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angelegentlicher und eifriger zu Dem, der sie euch ander» trauet hat, betet, daß Er selbst ins Mittel trete, daß Er die armen unerfahrnen Seelen vor der Gefahr der Verführung schütze, daß Er den Leichtsinn dämpfen und seine Furcht den jungen Herzen einpflanzen wolle, — betet, daß der heilige Geist sie lehre und leite, und heilige und regiere, damit sie werden mögen „Bäume der Gerech» tigkeir, und pflanzen des Herrn, zum preise (Zes. S1, s,). Und wenn wir Diener Christi, bey Junge» und Alten, unter den tausend Hindernissen, die wir nicht zu beseitigen wissen, ermatten möchten; o! so wollen auch wir gedenken, daß wir im Namen Jesu Christi unserer Anbefohlenen Nothdurft, und unsere Sorge um sie, getrost und zuversichtsvoll dem Vater befehlen können, der uns Erhörung verheißen hat, und da wollen wir Ms denn ja nicht lassen den Muth darnieder schlagen, wohl aber uns zu größerm Ernste im Gebet ermuntern und beten, wie für die Heerde im Ganzen, so für das Einzelne insbesondere, um welches eben uns bange seyn will, und gewiß! wir werden es, bey rechter Treue in dieser heilig gen Christenpflicht, erfahren, daß das Verheißungswort des Herrn: „Xvas ihr den Vater bitten werdet, m meinem Namen, das wird iLr euch geben," noch heute erfüllet wird. Und fo bete denn auch ein Jeder für seine Angehörige, für seine Lieben, die, in der Ferne von ihm/ keinen andern Dienst seiner Liebe empfangen können -» ja seine Feinde auch lasse Ieglicher, der Christum kennt, nach Iesu, unsers Herrn, Gebot, an seiner christlichen

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wir es nicht schon hier erfahren sollten, einst dort mit Staunen erkennen, was Kinder Gottes mit ihrem Gebete ausrichten konnten, und welche Hülfe und welchen Segen sie vielleicht da, wo sie's am wenigsten dachten, von oben herab gezogen haben. Und nun noch Eins: Wollen wir denn nicht die hohe Gnade, daß wir, im Namen Jesu, mit jeglicher Bitte zu dem Vater im Himmel kommen dürfen, auch sonderlich für „nstrnRömg, unsere Obrigkeit und unser Vaterland nutzen? Ach! laßt unS das ja nicht versäumen! Es scheint an solchen Betern sehr in dieser Zeit zu fehlen, und das, meine Lieben! ist ein Schade, der mehr bedeutet, als Mancher denken möchte. Laßt es uns darum, wo wir hieriu vielleicht auch lässlg gewesen sind, mit demuthsvoller Reue erkennen, aber auch von heute an in dieser heiligen Christenpflicht uns desto eifriger zeigen, wie uns ja auch ausdrücklich das Wort Gottes ermahnt, zu thun Bitte, Gebet und Fürbitte für alle Menschen, insonderheit „für den Röntg und alle Obrigkeit, daß «?ir unter ihnen ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit." Denn solches ist gut — sagt der Apostel — dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heilande. (1 Tim. 2,1 — 3)

Wem denn nun aber Beten eine Sache ist, aus welcher er nichts macht, der möge nur ja nicht denken, daß er mit seinem Christenthume vor Gott bestehen könne. Wie sollte denn der ein Jünger Christi, ein Kind Gottes in Wahrheit seyn, der von dem theuersten Vorrecht, das Kinder Gottes haben, Gebrauch zu machen verschmaht!

Es Es kann indeß ein solcher auch nicht beten — denn er kennt so wenig den Vater, als den Sohn, durch welchen man allein zum Vater kommen und den Vater finden kann. Und wenn der „Geist des Gebets," da, wo er sich bey einem Menschen findet, so gewiß ein Zeichen des höhern Seelenlebens ist; so gewiß das leibliche Odemholen ein Zeichen des natürlichen Lebens ist; so darf man dreist von allen Gebetsverachtern sagen, daß sie noch geistlich-todt sind und „entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist."— Möge Christus sie erleuchten! daß sie noch von der Finsterniß zum Licht, vom Tode zum Leben kommen! mögen sie bald auch mit Freuden rühmen lernen „mir ist Barmherzigkeit rviderfahren!" (iTim. 1, is.) — in Christo bin auch ich zu einer neue» Creamr geworden (S Cor.S, 17.), und sein Geist giebt Zeugniß meinem Geist, daß ich ein Kind Gottes bin. (Röm. s, 16.) So habe ich nun auch den kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abb«, lieber Vater! ^(Röm. 8, 16.), und weiß gewiß, was ich auch von dem Vater, im Namen Jesu Christi, bitte> das will und wird Er mir geben. Hallelujah. Amen!

