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schneidung im N. Bunde die heilige Taufe getreten ist, welche auch dem andern Geschlechte zu Theil wird, und somit recht deutlich die Allgemeinheit der Gnade Gottes in Christo bezeichnet, und daß alle durch den Glauben an Christo Iesu Kinder Gottes werden (Galat. 3, 26—28.), so ist an die Stelle des Passah das heilige Abendmahl getreten, denn Paulus lehrt, wie das Passahlamm ein Vorbild auf Christum gewesen sei, 1 Kor. 5, 7; und Iohannes Evang. 19, 36. macht dieselbe Beziehung, indem er zeigt, daß Christo die Beine nicht gebrochen seien, das sei geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. So wie das Blut jenes Lammes die Israeliten vor dem göttlichen Strafgericht über seine Feinde schützte, und sie als Freunde Gottes bezeichnete, und ihnen ein sichtbares Zeichen und Unterpfand'der zu erwartenden Verschonung war: so ist Christi Blut, sein blutiger Kreuzestod, allen, die an ihn glauben, göttliches Unterpfand der Gnade, und im heiligen Abendmahl empfangen seine Gläubigen ihren Antheil an seinem Opfer. Nur wer Christo schon im Glauben und durch die Taufe angehört, wird zum Sacramente des heiligen Nachtmahls zugelassen, und so wie die Israeliten bei der Feier des Passah ungesäuertes Brot aßen und sorgfältig allen Sauerteig aus ihren Häusern fortschafften, so sollen die Genossen des N. Testaments sich selber zuvor prüfen, und nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalkheit, sondern im Süß« teige der Lauterkeit und Wahrheit dem Tische des Herrn sich nahen, da« mit sie nicht unwürdig von diesem Brot essen und von dem Kelch des Herrn trinken; denn so wie die Theilnahme der Israeliten an ihren Opfern und Opfermcchlzeiten ihre Gemeinschaft mit Gott, der dies alles geordnet hatte, darthat: so ist auch der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, offenbar die Gemeinschaft des Blutes Christi, und das Brot, das wir brechen, die Gemeinschaft des Leibes Christi, lautes Zeugniß der unbeschreiblich innigen Verbindung mit Christo. Unverkennbar ist hier die Beziehung des A. und N. Bundes aufeinander, und daß jene eine vorbildliche Bestimmung auf diesen hatte, so daß das Gnadenreich Gottes in seinen verschiedenen Perioden nur verschiedene Formen darbietet, immer aber alles darauf ankam, die Menschen der göttlichen Gnade zu versichern und ihren Glauben an dieselbe zu stärken.

III. Auszug der Kinder Israel aus Egypten; Pharaos Untergang.

Zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in Egyptenland, von dem ersten Sohne Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangnen im Gefängniß, und alle Erstgeburt des Viehes; da stund Pharao auf und alle seine Knechte, in derselbigen Nacht, und alle Egypter, und ward ein groß Geschrei in Egypten/ dem, es war kein Haus, da nicht ein Todter innen wäre. Und er forderte Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel! Und die Egypter drungen das Volk, daß sie es eilend aus dem Land trieben, denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes; so ging Gottes Wort in Erfüllung, daß Pharao Israel von sich treiben werde (Cap. 6, Ii), derselbe Pharao, der den Bitten Moses nicht nachgeben wollte. Und mit großem Gut zogen sie aus, denn so hatte der Herr verheißen, Cap. 3, 21. 22: Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Egyptern, daß ihr nicht leer ausziehet, wenn ihr ausziehet, sondern ein jegliches Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossen fordern silberne und goldene Gefäße und Kleider, die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen und entwenden, d. h. mitnehmen. Beim Auszuge nun forderten die Israeliten solches alles von den Egyptern, und diese waren durch die große Plage Gottes, um die Israeliten nur los zu werden, zu allem geneigt gemacht worden, ja sie gaben nicht nur, sie hießen sie sogar fordern, was sie wollten, und das alles nahmen die Israeliten als eine Beute mit (dies ist der Sinn von Cap. 12, 36.). Sechshunderttausend Mann, ungerechnet die Weiber, Töchter, Knechte und Mägde, im Ganzen etwa zehn Millionen, zogen aus, nachdem sie 430 Jahr in Egypten gewohnt hatten, V. 37. 