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grenzte und manche urkunden wegen dieser Srenzverhiiltnisse in miser urkundenbuch aufgenommen zu werden verdienen. nie verchensche Matrikel war friiher nur aus von lii-egeris Abschrift bekannn welche Masselbach in der vorrede lzu seinem und liosegartenis codex Pomeraniae dip1omaticus. S. xxma beschrieben hat. Meuerdings aber war flasselbach so gliioklich1 in der vormals Adelungischen Sibliotheh welche von der qesellschaft fiir pommersche Seschichte und Alterthumskunde angekauft ist1 in einem Pergamenthefte von se quartbliittern den griissten rPheil des originals jener Matrikel zu entdeckem Mur fiir PoL SS-zlfi bleibt noch v. bregerys Abschrift die quellen S. die Mote im ood. Pom. dipl.. L S. 111

von den geistlichen kitterorden steht sowohl wegen seiner Mitwirkung bei der Sermanisirnng unsers Landes1 als wegen des umfanges seiner meklenburgischen Siiter obenan

der 1ohanniter-orden. bie Seschichte der Priorei liixen und der comthureien liraaka Mirow und Memerovv cmit eardowj war friihera da sich iiber dieselben in meklenburgischen Archiven nur ganz vereinzelte urkunden befindenj so gnt wie nnbekannta bis es dem Archivrath Lisch gelanga von den betretfenden urkunden des Sonnenburger ordens-Arc11ivs. die damals in das Staats-Archiv zu Serlin gebracht warena in dem jahre 1SS1 Abschriften zu nehmen. bamach hat derselbe die Seschichte und die urkunden jener lSesitzungen in den lahrbiichern gegebena die von liraak und liixen in lii 11 S. 1 f. und 1g1 f.a die von Mirow in lii 111 S. bl f. und SlS f.. mit einer Portsetzung in Sd. 1x. S. ov f.a und die von Memerow fund Sardowj in liil 1x1 S. PS f. und me f.

Auch die Livliindischen Schwertbriider erwarbenv wie Lisch in lahrb xm S. 1S f.. erwiesen hata friih ein aut in Meklenburg1 nimlich vorwerk bei bassowa und die nitter von nobrin den liof Sellin bei Meuklosten fvgL a. a. o. S. 11 fj Piese letztere Sesitzung ward friih veriiussert ts unsere Mn bllL und die erstere ging bei der vereinigung der Schwertbriider mit dem

beutschorden auf diesen iiber. war der Srundbesitz dieser orden in Meklenburg bis dahin nur geringe gewesen1 so gewann er bald cvor meæ einen bedeutenden umfang. lals der beutschorden die oomthurei krankow erwarb und diesen Pesitz noch durch das ordenshaus in wismar erweiterte. nie Seschichte auch dieser comthurei hat Lisch in lahrb xlvi S. lii fw entwickelt und daselbst S. 1g1 f. die llrkunden theils nach Abschriften im aen und Maupt-Archive zu Schwerinj theils nach originalen zu wismar und den Abdriicken in Schrtiders Papistischem Meklenburg mitv getheilh nie liotfnungs in v. Sungeis Liv-1 lilsth- und curliindischem urkundenbuche iiber diese unter dem livliindischen Landmeister stehende comthurei noch neue urkunden anzutreffem ist vergeblich gewesen

bagegen sind in diesem Suche iiber die spiiteren freundlichen und feindlichen Seriihrungen des beutschordens mit Meklenburg mancherlei Sriefe bekannt gemachg welche wir in unser urkundenbuch aufzunehmen gedenkem

Die Stadtkirchen Meklenburgs erfreueten sich in der katholischen Zeit zum Theil nicht unbedeutender Besitzungen und Renten, und die Documente über dieselben waren nach mancherlei Andeutungen und nach Registraturen, welche bei Kirchenvisitationen angefertigt wurden, ziemlich zahlreich. Doch sind diese Urkunden, seitdem sie durch die Reformation ihren Werth grösstentheils verloren hatten, im Laufe der Zeit, theils durch Vernachlässigung, theils durch Feuersbriinste, sehr vermindert. Die KirchenArchive, welche eine namentliche Aufführung verdienen, möchten etwa folgende sein.

Friedland. Die Marienkirche zu Friedland ist noch selbst im Besitze eines kleinen Theils ihrer Urkunden aus dem Mittelalter, aber die meisten der Friedländischen geistlichen Urkunden, gegen hundert, sind in das Urkunden-Archiv auf der Bibliothek zu Neustrelitz gebracht. Von manchen dieser geistlichen Urkunden hat F. Boll in seine Geschichte des Landes Stargard theils den Wortlaut, theils kurze Inhaltsangaben aufgenommen.