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Am Feste der Himmelfahrt Christi.

Einleitung: Der Name des heutigen Festes, Geliebte! deutet uns schon an, womit wir heute unsere Andacht zu beschäftigen haben. An Iesnm Christum

namnämlich, de n Anfanger und Vollender unsers Glaubens, erinnert uns die heutige Festesfeyer, und zwar an seinen Abschied von der Erde, die Ihn in tiefster Erniedrigung' gesehen, und an seinen Eingang in die Herrlichkeit, wo Er, als Mensch, für seine Erniedrigung und seinen Gehorsam bis zum Tode, zur Herrschaft über Himmel und Erde von Gott erhoben ist. Welch'ein Wechsel! meine Geliebten! — vom Kreuz zum Thron im Himmel, und von der tiefsten Schmach zur höchsten Majestat und Herrlichkeit! So feyern wir denn heute ein hohes Siegesund Iubelfest, und ermuntern uns mit einzustimmen in den Preis des Menschensohnes, der für uns starb und für uns lebt, „erhöhet über alle Fürsienthümer, Ge, walt, Macht, Herrschaft und über alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser VOelt, sow dem auch in der zukünftigen." — Aber wie? Geliebte! Soll denn der hocherhabene, der göttlich verherrlichte König der Welt, den alle Engel anbeten, in seiner himmlischen Herrlichkeit wohl unserer eingedenk seyn? ?— Müßten wir hieran zweifeln, dann wäre die Feyer dieses Festes ohne Bedeutung für uns, ja trauern möchten wir dann vielmehr, daß doch die arme Menschheit nur eine ganz kurze Zeit des Glückes genießen durfte, den Herrn der Herrlichkeit, den göttlichen Freund der Elenden, den Helfer aller Hülfsbedürftigen, den unaussWechlich liebenden SünderfreundHn ihrer Mitte zuhaben. Aber nein! Geliebte! der Abschied Iesu von unserer armen Erde, diesem Wohnplatze so mannigfachen Elends, das durch die Sünde gekommen, darf

keinesweges von uns betrauert werden. Denn ob wir auch den Heiland nicht mehr sehen; so haben wir Ihn doch; und eben, weil Er im Himmel lebt; so kommt's auf uns nur an, und wir können an Ihm noch größere Freude haben, als jene Menschen, vor deren Augen Er sichtbar wandelte. Denn lebt Er nicht auch in der Herrlichkeit für uns? und wenn Er alle Gewalt im Himmel und auf Erden hat (Matth. 28,18.), gehört Er darum nicht noch immer unserm Geschlechte an? — So kann Er auch unmöglich seines Geschlechts auf Erde n vergessen — und Ieder, der den Menschennamen tragt, der dem Geschlechte angehört, deß Haupt und König Jesus ist, darf sich versichert halten, von seinem Haupt und König nicht nur gekannt; sondern auch mit unaussprechlicher Liebe auf das genaueste und unaufhörlich beachtet zu werden. Da liegt uns denn nun aber die Frage nahe, was der zum Himmel erhöhete Iesus wohl eigentlich den Menschen auf Erden sey, und wie wir das Verhaltniß uns zu denken haben, in welchem wir selber zu Ihm stehen. Und davon, meine Geliebte! gedenke ich denn in dieserAndachtsstunde, sofern der Herr mir Gnade verleiht, ein Mehreres zu euch zu reden.

Ev. Mar« 16, 14 —so.

Die große Begebenheit, Geliebte! zu deren Andenken das heutige Fest von uns gefeyert wird, finden wir in den kurzen Worten des heutigen Evangeliums erwähnt: „Der Herr, nachdem Er solches mit ihnen (den Iüngern) geredet hatte, ward Er aufgehoben

gen

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