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ut ei emendicato principatu fructum perciperet ac emolumenbim, necesse fuit ei novum excogitare doctrinae genus, ideoque variis (B iiij] constitutionibus ita se munivit, ut nemo, nisi qui notam infaniiae et perfidiae subire velit, quicquam ausit coutra moliri. Ha?c enim probra et convicia magnis ssepe viris objVcit, qui nihil tameu in ipsius doctrina reprehendebant, infelici nimirum sa?culo, sed immoderata) solum ambitioni et libidini modum aliquem statuere cupiebant. Verum honestis

andVrs wollen nutzung davon haben, eyne gantze newe lere aufzurichten. Denn er hat wol gemercket, wo er Christus ler und leben het sollen nachvolgen, er hette sich nach des Apostels wort ', mit einem geringen mussen lassen begnugen. Darumb. nach dem er seine kasten voll, hat er sich mit seinen Decreteu uud uewen satzungen dermassen vergraben, versperret, beschlossen , und verbollwerckt, das kein gewaltiger in beschadigen mag, er wolle dann, als trewIoG und meineidig, von im gescholten sein. Und dis schelten, ja wol vil giossere laster und schmach , haben vil fromer hochloblicher keyser, konig FSrsten und andere, vou im miissen horen, die im doch nit seine ler angriffen, sonder [18] sich allein wider seinen Tyrannischen mutwillen aufflahueten , uiid auli rechtem adelichem gemiit, das gebiss nit wolten ins maul nemen, welchen seinen widerstrebenden er doch gemeinlich durch ongotliche lasterliche practicken obengelegen, als da er jhenen nlit gitft und verrhatereien umbbracht, disem sein eigen volck, ja offt die kinder selbs auffr&risch gemacht, die andern mit Urias bottschafften wa 2 in kriegen , als da er frembde Potentaten neyfen sie auffwecket, vertilget hatt. Denn wo er etwa den keyseru nit starck genug gewesen, und irer zukunfft in Italien nit hat thuren erwarten, ist er hurtig aus dem land gewesen, und hat anderGwo umb3 schutz und hilffen gestichet. Also ists nun clar uud am tag, das, so bald er neben dem Rechten haupt hat angefahen zu regieren, dem Reich uichts anders dann ein eitel nam uberblibeu ist, Denn er ist keyscr mit allem thun, zdm wenigsten, des keyserthumbs lehen herr. Und

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1 nach dem gprnch des Ap. 2 etwa. 3 fehlt umb.

simos principum conatus artibus ille suis eludebat, nee enim foris apud alios reges deerant ei prsesidia. Curaque Cœsares exacerbatos a se non auderet in Italia expectare, sœpe alio profugit ad confedera tos.

Et ista quidera perpetuatione dissidiorum et molestiarum pervicit tandem, ita quidem, ut Cœsares redderet obsequentiores, eisque pro suo arbitratu imperaret, in eoque statu floruit ab aliquot jam sseculis ad hoc usque tempus, quo Deus illustrem quandam et laetam rerum vicissitudinem adduxit. Posteaquam enim in summum fastigium ille conscendit fastus atque superbiœ, seque pateretur ut Deum aliquem coli, quod nemo negare potest: Deus verbi sui cognitionem, obscuratam

* eben' am selben ort da so viel treflicher außbündiger lewt, da so vil großmechtiger keyser ire sess und wonung in grosser Majestät gehabt, die mit sonderlicher vernunfft und manheit solch weit außgebreit Imperium erhielten, da sitzet jetz ein new aufgewickelter und aller ding onartiger mensch, der von solchem grossem Majestetischen wesen und Regiment, nichts anders, weder einen blossen titel, uberig hat gelassen.

Nach keyser Ludwig dem vierden, hatt dis Nebenhaupt, als der jetz durchgebissen hat, die keiser etwa gelinder, und nach seinem willen gevölglicher gehabt, und ist dem nach das keyserthumb an die Osterreichische Herrn komen, die auch, ihrer etliche, zum teil, mit dem alten des Reichs feind, im hader gelegen, wie dann kündig ist vom Julio. Und jetz zum letsten under Carolo dem fünfften, hat [19] Gott der Herr ein newe Veränderung fürgenomen, die freilich das end mit sich bringen wirdt. Denn nach dem der groß onaußsprechlich Übermut, und Abgöterei des Nebenhaupts in der Christenheit ie lenger ie mehr zugenomen, bis zftletst, das man in für einen Erdischen got, und fiber menschliche natur, gehalten hat (wie dann solchs alles nit kau verneinet werden) da hat Got, als der rechte Eiferer, der keinen Neben Got dulden kan, seinem widersager, dem er lange zeit zugesehen 2, begegnet, hat sein

» *

1 fehlt der satz von Und eben bis ûberig hat gelassen. 2 zu

gesehen hat.

ab illo, produxit ut clarissimum solis lumen, idque primum iutra imperii Germanici términos, quod ipsum est consideratione non indignum.