Ueber die Kirche zu Gadebusch ist eine Sammlung von etwa 30 Urkunden im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin vorhanden. i

Die Pfarrkirche zu Güstrow besitzt noch etwa 120 Urkunden, welche seit langer Zeit in der Rathsregistratur daselbst aufbewahrt werden. Keine unter diesen gehört noch dem 13. Jahrhunderte an. Ueber ein Diplomatarium des Pfarr-Archivs vgl. weiter unten den Abschnitt über die Güstrowschen Stadturkunden.

Die Parchimschen Kirchenurkunden (von denen der Archivsecretär Dr. Beyer uns die Abschriften für unser Urkundenbuch zugesagt hat) sind zahlreicher, als man erwarten möchte. Es liegen ihrer m'ehr als 400 im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin. Manche andere auf Vicareien bezügliche Urkunden werden unter den Stadturkunden in der Rathsregistratur zu Parchim aufbewahrt.

Die Rostocker Kirchen erwarben, wie die Bedeutung der Stadt es schon vermuthen lässt, Güter und Renten in grosser Zahl, und folglich auch viele Urkunden. Ein Theil dieser Kirchenurkunden ist jetzt vereint in der Kirchen-Oeconomie zu Rostock, wo sie, nach langer Vernachlässigung, durch den Oonsistorialrath Mejer gesammelt sind und jetzt aufmerksam behandelt werden. Für die erste Abtheilung unsers Werkes (bis zum Jahre 1300) ist diese Sammlung zu Rostock übrigens ohne Werth. Dagegen finden sich im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin unter den Urkunden des Dom-Stiftes zu St. Jacobi, wie schon S. XXIII bemerkt ist, noch einige ältere Rostocksche Kirchenbriefe und viele aus dem 15. Jahrhunderte, theils im Originale, theils im Copialbuche des Dom-Stifts. p

Die Wismarschen Kirchenurkunden, so weit sie sich noch in Wismar befinden, werden nicht mehr in gesonderten Kirchen-Archiven aufbewahrt, sondern liegen mit den Urkunden der andern geistlichen Stiftungen dieser Stadt bei den Stadturkunden auf dem dortigen Rathhause. Abgesehen von den ältesten Urkunden des Hauses zum Heil. Geist, welche, wie weiter unten n‘a'her angegeben werden soll, mit den ältesten Stadturkunden in dem Wismarschen Privilegienbuche stehen, haben sich aus älterer Zeit nur sehr wenig Wismarsche geistliche Urkunden erhalten. Reichlicher werden sie im 14. Jahrhundert, die meisten gehören jedoch erst dem 15. Jahrhundert an. Ihre Gesammtzahl beträgt etwa 800. Doch ist ihr Werth nicht eben bedeutend, da die Mehrzahl, wie es auch in Kirchen-Archiven anderer Städte zu sein pflegt, aus Rentenbriefen und aus Urkunden für einzelne Vicareien besteht. Dazu kommen dann noch ein paar Diplomatarien und Register aus dem 15. Jahrhundert, welche auch nicht sehr werthvoll sind. Die Bearbeitung dieses Archivs hat Dr. Crull übernommen.

Die Sammlung von Wismarschen Kirchenurkunden im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin zählt 120 Nummern, doch besteht dieselbe kaum zur Hälfte aus Originalurkunden, und dieälteste von diesen ist erst im Jahre mas ausgestellt.

Von den übrigen Stadtkirchen sowie von den Landkirchen besitzen nur noch wenige eine oder einige Urkunden, und in der Regel nur jüngere Briefe über Schenkungen, Vicareien und Renten, während gerade die wichtigen Stiftungs- und Be— widmungs-Urkunden nur in sehr wenig Fällen erhalten sind. Einen an sich sehr ungenügenden, unter diesen Umständen aber doch immer sehr erwünschten Ersatz für den Verlust vieler Pfarr—Archive bietet die Sammlung von Kirchenurkunden im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin, welche freilich nur zum geringsten Theile aus Originalen, zum bei weitem grössten Theile aus jüngeren, theils beglaubigten, theils unbeglaubigtcn Abschriften besteht, die nach und nach aus Acten und besonders aus Visitations-Protocollen zusammengebracht sind. Diese, werden, so weit sie sich für unser Urkundenbuch eignen, vom Dr. Wigger bearbeitet.

