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Hofraih und Ritter, Bibliothekar des Kais. Botan. Gartens, Ehrenmitglied der Kais. Oeffentl. Bibliothek

u. Mitglied der Kais. Mineralog. Gesellschaft zu St .Petersburg, Mitgl. der Nalurf. G ese lisch, Iu Dorpat

u. Associo-Corresp. del'Acad. de Stanislas à Nancy.

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Vorwort.

Im Fache der Naturwissenschaft ist man schon frühzeitig, wie auch in anderen Wissenschaftsfächern, darauf bedacht gewesen, die literarischen Productionen von Zeit zu Zeit in übersichtlicher Weise zusammenzustellen. Namentlich in neuerer Zeit, wo bei der mehr und mehr wachsenden Zahl der Forscher und neuen Entdeckungen die naturwissenschaftliche Literatur einen wahrhaft Staunen erregenden Umfang gewonnen, mithin das Bedürmiss nach bibliographischen Verzeichnissen sich immer fühlbarer gemacht hat, sind solche mühevolle Arbeiten häufiger unternommen worden.

Durchmustert man die lange Reihe der naturwissenschaftlichen Bibliographien, so zeigt es sich, dass der bedeutend grössere Theil das Fach der Naturgeschichte, sodann die nächst grössere Zahl das Gesammtgebiet der Naturwissenschaft vertritt, während an bibliographischen Verzeichnissen der literarischen Leistungen in den einzelnen naturwissenschaftlichen Specialfächern zum Theil noch empfindliche Lücken bemerkbar werden.

Namentlich ist der Mangel an einer neueren, den gegenwärtigen wissenschaftlichen Anforderungen Rechnung tragenden Specialbibliographie der mineralogischen und geologischen Literatur ein sehr fühlbarer, während Botanik und Zoologie bereits durch zwei Werke vertreten sind, welche alle bisherigen Erscheinungen im Bereiche naturwissenschaftlicher Bibliographie weit überragen. Es sind dies Pritzel's «Thesaurus Literaturae botanicae» und die Engelmann'sche «Bibliotheca historico-naturalis», von welcher nur der erste, unter Poeppig's Mitwirkung bearbeitete, und vorzüglich der Zoologie gewidmete Band, nebst einem von Carus und Engelmann herausgegebenen Supplementbande bisher erschienen ist.

Unter den allgemeinen mineralogischen Bibliographien — mit Ausschluss derjenigen Verzeichnisse, welche einzelnen speciellen Zweigen der Mineralogie gewidmet sind — steht obenan Leupold's «Prodromus bibliothecae metallicae»1). Es ist ein für seine Zeit sehr tüchtiges Werk, dessen Werth besonders dadurch erhöht wird, dass es dem Autor vergönnt gewesen ist, die meisten der aufgeführten Schriften selbst in Augenschein zu nehmen. Hierauf folgen die «Bibliotheca regni animalis atque lapidei»2) von Gronov(ius), ein seiner Zeit gleichfalls recht geschätztes Buch, und das von Krüniz zusammengestellte «Verzeichniss der vornehmsten Schriften von der Sündfluth, derNaturgeschichte derBerge überhaupt, den Seegeschöpfen und versteinerten Körpern auf den Bergen, und dem Blocksberge insonderheit»3), welchem letzteren, trotz mancher Mängel, dennoch ein gewisser Werth schon aus dem Grunde nicht abgesprochen werden darf, weil der Verfasser nicht allein selbstständig erschienene, sondern auch manche in anderen Werken eingedruckte und dadurch weniger bekannt gewordene Schriften berücksichtigt hat. Diesem zunächst stehen Gmelin's «Verzeichniss aller mineralogischen Schriften»4) und Schall-s «Anleitung zur Kenntniss der besten Bücher in der Mineralogie und physikalischen Erdbeschreibung»5), ein nachlässig gear

1) Jacob Leupold, Prodromus Bibliothecae Metallicae, Oder Verzeichnis der meisten Schrifften, so von Dingen, Die ad Regnum Minerale gezehlet werden, handeln, Als da sind: Die Metalle, Mineralien, Salien, Steine, Petrefacta, mancherley Erden, Und in Summa Aller Fossilien, "Was hiervon, sowohl Historici, Physici, Chymici, Medici, Mechanici, Juristen als auch Theologi geschrieben, Und was dergleichen Personen hiervon zu wissen nützlich ist. Leipzig 1726. 8. 2l/2 Bogen.

— Fortsetzung. Ebend. 8. % Bog.

Corrigirt, ferner fortgesetzt und vermehrt von Franc. Ernest. Brückmann.

Wolffenbüttel 1732. 8. 176 S.

2) Laurentius Theodorus Gronovius, Bibliotheca regni animalis atque lapidei, seu recensio auctorum et librorum, qui de regno animali et lapideo methodice, physice, medice, chymice, philologice vel theologice tractant; in usum naturalis historiae studiosorum conscripta. Lugduni Batavorum 1760. 4. 326 p.

