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Vorwort.

Im nachstehenden text ist die Nürnberger handschrift nach den bei dem litterarischen verein befolgten grundsätzen widergegeben, wobei außerdem noch w in der diphthongverbindung durch u ersetzt ist und ferner im anlaut b und w entsprechend der heutigen lautlehre gegenseitig vertauscht wurden, z. b. weder für beder, bereit für wereit; bei- eigennamen wurde jedoch in letzterem falle die Schreibweise der handschrift beibehalten, z. b. Weyasit, Wagdad. Hinsichtlich der anwendung oder weglassung des Umlautes war die heutige sprechweise maßgebend. Widerholungen derselben wörter und andere offenkundige schreibfehler wurden corrigiert, z. b. tot statt rot meer, hellespandt statt helffandt, desgleichen wurden die verbesserungen der zweiten hand berücksichtigt, z. b. Sibenpurgen statt Siltenpurgen; in allen diesen fällen ist jedoch die ursprüngliche schreibung in den lesarten mitgeteilt. Die in [ ] beigefügten ergänzungen konnten meist aus den andern handschriften entnommen werden. In der Nürnberger handschrift fehlen fast bei allen kapiteln die überschriften, sowie die initialen; die ausfüllung der letzteren ergab sich von selbst, erstere wurden in der heutigen sprache neu gebildet. Die den Überschriften, bisweilen auch inmitten der kapitel am rand in ( ) beigefügten zahlen bezeichnen die kapitelnumern der ausgabe von Neumann.

[Einleitung.]

Ich Hanns Schiltperger pin von meiner heymatt außgezogen, von der stat genandt München, die da leyt in Payren, do man zalt von Crist gepurt M°CCCLXXXXIIII jar; und das ist gescheen, do chönig Sigmundt zn Ungeren in die haydenschafft zoch; und' do

6 zoch ich auß der obgenanten stat gerennesweyß mit; und pin wider zu land chomen, do man zalt von Crist gepurt MCCCCXXVH, auß der haydenschafft.

Und das ich in der zeitt erfaren han. in der haydenschafft, das stet hernach geschribenn; ich mag es aber nicht alles vorschreyben,

» das ich erfaren han, wann ich alles nicht indechtig pin; wann ich in der zeitt, und ich in der heydenschafft pin gewesen, mocht ich es nicht alles grüntlich erfaren in den landen und in den stetten, do ich gewesen pin, darumb das ich ain gefanger man was und mein selber nicht was. So hab ich kürtzlich die land und die

i» hanptstett und die wasser gesetzt, die ich dann in der zeitt erfaren han als es hernach geschrieben stet, so han ich die landt und die stette genandt noch der sprach der lande.

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1. Von dem grossen zug den chönig Sigmundt1 in die Thürckay thet ist hernach ze merckenn.

Anno domini M° CCCLXXXXIIII schickt chönigk Sigmundt zu Ungern auß in die christennhait umb hilff, wann im die hayden b grossen schaden teten in dem land zu Ungern; do kam ein groß volck im zu hilff auß allen landen. Da nam er das volck zu im und zoch zu dem eyßnen thor, das do scheydt Ungerlandt und Pulgrey und die Walachei; und do fur er über die Thonau in die Pulgrey und do zoch er für ein stadt genant Pudein, die ein hauptstat ist

io in der Pulgrey; und do kam der herre des lands und der stat' und ergab sich in des chönigs genade, da besatzt der chönig die stadt mit dreyhundert mannen gutter ritter und knecht. Und do zoch er für ein andere stat8 und do waren vil Türcken in und do lag er V tag vor; und in der stat waren vil Türcken, die wolten

Ib die stadt [nicht] geben; do treyb das statvolck die Türcken mitt gewalt auß der stat und ergaben sich dem chönig und der Türcken wardt vil erschlagen und die anderen gefangen; die selben stadt besatzt der chönig auch wpl mitt zwayhundert mannen. Do zog er für ain andre stadt die haist Schiltau 4, die man nennet in heyde

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1 Siegmund, der spätere römische kaiser, war seit 1386 könig von Ungarn. 2 Der gebieter von Widdin und Westbulgarien war Johannes Sracimir; er nannte sich zar, wie'der beherrscher des bulgarischen hauptlandes(Tirnovo), sein stiefbruder Johannes Schischman. (Jiretschek s. 321.) 3 Rahowa oder (bulgar.) Orechowo. (Jiretschek s. 355.) 4 Die versuche für den doppelnamen von Nikopolis, Schiltau, der in den deutschen ehroniken uns in verschiedenerlei form begegnet, eine erklärung zu geben, haben bis jetzt noch kein befriedigendes resultat geliefert. Die vermutung Bruuns, daß hier eine falsche lesart von »Schistow«, welche durch die form »Schiltow« bei cod. D leicht vermittelt wird, vorliege, wird von Kanitz als unmöglich nachgewiesen (Kanitz II s. 187); die annahme Aschbachs, daß der name von dem des flusses Schyll gebildet worden sei, wird durch Brauner zurückgewiesen.

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