II. Weltliche Urkunden.

Die Staats- und fürstlichen Hausurkunden nehmen unter den weltlichen Urkunden wegen ihrer Zahl und wegen ihrer Bedeutung die erste Stelle ein. Die— jenigen unter ihnen, welche für meklenburgische Fürsten ausgestellt sind, bilden, wie S. VIII f. weiter ausgeführt ist, den Stamm des Geh. und Haupt-Archivs zu Schwerin. Ihre grosse Anzahl nöthjgte die in Schwerin wohnhaften Mitglieder der UrkundenbuchsC0mmission, sich in die Bearbeitung derselben zu theilen. Die Urkunden, Welche von unsern Fürsten für auswärtige Fürsten und Städte gegeben sind, befinden sich natürlich auch jetzt noch mit ganz geringen Ausnahmen in auswärtigen Archiven. Glücklicherweise sind die Urkundenbücher der Nachbarländer, mit welchen unsere Fürsten vorzugsweise in Verkehr gestanden haben, mit Ausnahme des pommerschen, bereits so weit herausgekommen, dass wir hoffen dürfen, aus diesen die noch vorhandenen Urkunden unserer Fürsten bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts einigermassen vollständig sammeln zu können.

Da die auswärtigen Besitzungen meklenburgischer Regenten nicht unberücksichtigt bleiben dürfen, so werden auch die Urkunden über die überelbischen Besitzungen der Srafenl von Schwerin in unser urkundenbuch aufgenommem 1m Seh und flaupt-Archive zu Schwerin iinden sich ausser einer sehr werthvollenwLel-mmled raus dem lahre menip auffallend wenig urkunden iiber diese Pesitzungena uid zwar nur spitea so dass es zweifelhaft bleibta ob diese Abtheilung des griiiiich schwerinschen Archivs mit den vrkunden iiber die arafschaft Schwerin an den Merzog Albrecht ausgeliefert worden ist. 1ndessen durfte im lahre 1SS11 als eine grosse Anzahl von liloster-Archiven aus dem Liineburgischen bei dem weiland Landschafts-birector Preiberrn von liodenberg zu Liineburg vereinigt laga unterstiitzt von der Sefzilligkeit dieses rastlosen urkundenforschersy der Archivrath Lisc-h eine betriichtliche Menge von urkunden iiber die liesitzungen der Srafen von Schwerin im Liineburgischen aus den originalen abschreiben biese dem Seh. und naupt-Archive zu Schwerin iibergebene Sammlung ist spiiter durch einige Abschriften des Auditors Miihlmann aus originali urkunden zu Stade und durch die vom Archivrath Srotefendj dem geschbltzten und thitigen correspondirenden Mitgliede unsers vereinsy in dem hannoverschen Archive angestelltena 1eider nicht sehr ergiebigen Machforschungen noch etwas erweitert Aus der trefliichen Abhandlung des Ministers Preiherrn von flammerstein iiber diese liesitzungen und die Meimath der Srafen von Schwerin f in der zeitschrift des histon vereins fiir Miedersachsem 1Sb11 und auszugsweise in unserm jahrh xxvya welche vomehmlich auf jener Sammlung von Abschriften beruhta sind die topographischenl Machweisungen fiir unser urkundenbuch mit bank benutzt worden. .

Stiidtische vrkundem bie Mehrzahl der meklenburgischen StL-idte hat das tngliick gehabty bei den zahlreichen Peuersbriinstem von welchen sie im Laufe der letzten lahrhunderte heimgesucht sinda ihre kaths-Archivey urkunden und Stadtbiicher zu verlierem rfrotzdem aber ist die Summe der stiidtischen urkundena welche wir in anser urkundenbuch aufnehmen kiinnenv griissera als man hiernach erwarten sollte. has aen und Plaupt-Archiv enthiilt niimlich eine grosse zahl von solchenj freilich nicht in originaleny sondern in Abschrifteny we1che1 bald beglaubigtv bald ohne Seglaubigungg entweder aus Acten genommeny oder wenn die Stiidte bei lluldigungen und andern Selegenheiten neue Sestiitigungen nachsuchtena nach den originalen angefertigt sind. lis ist dies die Sammlunga welche der Seh Archivrath lilvers cder Aelterej miiglichst vervollstindigt und repertorisirt haty um dem lin li P. lSouchholtza wie S. lv erwiihnt ista ihre Senutzung fiir die beabsichtigte herausgabe der stiidtischen Privilegien zu erleichtem. lhre Searbeitung fiir das Meklenburgische urkundenbuch ist dem lin wigger lzugefallem llieselbe wird dadurch erschwerta dass die Abschreiber der niedersiicbsisch abgefassben urkunden fast nie die alte Sprache treu bewahrt haben. Sieht selten hat man auch der genauen wiedergabe lateinischer llrkunden ungeschicktej kaum verstiindliche uebersetzungen vorgezogem - Sliicklicherweise haben die griisseren meklenburgischen Stiidtey mit Ausnahme von Schweriny einen rPheil ihrer Lyrkunden auf die Segenwart gerettet. einige anch ansehnliche Stadtbiichen wir bemerken iiber die noch erhaltenen stidtischen Archive Polgendea

