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in Christo findet; daher spiegelt sich auch in allen Gläubigen des Herrn Klarheit, mit aufgedecktem Angesicht, und sie werden verklärt in dasselbi« ge Bild, von einer Klarheit zu der andern, als vom Herrn, der der Geist ist. .

Zweiter Abschnitte

Von Iosua bis zum Tode Salomes

I. Die Eroberung des Landes Canaam

Zosua, der Sohn Nun, hieß eigentlich Hosea, aber Moses gab ihm den Namen Iosua oder Iehoschua (4 Mose 13, 17.), das heißt so viel wie Jesus) Heiland, Seligmacher, denn schon der Name des Mannes, der die Kinder Israel zur Ruhe in dem irdischen Canaan brachte, sollte vorbildlich sein auf den rechten und wahren Jesus, der uns hier schon Ruhe finden läßt für unsere Seelen und uns einst in das Paradies, in das himmlische Canaan, in den Himmel, zur Stadt des lebendigen Gottes bringt, wo in des Vaters Hause viele Wohnungen sind, und wo er den Seinen die Stätte bereitet hat. Es hat Iosua zuerst, und nach ihm noch mancher andere, diesen Namen geführt, wie Jesus Sirach, Jesus Anani, aber die vollste Bedeutung desselben ist erst an dem Erlöser in Erfüllung gegangen. Indessen war nicht bloß Iosuas Name be- . dcutungsvoll für das Himmelreich, sondern vorzugsweise sein Amt, als Heerführer, der ins Land der Verheißung bringt; das konnte und sollte Moses nicht; wie denn niemand durch das Fluch und Tod bringende Gesetz selig wird, sondern aus Gnaden durch einen Retter; daher stehen Moses und Iosua vorbildlich in demselben Verhältniß wie Gesetz und Evangelium. Vierzig Iahr hatte Iosua, als Mosis treuer Diener und Freund, ihm nahe gestanden und sich so für seinen Beruf vorbereitet, zu dem ihn Gott noch besonders ausrüstete, indem er ihm den Geist der Weisheit schenkte, als ihn Moses durch Handauflegung zu seinem Nachfolger ordnete. Nach Mosis Tode offenbarte sich ihm der Herr selbst und sprach zu ihm, Iosua: Mache dich nun auf und zeuch über diesen Zordan, es soll dir niemand widerstehen dein Lebelang, wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein, ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen; sei getrost und unverzagt, du sollst diefem Volke das Land austheilen; thu nur allerdinge nach dem Gesetz, weiche nicht davon, weder zur Rechten, noch zur Linken, auf daß du weislich handeln mögest in allem, das du thust. Iosua sandte nun zween Kundschafter in das Land, welche von der Rahab, durch den Glauben (Hebr. 11, 31.), freundlich aufgenommen und gerettet wurden. Als hieraufJsrael am Iordan ankam, ward die Bundeslade voran getragen, da stand das Wasser, das von oben hernieder kam, aufgerichtet über einen Haufen, aber das Wasser, das zum Salzmeer hinunter lief, das nahm ab und verfloß, und so ging ganz Israel trocken durch den Iordan. Zum Andenken an diese wunderbare Begebenheit wurden zwölf Denksteine errichtet. Nach der Ankunft im Lande ward das erste Passat) gehalten, und alles Volk empfing die Beschneidung. Die Städte des Landes wurden nach und nach erobert, der Bund Gottes mit Jsrael feierlich erneuert, auf Ebal und Garizim Fluch und Segen ausgesprochen, und das Land unter die Stämme vertheilt. Gegen das Ende seines Lebens hielt Iosua noch einen allgemeinen Landtag; und um das Volk in der Treue gegen Jehova zu befestigen, erinnerte er sie an alleWohlthaten Gottes, Cap. 24, 13—;6. 22—29.

So hatte nun Gott seine, schon dem Abraham gegebene Verheißung vollständig erfüllt, Israel ins Land der Verheißung gebracht, seine Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit bestätigt, und erwartete jetzt die Früchte des Weinbergs, den er gepflanzt hatte, die Früchte der Buße vor dem erwählten Volke. Aber sein Volk hielt den Bund nicht, wie die folgende Zeit lehrte.