3) Johann Georg Krüniz, Verzeichniss der vornehmsten Schriften von der Sündfluth, der Naturgeschichte der Berge überhaupt, den Seegeschöpfen und versteinerten Körpern auf den Bergen, und dem Blocksberge insonderheit.

In: Neues Hamburgisches Magazin, oder Fortsetzung gesammleter Schriften aus der Naturforschung, der allgemeinen Stadt- und Land-Oekonomie, und den angenehmen Wissenschaften überhaupt. Halle und Leipzig. Stück 55. 1771. 8. S. 23—71.

4) Johann Friedrich Gmelin, Eintheilung des Mineralreichs von verschiedenen Schriftstellern, nebst einem Verzeichniss aller mineralogischen Schriften.

In: Des Ritters C. v.Linne vollständiges Natursystem des Mineralreichs, nach der 12. lateinischen Ausgabe, in einer freyen und vermehrten Uebersetzung, von J. F. Gmelin. l.Th. 1777.8. S. 83—306. (Cf. Catal.bibl.hist.-nat. J.Banks.T. IV. p. 2.)

5) Carl Friedrich Wilhelm Schall, Anleitung zur Kenntniss der besten Bücher

beitetes, lückenhaftes Werk, von geringem bibliographischem Werthe. Die nächstfolgende Schrift von Reuss: «Mineralogische Schriftsteller von Böhmen»6) ist die erste, welche uns die auf ein bestimmtes, abgegrenztes Gebiet sich beziehenden mineralogischen Schriften vorführt. Wesentlich höhere Ansprüche auf wissenschaftlichen Werth als alle bisher aufgezählten bibliographischen Arbeiten hat aber unstreitig das «Repertorium der mineralogischen, bergwerks- und salzwerkswissenschaftlichen Literatur»7) von Gatterer. Es enthält ein mit ganz besonderem Fleisse zusammengetragenes, sehr vollständiges Material, daher es nicht allein seiner Zeit sehr geschätzt gewesen ist, sondern auch gegenwärtig seinen Werth nicht ganz verloren hat. — Streng genommen zwar nicht hierher gehörig, als einzelner Theil eines dem Fache der Naturgeschichte gewidmeten bibliographischen Werkes (da hier auch der vierte, die mineralogische Literatur enthaltende Band von Böhmer's systematisch-literarischem Handbuche der Naturgeschichte und andere derartige Werke nicht angeführt worden sind), dennoch aber als bibliographisches Hülfsmittel von zu grosser Wichtigkeit, als dass seiner hier nicht mit Erwähnung gethan werden sollte, ist der von Dryander bearbeitete «Catalogue Bibliothecae historico-naturalis Josephi Banks»8), dessen Tomus IV. «Mineralogi» die Reihe der mineralogischen Bibliographien des XVIII. Jahrhunderts beschliesst. Die scrupulöse Sorgfalt und tiefeingehende Sachkenntniss, mit welcher Dryander den Katalog dieser überaus reichen und werthvollen Bibliothek zusammengestellt, in welchem er auch die in periodischen Schriften und Sammelwerken abgedruckten Abhandlungen und Aufsätze an den betreffenden Orten eingeschaltet hat, und die zur Uebersichtlichkeit wesentlich beitragende specielle, systematische

in der Mineralogie und physikalischen Erdbeschreibung, nach chronologischer und geographischer Ordnung gesammlet und herausgegeben. Nebst einer Vorrede von Joh. Carl Wilh. Voigt. Zweite vermehrte Ausgabe. Weimar 1789 8. 9 BI., 286 S., u. 7 Bl. Anhang.

(Es ist diese 2. Ausg. eigentlich nur eine Titelausgabe der u. d. Tit.: «Oryktologische Bibliothek nach geographischer Ordnung gesammlet» im J. 1787 erschienenen ersten Edition, welcher nur der einige Zusätze enthaltende Anhang hinzugefügt ist.)

6) Franz Ambros Reuss, Mineralogische Schriftsteller von Böhmen.

In seiner Mineralogischen Geographie von Böhmen, 1. Bd. Dresden 1793. 4. Einleitung: S. I—XIV.

7) Christoph Wilhelm Jakob Gatterer, Allgemeines Repertorium der mineralogischen, bergwerks- und salzwerkswissenschaftlichen Literatur, nebst beygefügten kritischen Bemerkungen über den Werth der einzelnen Schriften. Giessen 1798— 1799. 2 Bde. 8. 11 Bl., 318 S. u. 11 Bl., 456 S.

8) Catalogue Bibliothecae histórico - naturalis Josephi Banks. Auetore Jon Dryander. Tomus IV. Mineralogi. Londini 1799. 8. IX, 390 p., 13 foil. lud.

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