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FONTES RERUM AUSTRIACARUM.

ESTERREICHISCHE GESCHICHTS-QUELLEN.

HERAUSGEGEBEN

VON DER

HISTORISCHEN COMMISSION

DER

KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN IN WIEN.

ZWEITE ABTHEILUNG.
DIPLOMATARIA ET ACTA.

XVIII. BAND.

URKUNDEN DER BENEDICTINER-ABTEI U. L. F. ZU DEN SCHOTTEN IN WIEN.

VOM JAHRE 1158 BIS 1418.

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AUS DER KAIS. KÖN. HOF- UND STAATSDRUCKEREI.

1859.

URKUNDEN

DER

BENEDICTINER-ABTEI

UNSERER LIEBEN FRAU

ZU DEN SCHOTTEN IN WIEN.

VOM JAHRE 1158 BIS 1418.

HERAUSGEGEBEN

VON DEM CAPITULARPRIESTER UND ARCHIVAR

Dr. Erneft Hauswirth.

WIEN.

AUS DER KAIS. KÖN. HOF- UND STAATSDRUCKEREI.

1859.

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Vorwort.

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Der Benedictiner - Abtei U. L. Fr. zu den Schotten in Wien war das dankenswerthe Glück beschieden, mit dem Jahre 1858 das siebente Jahrhundert ihres Bestehens zu vollenden. Die doppelte Wirksamkeit der geistlichen Körperschaft dieses uralten Gotteshauses — für die Pflege der Religion und Wissenschaft — verpflichtete zu einer doppelten Feier des hocherfreulichen Ereignisses, zu einer religiösen und wissenschaftlichen. Alle Sorge wurde der religiösen Feier zugewendet, wie sie nur aus der tiefen Überzeugung, dass an Gottes Segen alles gelegen, hervorgehen kann; und diese Feier ward in den ersten acht Tagen des Monates Mai in würdevoller Weise begangen. Dabei blieb die Absicht einer literarischen Begehung des seltenen Jubiläums nicht ausser Acht; sie sollte durch die Publication von auf das Stift bezüglichen Schriften ihren Ausdruck erhalten.

Da mir die Obhut über das Archiv der Abtei anvertraut ist, so erhielt ich von meinem hochwürdigsten Abte den Auftrag, das Gedächtniss der Vergangenheit in einer geschichtlichen Arbeit zu erneuern, und diesem Auftrage suchte ich durch den „Abriss einer Geschichte der BenedictinerAbtei zu den Schotten“ (Wien 1858, 4", 166 S., in der Mechitaristen-Congregations-Buchdruckerei), dessen Herausgabe zunächst für die Mitglieder, Gönner und Freunde unseres Stiftes bestimmt war, nach Kräften zu entsprechen. Zugleich aber war ich schon seit geraumer Zeit lebhaft mit dem Gedanken

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beschäftiget, wie der nicht uubedeutende Vorrath unserer mittelalterlichen Urkunden für die vaterländische Geschichte nutzbar gemacht und dem regen Forscher- und Sammlergeiste der Jetztzeit auch seitens unserer Abtei die schuldige Rechnung getragen werden könnte. Wiewohl mir behufs dieser Absicht die Regestenform vorschwebte, so unterordnete ich doch bald meine Ansicht dem gewiegten Crtheile eines gefeierten Fachmannes, welcher jetzt leider schon – und viel zu früh – der vaterländischen Geschäftsforschung entrissen ist. Der hochverehrte Gelehrte hielt dafür, es sei am zweckmässigsten, die älteren Documente unseres Archives in rollständigen und genauen Abschriften zusammenzustellen und in dieser Form zur Veröffentlichung bereit zu machen. So entstand denn, gleichfalls als ein bescheidener Beitrag zu unserer Jubiläumsfeier, vorliegendes Urkundenbuch.

Was man auch von mancher Seite über das Aufhäufen von historischem Materiale sagen mag, eine gediegene, möglichst kritische und vollständige Darstellung der Vergangenheit wird desto sicherer erzielt werden können, je mehr und mannigfaltigere Quellen dem Geschichtschreiber zu Gebote stehen. Die einzelnen kleinen Quellen wachsen durch ihren Zusammenfluss zu dem gewaltigen Strome der Geschichte an.

Übrigens dürfte die gegenwärtige Sammlung um so mehr eine Berechtigung haben, als gerade unser Stift, obgleich einzelne seiner Urkunden in verschiedenen Werken abgedruckt sind, bisher noch keine vollständige und zusammenhängende Herausgabe seiner älteren Archivsschriften hatte erscheinen lassen, und als zudem auch der Wunsch darnach vielfach von berufenen Stimmen ausgesprochen wurde, indem man sich der Erwartung hingab, es würde durch eine derartige Veröffentlichung manches schätzenswerthe Materiale für die Geschichte des Landes und der Hauptstadt gewonnen werden.

1 SO

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