صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني

wenn

Komm dann der Traurigkeit zum Trotze, und biete mir einen guten Morgen, durchs Fenster, an meinem mit Wildrosen oder Weinlaub umflochtenen Geländer, wenn der Hahn mit seinen kühnen Schrei verdrängt den letzten Zug der fliehenden Nacht, und vorausschreitend, seine Weiber zum Fruchthaufen oder zur gefüllten Scheune führt; oft lauschend, wie der Hund und Hornschall, heiter weckend den noch schlummernden Morgen, von der Seite des bereiften Hügels durch den hohen Wald hell wiederballt. Dann walle ich, nicht ungesehn, bei Reihen von Ulmenbäumen, und grünen Angern, gerade gegen des Orients Thor, wo die ausgebreitete Sonne ihren prächtigen Lauf beginnt, gekleidet in Flammen und ambernem Licht, die Wolken mit tausend bunten Farben geschmückt; wann der Ackersmann nahe bei mir, froh pfeifend der werdenden Furche folgt, und das Milchmädchen heiter singt, der Schnitter die Sichel wezt, und jeder Schäfer sein Mährchen erzählt unterm Hagdorn im Thale. Gleich dann saugt mein Auge neues Vergnügen ein, wenn es in der Runde herum abmißt die ganze Landschaft, die baumreiche Aecker und graulichte Brachfelder, mit zerstreuten grasenden Heerden. Die Berge, auf deren dürrem Scheitel einherziehende Wolken oft drückend ruhen, sammetne Wiesen mit mannigfaltigem Blumen

Meadows trim with daisies pied,
Shallow brooks, and rivers wide.
Towers and battlements it sees
Bosom'd high in tufted trees,
Where perhaps some beauty lies,
The Cynosure of neighbouring eyes.
Hard by, a cottage chimney smokes,
From betwixt two aged oaks,
Where Corydon and Thyrsis met,
Are at their savoury dinner set
Of herbs, and other country messes,
Which the neat-handed Phillis dresses;
And then in haste her bow'r she leaves,
With Thestylis to bind the sheaves;
Or if the earlier season lead
To the tann'd haycock in the mead.

Sometimes with secure delight
The up-land hamlets will invite,
When the merry bells ring round,
And the jocund rebecks sound
To many a youth, and many a maid,
Dancing in the chequer'd shade;
And young and old come forth to play
On a sunshine holy-day,
Till the live-long day-light fail;
Then to the spicy nut-brown ale,
With stories told of many a feat,
How Faiy-Mab the junkets eat;
She was pinch'd and pull'd, she said,
And he by frier's lanthorn led

95

100

schmelz, rieselnde Bäche, und breite flache Flüße. Thürme und Mauerspitzen sieht es, die hervorragen aus dem dicht umgebenden buschigten Walde, wo vielleicht irgend eine Schöne ruht, der Cynosur*) der nachbarlichen Augen. Nahe daran raucht zwischen zwoen bejahrten Eichen eine niedrige Hütte, wo Corydon und Thyrsis zusammensitzend ein Mittagsmahl geniessen, das von Kräutern und andern Landfrüchten die niedliche Hand der Phyllis bereitete, die darauf eilig die Hütte verläßt, um mit Testylis Garben zu binden, oder, wenn eine frühere Jahreszeit sie leitet, um gebräuntes Heu in Haufen zu rechen.

Zuweilen werden mich mit sicherer Freude die auf Höhen liegende Dörfer einladen, wenn der Glockenklang und der Kirchweih Freudenton manches Mädchen und manchen Knaben zum Tanz rufen im scheckigten Schatten; und Jung und Alt an einem schönen sonnigten Feyertage heraus kommen, um sich zu ergözen bis zum Abend des lange zaudernden Tages; wo dann beim gewürzten nußbraunen Bier die Geschichten so mancher Sage erzählt werden: wie die Hexe Mab die Kuchen ist, wie jene gezwickt und diese gezupft ward, wie dieser vom Irrwisch geleitet wurde und jener den starken Goblin gesehn, wie er schwizend um seinen täglichen Hafen Milch zu verdienen, alle Nacht

*) Cynosur, ein hellschimmernder Stern.

105

I IO

Tells how the drudging Goblin swet,
To earn his cream-bowl duly set,
When in one night, ere glimpse of morn,
His shadowy flail bath thresh'd the corn,
That ten day-labourers could not end;
Then lies him down the lubber fiend,
And stretch'd out all the chimney's length,
Basks at the fire his hairy strength,
And crop-full out of doors he flings,
Ere the first cock his mattin rings.
Thus done the tales, to bed they creep,
By whispering winds soon lull'd asleep.
Towred cities please us then,
And the busy hum of men,
Where throngs of knights and barons bold
In weeds of peace high triumphs hold,
With store of ladies, whose bright eyes
Rain influence, and judge the prize
Of wit or arms, whil both contend
To win her grace, whom all commend.
There let Hymen oft appear
In saffron robe, with taper clear, .
And pomp, and feast, and revelry,
With mask, and antique pageantry,
Such sights as youthsul poets dream
On summer eves by haunted stream.
Then to the well-trod stage anon,
If Jonson's learned sock be on,
Or sweetest Shakespear, fancy's child,
Warble his native woods-notes wild.

I 20

125

130

vor Anbruch des Tages, seinen schattigten Flegel hat mehr Korn dreschen sehn, als zehn Taglöhner zu Stande zu bringen vermögen; und wie dann das plumpe Geschöpf sich hinwirft, und der Länge nach am Heerd ausgestreckt, seine harigte Stärke am Feuer brät, bis er beim frühen Hahnenschrei seinen vollen Wanst zum Thor hinaus stürzt.*) — Bis dann die Erzählungen ein Ende haben, jeder zu Bette schleicht, und die säuselnde Winde zum Schlaf einlullen. Dann gefällt mir die bethürmte Stadt, und das geschäftige Gesumse der Menschen, wo gedrängte Versammlungen kühner Edeln und Baronen in Friedensgewändern, den hohen Triumph halten mit einer Menge von Damen, deren strahlende Augen Muth einflösen und zusprechen den Preis des Witzes und der Waffen, während daß zwei ringen um die Gunst derjenigen zu gewinnen, um welche alle buhlen. Oft erscheine dann Hymen, in Saffranfarbe gekleidet mit helleuchtender Fackel, und Pracht und Festlichkeit und Freudentaumel, und Maskerade und Aufzug alter Sitte: solche Darstellungen, wie heitre Dichter träumen an einem Sommerabend nahe bei einem von Geistern besuchten Strohme. Gleich darauf gehe ich wohl zur betretnen Schaubühne, wo man anzieht Jonsons gelehrten Cothurn, oder der holde Shakespear, das Kind der Phantasie, wirbelt seinen eigenthümlichen wilden Gesang.

*) Englisches Volksmährchen.

« السابقةمتابعة »