Friedland besitzt in seinem Stadt-Archive noch eine Anzahl alter Urkunden. 13 von diesen hat Boll in seiner Geschichte von Stargard nach Originalen, und 12 andere nach einem Copialbuche der Stadt Friedland mitgetheilt. '

Gadebusch. Die Urkunden, welche diese Stadt in ihrem alten Rathhause noch aufbewahrt, hat der Archivrath Masch für unser Urkundenbuch abgeschrieben. Leider ist die älteste Urkunde der Stadt Gadebusch, unsere Nr. Slba nur in jungen und wenig übereinstimmenden Abschriften erhalten. (Vgl. die Note zu dieser Nummer.)

Grabow besitzt in seinem Raths-Archive noch mittelalterliche Urkunden. Fünf unter diesen gehören noch dem 13. Jahrhunderte an und sind deshalb allein bisher zur Bearbeitung erbeten und von dem Bürgermeister Flörke mit dankenswerther Gefälligkeit zur Einsicht verstellt. Drei jener 5 Urkunden sind am 1. Januar 1252, am 25. Januar 1259 und am 1. Mai 1288 von dem Grafen Volrath von Danneberg ausgestellt, die beiden andern am 29. Juni 1288 und am 14. April mss von dem Markgrafen Otto von Brandenburg. Alle fünf sind aber. unecht, wie auf den ersten Blick zu sehen ist. Die Handschriften in denselben sind freilich verschieden, gehören aber alle der Mitte, oder erst der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts an; ins 13. Jahrhundert können sie sicherlich nicht gesetzt werden. Die Handschrift der ältesten Urkunde ist am aufl'allendsten, sie scheint nämlich eher aus dem Ende, als aus dem Anfange des 14. Jahrhunderts zu stammen, und sie ist dabei sehr gezwungen und gekiinstelt. Das Pergament aller fünf Urkunden, namentlich aber der ältesten, ist durch Rauch leicht gebräunt, sei es absichtlich, oder sei es bei einer Feuersbrunst geschehen. Völlig erwiesen wird die Unechtheit durch die Siegel. Es fällt schon auf, dass alle fünf Urkunden, obgleich zu sehr verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Personen ausgestellt, ganz gleiche, breite Siegelbänder von Pergament tragen. Ferner ist das Wachs aller fünf Siegel ganz gleich, hart und von einer unbestimmten, schmutzig braunen Farbe, als wäre es vor dem Gebrauche durch Rauch gebräunt. Von dem Siegel des Grafen Volrath von Danneberg findet sich im Geh. und Haupt-Archive zu Schwerin kein Exemplar; aber es ist bekannt aus den Abbildungen bei Harenberg, Chron. Gandersh. p. 1394, und bei Rehtmeier, Braunschw. Lüneb. Chron. I, p. 506; und ein Exemplar desselben an einer Originalurkunde vom Jahre 1260 im königlichen Archive zu Hannover stimmt mit den drei wohlerhaltenen Siegeln an den Grabowschcn Urkunden so genau überein, dass man das Siegelbild der letzteren für echt halten muss. Dennoch kann man die Siegel selbst nicht für echt erklären, sie haben vielmehr durchaus das Ansehen gefälschter Siegel. Es ist wohl kein Gewicht darauf zu legen, dass sie auf der Rückseite eine verschiedene Zahl von F ingereindriickcn (1, 3 und 5) haben; aber die Oberfläche ihres Gepräges ist bearbeitet, sie ist unbestimmt und uneben, an dem Rande beschnitten. Entweder sind alte, echte Siegel auseinander geschnitten und unter Anwendung von Wärme wieder zusammengebracht, oder man hat von einem guten Siegel eine Form genommen und aus dieser die falschen Siegel abgedruckt. Die letztere Vermuthung ist wahrscheinlicher, da die Umrisse nicht scharf sind, und

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