Qui jam veritatis cupidi sunt et amantes, ut esse debent quotquot Christianum numen profitentur, in ista concertatione et haesitatione, dum in dubio sunt et ignorant, quid potissimum sequantur, in¡quirere debent et investigare, nuin sit alicubi sacris litteris proditum, ejusmodi futuram aliquando perturbationem, tarn in religione quam in imperio, quod majestatis fuit plenum quondam et longe florentissimum. Nam si-quid tale prsenuntiatum esset a prophetis aut ab apostolis, confirmare se posset humanus animus et certa consolatione sustinere, qui alioqui, nihil tale requirens aut coguoscens, fluctuât, adeoque desperat propemodum, et opiniones multas aliis alias accumulât, nee certi quicquam statuere potest. Quanquam vero dijudicari prophetiie non ita facile possunt,

* beiligs Evangelium, welches durch den widersager dermasseu verfiustert war, das es gar kein gestalt hat, und in allem 011bekandtlich war, widerumb, als den hellen Morgensternen, lassen auffgehen, und das im Reich Teutscher Nation, welchs dennoch' anzftmercken ist.

Die nun zur warheit lust tragen (wie dann ein ieder Christiichs namens schuldig ist) sollen sich diser zeit, vorab so sie sehen, das die sach einen nachtruck hatt, wenn sie gleich keinem teil wolten oder möchten recht geben, weiters befragen und erkündigen zû * wissen, ob auch die heilige schrifft auff einigem ort meidung thût, das solcher jamer und verderben, beid, in der Religion, und auch in der weltlichen Oberkeit, oder dem Reich, geschehen solt.

Denn, wo solchs in der schrifft durch die Propheten oder Aposteln geweissagt were, hete man sich dest fiirsichtiger hieinn zû halten, und sicherer zû trösten. Sunst, wo man on gruud daher fahret, onmöglich ists, eyniche gute beharrende meinung zufassen. Nun aber ists war 3, das die Pro

* 1 auch A: dennoch. 2 umb zu. 3 fehlt der satz Sunst bis

zufassen (in welchem der druckfehler bebarrende, verbessert durch alte band in dem Straßburger exemplar). Dann: War ists.

habent tamen semper notas aliquot et circuinstantias, qute reddunt eas clariores. Non frustra prodidit illas Deus, et inter cetera hoc adferunt boni, quod praesignificant nobis futuras calamitates, ut caveamus, ut ad poenitentiam excitemur, ut vitam eiuendemus, et ut magnis animis expectemus, quae ventura sunt in impium orbem incommoda. Jam si plerique omnes non tam essent vel excaecati vel pertinaces vel negligeutes

phetien nicht leichtlieh zu entscheiden seind, aber doch haben sie imerdar etliche umbstand und zeichen, daraus man urteilen kan, uud neben dem, das Got der Herr sie nit hat vergeblich lassen aufigehen, bringen sie auch diseu nutz [20] mit sich, das sie uns vor kUnfftigen argerniissen warnen, und daneben in widerwertigkeit einen mercklicheu trost geben. Denn wo ich weyts, das Got allmechtig, vor so langer zeit gesagt hat, das dito und jhenes geschehen solt, schicket sich mein gemiit desto bequemer zum jhenen , das ich gegenwertig sehe, und derhalben ich vorhin gewarnet binn. VVo nun etliche vil leut, die Jiidische art in dem fall nit au sich hetten, niimlich, das sie inimerdar warten auf dasjlienig, so geschehen sol und mflti, dieweil es Got geredt hat 1, souder wen sie die augen auff