H. Israel unter den Richtern.

Schon Moses hatte, gleich nach dem Ausgange aus Egypten, Rich« ter und andere obrigkeitliche Personen eingesetzt, welche die Streitigkeiten und Rechtsangelegenheiten des Volkes besorgen sollten; unter diesen erweckte der Herr zu verschiedenen Malen solche Helden, welche die Retter ihres bedrückten Volkes wurden und ihrem Vaterlande halfen, denn man stellt sich diese Männer, die vorzugsweise Richter genannt werden, am besten als fromme Helden vor, die im Vertrauen aufJehovahs Hülfe und unterstützt von seinem oft höchst wunderbaren Beistand ihrem Volke Freiheit von den sie unterdrückenden benachbarten heidnischen Völkern verschaffen. Wie Abgötterei, Abfall von Gott und Ungehorsam denJs«raeliten, die göttlichen Züchtigungen durch die Cananiter zuzogen, wie sie sich dann vor Gott demüthigten, ihn um Hülfe anriefen, von ihm gerettet wurden, und dann doch wieder treulos ihren Iehovah verließen: das ist im Buche der Richter Cap. 2, 11 — 23. geschildert. — Diese Darstellung paßt auf alle Erscheinungen in der Periode der Richter, wo, nur unter etwas veränderten Umständen, immer wieder dieselben Begebenheiten sich erneuern; nach Apostg. 13> 20. gab Gott dem Jüdischen Volke Richter bei 450 Jahr lang, bis auf den Propheten Samuel. Während der Zeit der Richter, als Ehud und Samgar die Herrschaft führten, trug sich auch die Geschichte zu, welche im Büchlein Ruth verzeichnet ist; Boas, ein Sohn Salma von der Rahab, heirathete die Ruth, zeugte mit ihr den Obed, welcher Isais Vater war, dessen Sohn David war, von dem der Messias Jesus abstammt.

III. Samuel.

Samuel, ein von seiner Mutter Hanna vom Herrn erbetener Sohn, war der letzte Richter und ein Prophet Gottes. In dem Lobgesange der Hanna, der viel Aehnlicbkeit mit dem der Maria Luk. 1, 47. ff. hat, pflegt man die letzten Worte 1 Sam. 2, 10: Der Herr wird richten der Welt Ende und wird Macht geben seinem Könige und er« höhen das Horn seines Gesalbten; auf Christum, den Richter aller Welt, zu beziehen. Samuel nahm zu, und der Herr war mit ihm, und ließ keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen (unerfüllt), und ganz Israel erkannte, daß Samuel gewiß und wahrhaftig ein Prophet des Herrn wäre. Und von nun an offenbarte sich Iehovah noch mehr zu Silo, wo die Bundeslade war, und Samuel predigte dem ganzen Jsrael. Jn einem Kriege gegen die Philister, wo Jsrael ge« schlagen wurde, holten sie die Bundeslade von Silo, damit der Herr unter ihnen wäre und ihnen hülfe von der Gewalt ihrer Feinde; s« dachten sie Gott, der auf der Bundeslade zwischen den Cherubinen thronte, zu zwingen, daß er ihnen beistände. Es ist hier das erste Beispiel von einem thörichten Vertrauen auf den äußeren Gottesdienst, indem Israel bei aller Gottlosigkeit seines Herzens auf diese Weise gewissen Schutz von Gott erwartete, aber sie sahen sich getäuscht, denn die Philister eroberten die Bundeslade und führten sie im Triumph in ihr Land. Samuel war Richter in Israel, so lange er lebte, selbst noch als Saul schon König war; aber mit seinen Söhnen, die er eben« falls zu Richtern gemacht hatte, erlosch diese Würde. Weil seine Söhne nicht in des Vaters Fußtapfen traten, so verlangte das Volk einen König. Das gefiel Samuel übel, und er betete deshalb zum Herrn, der aber sprach zu ihm: Gehorche der Stimme des Volkes in allem, das sie zu dir gesagt haben, denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, daß ich nicht soll König über sie sein. Da ward nun Saul zum Könige gesalbt 1 Sam. 10; und es ging die Weissagung in Erfüllung 5 Mose 17, 14-20.

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IV. Gaul.

Die Geschichte von Sauls Erhöhung und Verwerfung schildert uns I Samuel 15, 17. ff.: Ist's nicht also, da du klein warest vor deinen Augen (demüthig), wurdest du das Haupt unter den Stämmen Jsrael, und der Herr salbete dich zum Könige über.Jsrael. Nuchaber hast du des Herrn Wort verworfen, und der Herr hat dich auch ver« werfen, daß du nicht König seist über Israel. So ist allezeit des Herrn Verfahren in seinem Reiche, daß er den Hoffährtigen, die sein Wort durch Ungehorsam verachten, widersteht, aber den Demüthigen Gnade schenkt. Zwar bekannte Saul vor Samuel seine Ungerechtig« leiten und Sünden, allein dieser ist unerbittlich und bleibt dabei: Der Herr hat dich verworfen, denn obwohl Saul von außen sehr gottes« dienstlich war, und durch Opfern seine Vergehungen gut zu machen suchte, so hatte er doch ein eigenwilliges, ungebrochnes Herz ohne rechtschaffene Buße, und so sank er immer tiefer in Bosheit, Abgötterei und Verderben.

