene einen Winkel von 15° bildet und eine Länge von 50m besitzt, und bewegt sich dann in horizontaler Richtung weiter. Nach wie viel Sekunden wird er stehen bleiben und wie viel Meter wird er zurücklegen, der Reibungskoefficient 0,2, die Beschleunigung 9,81" beträgt und der Luftwiderstand vernachlässigt wird?

wenn

Schülerbestand.

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Von den am Schlusse des Schuljahres 1873/74 vorhandenen 591 Schülern verliessen die Anstalt zu Ostern 1874:

aus Kl. I., ob. Abth.: Albin Bauer, Ernst Goetz, Otto Michel, Wilhelm Seyffarth, Alfred Wanckel, Alfred Welcker

6 aus Kl. I., unt. Abth.: Julius Bacher, Louis Bretschneider, Eugen Leonhardt,

6 aus Kl. II a.: Georg Becker, Paul Caffier, Max Cohn, Arthur Felix, Alexander Fiedler, Max Francke, Siegmund Grossmann, Friedrich Güttner, Max Haberland, Max Klinger, Richard Krebs, Edmund Krüger, Max Kuhne, Bruno Leopold, Georg Oehme, Max Vogel

16 aus Kl. IIb.: Georg Friedrich Wilhelm Hess, Heinrich

,
Karnahl, Oscar Klinkigt, Theodor Kögel, Karl Landgraf, Paul
Richter, Friedrich Schneider, Paul Schrader, Karl Seltmann,
Arthur Weteig, Otto Ziegler

12 aus Kl. II c.: Paul Burkhardt, Oskar Langrock, Otto Mejer, Rudolf Metzner, Max Meyer, Karl Nagel, Robert Prössdorf, Hugo Reissig, Gustav Schmidt, Kurt Schmidt, Albrecht Schneider, Walter Sernau, Richard Seyring, Rudolf Urban, Adolf Werl

15 aus Kl. III a.: Albert Anders, Clemens Bang, Paul Bergmann, Arthur Friederici, Felix Fritzsch, Rudolf Haberland

aus Kl. III b.: Karl Pfotenhauer, Gerhardt Ruschpler, Heinrich Seng, Johannes Thieme, Oswald Voigtländer, Max Weidner 6

aus Kl. IIIc.: Max Herrmann, Anton Meyer, Bruno Rothgiesser

3

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6

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aus Kl. III d. : Karl Ellrich, Max Fischer, Herrmann Meissner, Paul Schumann

3 aus Kl. IVa.: Otto Franke, Max Hommel, Max Kahl, Max Kind, Robert Mittentzwei

5 aus Kl. IV b.: Paul Berger, Hermann Börner, Albert Hager, Karl Junghannss, Wilhelm Ohrtmann

5 aus Kl. IV c.: Otto List, Robert Stephan, Paul Töpelmann, Bernhard Ulich, Emil Worlitzer

5 aus Kl. IV d.: Eugen Franke, Hugo Schaaf, Wilhelm Strauss, Walther Vierling

4 aus Kl. Va.: Hugo Garbrecht, Paul Hahn, Albert Rieche 3

aus Kl. Vb.: Karl Bilz, Heinrich Karguth, Max Pohl, Oswald Thielemann, Oskar Wenck

5 aus Kl. Vc.: Max Schmidt, Wilhelm Schmidt, Moritz Werner 3 aus Kl. Vd.: Richard Geyer, Otto Göschel, Richard Schützhold 3

aus Kl. VIa.: Ernst Böttcher, Bruno Fickenwirth, Edgar Schmidt

3 aus Kl. VIb.: Max Böhme, Max Franke, Richard Scherner 3 aus Kl. VIc.: Alfred Hahn, Hugo Schaaf

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in Summa 112 so dass 479 Schüler blieben. Am 15. April 1874 kamen zu diesen 149 neue Schüler, wodurch der Bestand beim Beginne des Schuljahres sich auf 628 Schüler erhob. Durch den Eintritt von 19 Schülern im Laufe des Schuljahres stieg die Jahressumme auf 647. Nach dem Abgange von 40 Schülern bis zum März blieben gegen Ende des Schuljahres

607 Schüler.

Zwei Schüler blieben ohne Abmeldung weg, vier Schüler wurden wegen wiederholter Uebertretung der Schulordnung und zwei wegen Eigenthumsvergehen von der Anstalt entfernt. Die übrigen abgegangenen Schüler vertheilen sich ihrer ferneren Bestimmung nach folgendermassen: Universität 3, Polytechnikum 3, Malerakademie 1, Realschule 18, Gewerbeschule 6, Handelsschule 12, Gymnasium 5, Seminar 1, Handel 69, Post 2, Eisenbahn 2, Militär 1, Marine 1, Landwirthschaft 7, Apotheker 1, Buchhändler 1, Gärtner 1, Kürschner 1, Mechaniker 2, Tuchmacher 1.

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