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as Zeugniß bey dem Herrn, daß wir mit Ihm in einer wahren Gemeinschaft stehen, Glieder seines Leibes, Genossen seiner einen wahren Kirche, oder der Gemeinde der Heiligen sind, die da von Ihm, als ihrem Haupte, allen höhern Lebenstrieb und alle geist

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zu bestimmen, woran denn die zu erkennen seyen, die der so eben näher bezeichneten Einen wahren Rirche des Herrn als Glieder angehören.

Hier empfangen wir nun den sichersten Bescheid vom Heiland selbst, wenn Er im Evangelio sagt: „wer mich liebr, der wird mein Vvorc haken." Da werden uns 2 Hauptkennzeichen genannt, die sich bey Jedem, ohne Ausnahme, finden müssen, der, irgendwo auf Erden,, der einigen wahren Kirche Christi anzugehören mit Grund der Wahrheit sich trösten will. So verschieden demnach die Glieder dieser Einen wahren Kirche des Herrn in allen Uebrigen scyn mögen; doch — was die Hauptsache und das Wesen des wahren Christenthums betrifft — besteht unter ihnen allen die vollkommenste Übereinstimmung. Alle namlich kommen sie

1.) darin überein: „ sie haben Iesum lieb." — Das heißt nicht etwa nur, sie haben einen Gefallen an Ihm, womit sich immer noch vertragt, daß matt hie oder da,

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m Wort abweicht. Nein, meine schieht, da kann die rechte Liebe zum Herrn unmöglich seyn. Darum, wenn Jesus hier, im Evangelio, spricht: „wer mich liebt, der wird mein worc halren;" so giebt Er damit deutlich zu erkennen, daß es Ihm lange noch nicht genüge, wenn man an Ihm, an seiner Person, an seinen Thaten, oder an seiner Lehre, ein Wohlgefallen habe, so daß man gern mit deren Betrachtung sich beschäftigt, auch wohl, bey solcher Beschäftigung nicht ohne Rührung bleibt. Wir wollen freilich dergleichen Rührung keinesweges verachten, in jedem Falle ist sie der stumpfen Gleichgültigkeit und Herzenshartigkeit bey weitem vorzuziehen; nur zum entscheidenden Kennzeichen, daß man mit Christo, als ein Glied mit feinem Haupte, vereinigt fey, und feiner unsichtbaren Kirche, ? der Gemeinde der Heiligen, angehöre, dürfen wir ze, oft durch das Temperament erzeugte, oder aus , . gewissen natürlich weichen Gemüthsart herzuleitende leichte Erregfamkeit des Gefühls doch nicht erheben. So lehrt auch die Erfahrung, daß folche leicht gerührte, ja bis zu Thranen gerührte Seelen nicht weniger empfanglich für die entgegengefetzten Eindrücke sind, It mit ihrer Lust und die Sünde mit ihrer flüchtige Gemüther zu machen pflegt, die .. auch, in einer Gleichnißrede des Herrn, mit einem felsigen Erdreich verglichen werden, da zwar der eingestreute gute Saame schnell genug emporwachst, aber, bey eintretender Sonnenhitze, auch eben so schnell ver

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dorret, darum, daß seine Wurzeln nicht in die Tiefe ge"hen, weßhalb es ihnen denn bald an Saft und Nahrung gebrechen muß. Es ware demnach sehr übereilt geurtheilt, wenn man die leichte Erregbarkeit des Gefühls bey Her Betrachtung der Person oder der Lehre Jesu, sofort und ohne Weiteres für ein Zeichen nehmen wollte, daß wahr? Liebe zu Iesu bereits im Herzen wohne. Denn wenn der Heiland hier ausdrücklich sagt: „Wer, mich liebr, der wird mein Wsrrhalren;" so merkt man wohl, daß Er mit diesen Worten Leute bezeichnen will, deren Aerz und deren Liebe nicht mehr am Etteln und Verg«nglichen hange, indem sie einen höheren Gegenstand für ihre Liebe gesunden haben, namlich den Herrn, den göttliches Erbarmen un^ göttliche Liebe getrieben Hat, für sie Hey . Thron des Himmels zu verlassen, um ihre Süch^H das Lamm Gottes, zu tragen > und ihnen mit seinem blutigen Martertod das Leben in der Herrlichkeit, ja eine himmlische Krone zu erwerben. Diefe, allen Verstand weit übersteigende, und wahrhaft göttliche Liehe, W ihnen das Herz genommen , seitdem ihnen, durch den heiligen Geist, die Augen geöffnet sind, den Herrn als ihren Heiland zu erkennen, und seit das Herz ihnen aufHethan ist, das Wort von seinem Kreuz, vonseinerLie? be bis zum Tode zu verstehen, der sie es einig und allein verdanken, daß sie sich ihrer vollkommenen Begnadigung Hey Gott, des Kindschaftsrechts bey Ihm, und der ge? wissen Hoffnung einer ewigen Herrlichkeit mit völliget Glaubenszuversicht getrösten können. Freilich aber ist's menschliche Vernunft und Kraft bey weitem nicht, durch

