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Augsburgische Confesflon,

volksfaßlich erklärt
von

Lehmann und H. Schnabel.

evang. luth. Prediger im A. Sachsen.

Aus dem „Pilger aus Sachsen" zum gemeinen
Nutzen besonders abgedruckt.

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Es ist hohe Zeit, daß das liebe evangelische Chriftenvolk mit dem schriftbegründeten Bekenntnisse unserer Lutherischen Kirche wieder vertrauter werde und sich in den vollen und ungetheilten Glaubens« Besitz des von den Vätern überkommenen Erbtheils setze, damit es sich nicht wägen und wiegen lasse von allerlei Wind der Lehre und in dem, fast überall ausgebrochenen, großen Kirchen-Kampfe nicht Schiffbruch leide an feinem Glauben. Denn das muß man bezeugen, daß das von dm Vätern zu Augsburg abgelegte Bekenntniß, dieser »evangelische Augapfel", für die Kirche von unvergänglichem Werthe und unverbrüchlicher Geltung fei, ja daß diese mit demselben stehe und falle. Ebenso muß man gestehen, daß dieses Bekenntniß uns unzweideutig den Willen Gottes von unserer Seligkeit darlegt. Man verstehe eine Glaubenslehre anders, als sie in demselben vorgetragen und bekannt wird, sogleich wird man der heiligen Schrift widersprechen, von der Bahn abweichen, die zum Leben führt, und also auch jenen Glauben verlieren, welcher die Äedingung unserer Kindschaft bei Gott und der Anker unserer lebendigen Hoffnung ist. Freilich ist's damit nicht abgethan, daß man nur wieder die einzelnen Artikel des Glaubens und der Lehre unserer Kirche kennen lerne, sondern man soll, nach der Ermahnung des Apostels, auch allezeit bereit sein zur Verantwortung Jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in uns ist: ja man soll auch ein gutes Gewissen haben, auf daß die, so von uns afterreden, als von Uebelthätern, zu Schanden werden, daß sie geschmähet haben unsern guten Glauben und Wandel in Christo (1 Petr. 3, 15. 16.). Und hierzu ist nöthig, daß man den lautern Schriftgrund erkenne, auf welchem das Bekenntniß unserer Kirche ruht und durch Gottes Gnade und die Erleuchtung des heiligen Geistes hinankomme zu einerlei Glauben und Erkenntniß des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werde, der da sei in der Maaße des vollkommenen Alters Christi (Eph. 4, 13.).

Diese ebenso nothwendige als heilsame Aufgabe für unsere Zeit erkennend, hat die theuere Redaction des „Pilgers aus Sachsen" sich bemüht, an ihrem Theile dem geistlichen Bedürfnisse durch eine volksfaßliche Erklärung der Augsburgischen Confession in dem Jahrgange 184S mtgegen zu kommen. Die damit beauftragten beiden Amtsbrüder (von denen der Erste die ersten 7, der Letztere die übrigen Artikel bearbeitet hat) haben sich bestrebt, den tiefen Glaubensund Lehr-Gehalt unseres Bekenntnisses dem Verständnisse des evangelischen Volkes nahe zu bringen, sie haben darum den vorliegenden Tert fleißig getrieben. Sie haben aber auch den Beweis zu führen versucht, daß die Lutherische Kirche, als die der heiligen Schrift völlig unterworfene und von dem Evangelium durch« geiftete Gemeinschaft, nicht anders könne, als so bekennen,

wie schon die Väter bekannt haben, daß unser Bekenntniß nichts anders sei, als ein Bekenntniß zur heiligen Schrift nach ihrem innersten Gehalte und Zusammenhange, nicht Menschensatzung, sondern Wiederabdruck des Schrift» Wortes und Geistes im Munde gläubiger Menschen. Sie haben darum darzuthun sich bemüht, daß derjenige, welcher das Augsburgische Bekenntniß mit der heiligen Schrift zu entzweien gedenke, entweder die Schrift nicht hinlänglich verstehe oder ihr im Glauben sich nicht ganz unterwerfe. Bei der Verwerfung der Irrlehre haben sie an den betreffenden Stellen zu zeigen gesucht, wie die Abweichungen von dem Geiste und dem Wege unsers Bekenntnisses in's Unevangelische und Widersinnige umschlagen und in's Werderben führen müssen.

Das haben sie gethan in dem freudigen Bewußtsein des vollen Einverständnisses mit der ganzen gläubigen, auf dem Grunde der Apostel und Propheten erbaueten Kirche aller Zeiten, da Jesus Christus der Eckstein ist; sie haben es gethan mit der Hoffnung und dem Wunsche, alle Getreuen des Herrn, so viel sie an ihrem bescheidenen Theil vermöchten, zu demselben demüchigen Feststehen auf dem wahren Grunde, und bei dem bevorstehenden ernsten und entscheidenden Kampfe für das Hetligthum, wenn's sein soll, auch zum Leiden und Sterben dafür, allezeit aber zum dankbaren Besitz und seligen Genuß der heiligen Güter zusammenzurufen.

Jetzt freilich, da der theure Verleger des »Pilgers aus Sachsen" einen Sonderabdruck ihrer Erklärung zu besorgen unternommen hat, muß ihnen

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