V. David.

Der Herr sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leide um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Oele, und gehe hin,-ich will dich senden zu dem Bethlehemi« ter Isai, denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen. Samuel ging hin; Isai ließ nach einander seine Söhne vor ihm vorübergehen, doch keinen derselben hatte der Herr erwählt; da ward David, der Iüngste, von der Heerde geholt; und er war bräunlich, mit schönen Augen und guter Gestalt. Und der Herr sprach: Auf, salbe ihn, denn er ist's! Da nahm Samuel sein Selhorn uno^sasbete ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn gerieth über David von dem Tage an und fürder. So kam die Königswürde in Davids Person an den Stamm Juda, nach 1 Mose 49, 10. Davids Sieg über Goliath machte ihn bei dem Volke beliebt; er gewann Jona« thans Herz, und Saul ward ihm zugethan; aber bald wurde dieser mißtrauisch gegen ihn, und verfolgte ihn auf's Aeußerste, so daß David lange Zeit flüchtig im Lande umherziehen mußte. Davids gottesfürchtige Gesinnung offenbarte sich herrlich in seinem Verhalten gegen seinen Feind, dessen Leben er zweimal schonte, denn er wollte seine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen. Endlich starb Saul, David wurde König, Israel unterwarf sich ihm nach und nach, er regierte anfangs zu Hebron sieben Iahr, dann noch 33 Jahr itt Jerusalem, uttd sein Königreich kam hoch empor um seines Volkes Israel willen. Und David that dem Herrn das Gelübde: Ich will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch auf das Lager meines Bettes steigen, ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlieder schlummern, bis ich eine Stätte finde für den Herrn, Wohnungen für den, der seine Residenz in Iakob hat. Demzufolge ließ er nun die Bundeslade nach Jerusalem holen, in hohem Iubel wurde sie von den Leviten getragen, David selbst, mit einem leinenen Priesterkleide umgürtet, sprang aus allen Kräften daher vor dem Angesichte des Herrn; und als ihn Michal deshalb in ihrem Herzen verachtete, sprach er zu ihr: Ia, vor dem Angesichte des Herrn will ich spielen, und will noch geringer, niedriger, demüthiger werden, und doch dabei meine königliche Würde behaupten, ohne daß sie dadurch verunehret werde.

Späterhin faßte David den Entschluß, dem Herrn ein Haus zu bauen, als ihm Gott Ruhe von allen seinen Feinden gegeben hatte, und theilte dies dem Propheten Nathan mit, der zu ihm sprach: Gehe hin, thue alles, was du in deinem Herzen hast, denn Gott der Herr ist mit dir. Aber in derselbigen Nacht kam das Wort Gottes des Herrn zu Nathan, und sprach: Gehe hin und sage David meinem Knechte: So spricht der Herr: Solltest du mir ein Haus bauen, daß ich darinnen woh« nen soll? Das sollst du mir^mcht bauen. Und der Herr läßt dir durch mich verkündigen, daß der Herr dir ein Haus bauen will. Wenn aber deine Tage werden vollendet sein, daß du hingehest zu deinen Vätern und dich schlafen legest, so will ich deinen Samen nach dir lassen emporkommen, einen deiner Söhne, der von deinem Leibe kommen soll, dem ich sein Königreich bestätigen. Der soll mir und meinem Namen ein Haus bauen, und Jch will den Thron seines Königreichs auf ewig bestätigen. Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. Und Nathan redete mit David nach allen diesen Worten, und sagte ihm dies ganze Gesicht. Da ging der König David hinein, und blieb vor dem Angesichte des Herrn und sprach in tiefer Demuth und Dankbarkeit: Wer bin ich, mein Herr Iehovah, Gott, mein Herr Iehovah! und was ist mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht hast. Und das hast du noch zu wenig geachtet, Herr Herr Gott! Denn du hast über das Haus deines Knechts noch von fernem Zukünftigen geredet! Ist denn das eine Lehre von einem Menschen, Herr, Herr? Und du siehst auf mich bei der Beschreibung eines so hoch erhöheten Menschen, Herr Gott? Und was soll ich David mehr reden mit dir? Was soll ich sagen zu dir, daß du deinen Knecht so herrlich machst? Herr, Herr, du kennest deinen Knecht! Herr, um deines Knechtes willen, um deines Wortes willen

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