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welche der Mensch, als armer, schuldbeladener, von Gott entfremdeter Sünder, zu solcher seligen Glaubensfreude sich zu erheben vermöchte. Die wirkt vielmehr und schafft der heilige Geist, indem er Christum also in dem Herzen verklart, daß sich die Seele zu Ihm hingezogen fühlt, als ihrem göttlichen Versöhner und Sündentilger, der sie geliebt hat und sich selber für sie darqegeben. Wem denn null aber der heilige Geist dies offenbart, daß ihm das Wort von Christi Kreuz, das bey der Welt eine Thorheit und ein Aergerniß ist, als göttliche Weisheit und göttliche Kraft das Herz gefangen nimmt, wer demzufolge in dem für ihn erniedrigten, für ihn gestorbenen, am Kreuz gestorbenen Herrn der Herrlichkeit, seinen Gott und seinen Bruder erkennt, der )orben und gewonnen hat von aller Sünde, vom

Teufels, und

einen unermeßlichen Preis, mit, Blut, und seinem unschuldigen bittern Leiden und Sterben; und nun, als König aller Könige und Herr aller Herren, dort auf dem Throne der Majestät in der Höhe, für ihn, den Er mit Namen kennt, mit einer Liebe forgt, wovon die zartlichste Mutterliebe nur ein ganz schwaches Abbild ist — ein solcher kann denn seinen göttlichen Er de zuvorgekommen und Ihn, weit über alles, lieben, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Da hat man nun seine beste und höchste, ja seine ganze Freude an Ihm, dem immer nahen, immer gegenwartigen, dabey dem machtigsten und zuverlassigsten FrenH</^ Ihm hat man nichts zu verbergen, als der ja jeden seiner Erlösten auf das vollkommenste, von außen und innen, also auch jedes seiner geheimsten Gebrechen und jeden, auch den leisesten Wunsch des Herzens schon von selbst erkennet. Wen könnte darum der glaubige Christ wohl lieber zu seinem Herzensvertrauten wählen! Und so ist darum auch das herzlichste und unbedingteste Vertraue n zudem Herrn, zu dem gekreuzigten und doch lebendigen, und über alles erhöheten Heiland — ein Vertrauen, wie man's zu keinem Menschen, selbst seinen Geliebtesten, nicht haben kann, — bey allen denen, in deren Herzen die wahre Liebe zu Iesu ist, und solches Vertrauen nährt wiederum diese heilige Liebe, so daß der Herr de n Seinen, die Ihn einmal erkannt, in Ihm ihr Herz gestillt und seiner Liebe genossen haben, je langer je unentbehrlicher wird. Da ist denn ihrer aller erster und innigster Herzenswunsch: Herr! wenn ich nur dich habe! Und wenn Er käme, und fragte Jeden derer, die da zu seiner wahren Kirche gehören, wie sie vorher beschrieben ist, — so wie Er einst den Petrus fragte: — „Hast du mich lieb?" — so müßte Ieglicher von ihnen, auch selbst der Schwächste nicht ausgenommen, mit völliger Zustimmung seines Herzens Ihm, dem allwissendenHerzenskündiger, antworten können, wie Petrus dort: „Herr! du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe." (Joh.SI, 17.) — Wohlan, Geliebte! die ihr euch ja zum Namen des Here n bekennt, hier prüft euch wohl! Wie steht's mit euch? Vor dem Herrn hilft kein Verstellen und kein

Heu

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