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] Statt cles zwischen dieser 1 und dem kreuzchen auf a. 30 stelienden hat A: so wiirden sie solche ongereimpte wort nit fiiren (Es sei nit zfi glauben, das Got der Herr sein kirch so lange zeit het wOllen lassen irren) und dergleichen reden mehr, die onnOtig seind zfi erzalen. Dnd wo sie nit wolten halOstarrig sein, sonder die augen aufthiin, und die weilisagungen mit iren umbstanden anmercken, so wiirden sie eygentlich finden , das dise ding alle , davon biKher gcredt ist, in deu Apostolischeu schriften vorgebildet und angezeyget seind. Nun Daniel der Prophet hat von den vier Monarchien , und namlich von der Roinischen nnd irem undergang geredt VVir wOllen aber nit so weit hinder uns gehen, sonder die nachste und frischste gezeugniis der schrift fiir uns nenien.

Der Apostel Panlns schreil)t nach- Paulo A]>ostolo scrive le segucnti volgende wort: Der Geyst sagt parole: Et dice, lo Spirito Santo, eygentlich, das in der letsten zeit che negli ultimi tempi, al-[CversoJ etliche vom glauben werdcn ab- cuni saranno, che declineranno dalfallen , werden falschen geystern laFede: et obediranno al falso spigehOr geben, und den'I'eufelischen rito: et adhei iranno a dot.trina dileren anhangen, und das durch abolica. Et in questo persuadendo etiam, et in his rerum motibus judicium peterent e scripturis,

* thün, und die weißsagungen mit iren umbsteudeu wölten au

heuchlerei und gleißnerisch einfüren, deren, so da nichts anders dann lugen reden, deren gewissen und Conscientz verwundt ist, die den Eestandt verpieten, und bevelhen etliche Speisen nicht zu essen, die doch der Herr geschaffen und geben hat, für die gleubigen, mit danckbarkeyt dieselben z3 brauchen etc. Diß hat nun der Apostel geredt, den Got sonderlich außerkoren hat, der inn dem geyst ist verzucket gewesen biß in die himel, und daselbst etliche ding gesehen hat, die keynem menschen auf erden gezimpt züwissen, wie er sagt. Derselb Apostel hat tag und nacht, onangesehen aller gefahr und perickel, das Evangeli verkündigt, und wie fleissiglich er auch angehalten, und andere seine Discipulen bericht, wie sie in allem solten leren und predigen, dennoch spricht er, das es bei diser seiner 1ère nit pleiben werd, sonder es werd eyn zeit komen, das man von diser rechten 1ère werd abfallen, und spricht, der Geyst sags eygentlich, das es also geschehen werd. Und damit die falschen zukünftigen lerer möchten erkant werden, hat er dise beizeychen geben, das sie den Eestandt, und die Speisen werden verpieten, darumb, das ir gewissen oder Conscientz verwundt, und aller ding onsauber ist, und sie meynen sich mit solcher eussorliclien gleißnerei widerumb reyn zu machen. Die ursach aber, darder Apostel die weit so Heißiglich derhalben warnet, ist dise, das die

con Hipocrisie, et adulationi non diranno mai se non falsita. La conscientia de i quali e corrotta: et pero prohibiranno il Matrimonio: et condenneranno, che non si mangino alcuni cibi: i quali pero il Signore ha prodotti et dati a i Fedeli, d'essere usati con attion di gratie. Qesto ha detto quello Apostólo, alquale Iddio specialmente concesse, che fosse tirato dallo Spirito, fino al Cielo: dove egli vidde alcune cose, che non e lecito ad huomo alcuno in questa vita intendere: come dice egli medeeimo. Et benche il detto Apostólo giorno, et notte, senza guardare a pericoli, et incommodi, ha publicato: et benche habbia usato grandissima diligenza in questo: et habbia anchora informato i suoi discepoli a predicare l'istessa dottrina: niente di meno, dice egli, che la sua dottrina non durera sempre: ma che verra un tempo, che si déclinera dalla vera dottrina. Et esclama: lo Spirito proprio dice che sara cosi: et acciocho queste false dottrine future si potessero conoscere n'ha dato questo contrasegno che prohibiranno i Matiimonij, e i cibi: percioche essendo le conscientie loro corrotte, gli parauno immonde l'altre cose, et crederanno con queste esteriori hipocrisie rimondarsi. La eagion veramente, perche l'Apostolo ootanto avertisse il mondo di cio, e questa: che coloro, che preditheranno tai cose, seduranno il mondo con questo, che egli daranno ad intendere, che non queste со

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