40. Zum ferner n Andenken an die gnädige Verschonung Gottes, als er die Erstgeburt in Egypten schlug, sollte alle Erstgeburt in Israel dem Herrn angehören, ihm ausgesondert, geheiligt und als Opfer dargebracht werden, so daß die Erstgeburt des Viehes wirklich geopfert, die der Menschen, sofern es Söhne waren, durch eine Opfergabe dem Herrn gleichsam abgekauft wurde, dem sie gehörte; auch diese Verordnung hatte eine vorbildliche Beziehung auf die Zeiten des N. Testaments, daß nämlich alle Genossen desselben als Erstgeborne betrachtet werden, und sich als ein Eigenthum des Herrn ansehen sollen, der sie sich theuer mit seinem Blute erkauft hat; daher heißen denn auch die Christen Erstlinge der Creaturen Gottes, Jak: 1> 18/ und die ganze Gemeinde wird die der Erstgebornen genannt, Hebr. 12, 23. Da Israel in der egyptischen Knechtschaft feige geworden war, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, die am nächsten war, denn Gott gedachte, es mögte das Volk gereuen, wenn sie den Streit sehen, und wieder in Egypten umkehren; darum führte er das Volk auf die Straße, durch die Wüste am Schilfmeer, Cap. 13, 17. 18. Und um sie von seiner besondern Führung zu überzeugen, so zog der Herr vor ihnen her des Tages in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ih« nen leuchtete zu reisen Tag und Nacht; die Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts, V. 21. 22. Pharao, der eins von jenen trotzigen und verzagten Herzen hatte, die nach Maßgabe der äußern günstigeren oder ungünstigeren Umstände, bald übermüthig, bald ganz darniedergeschlagen sind, ohne wahre Festigkeit in sich, die nur im Glauben dem Menschen eigen werden kann, denn es ist wohl ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches durch Gna> de geschieht; Pharao, als der erste Schreck über die letzterfahrne große Züchtigung vom Herrn vorüber war, bereute bald seine Nachgiebigkeit, die nur die Furcht ihm abgezwungen hatte, und machte die schleunigsten Anstalten, den Israeliten nachzujagen, um sie zurückzuholen, damit er seinen Willen und zugleich eine so große Menge brauchbarer Unterthanen behielte. Mit 600 auserlesenen Kriegswagen eilte er den Israeliten nach, obwohl er es sich nicht verbergen konnte, daß sie durch eine hohe Hand, durch höchst merkwürdige und unverkennbare Fügungen des All« mächtigen, ausgezogen waren, Cap. 14, 9; und wirklich ereilte er mit seinen Egyptern die Israeliten, da sie sich am Meere gelagert hatten, mit Rossen und Wagen und Reitern und all seinem Heer, im Thal Hi« roth (Felslücke), Baalzephon gegenüber. Ietzt offenbarte sich Israels Verzagtheit und Undankbarkeit gegen Moses und Gott zum ersten Mal; als sie den Pharao hinter sich, das rothe Meer vor sich, hohe Berge zu beiden Seiten neben sich sahen, zwischen welchen sie in einer weiteren Oeffnung sich befanden, da entfiel ihnen das Herz, und sie fürchteten sich sehr, viele schrieen im Glauben an Gott zu ihm um Hülfe, andere murrten, warum Moses sie aus Egypten fortgeführt habe, auch dort seien ja Gräber gewesen, wenn sie doch sterben sollten, wie sie ja jetzt ihren Tod vor Augen sähen! so wenig erkannten sie Gottes mächtigen Arm, so wenig vertrauten sie, nach einer eben erst gemachten Erfahrung der göttlichen Hülfe, seiner ferneren Regierung. Knechtschaft, die sie so lange getragen haben, in der alle aufgewachsen waren, ist ihnen lieber als das Gnadengeschenk der Freiheit, und sie sprachen zu Mose: Höre auf— laß ab von deinem Vorhaben — und laß uns den Egyptern dienen, denn es wäre uns ja besser, den Egyptern dienen, denn in der Wüste sterben! Aber unter allen drohenden Gefahren, bedrängt von Pharao und seinen eignen Landsleuten, stand Moses da voll freudiges Muthes, voll fester und unerschütterlicher Zuversicht auf einen glücklichen Ausgang, im Glauben an den Herrn, der das Werk begonnen hatte, und der groß von Rath und mächtig von That ist, und seine herrliche Macht mit der That beweisen kann. Nur vom Herrn erwartet er Hülfe und hält sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn, und ist des künftigen Sieges so gewiß, als wäre er schon errungen, und sein Volk tröstend und zur Zuversicht auf oert Herrn ermunternd, spricht er Cap. 14, 13. 14: Fürchtet euch nicht, stehet fest, und sehet zu, was für ein Heil der Herr heute an euch thun wird! Denn diese Egypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. Der Herr wird für euch streik ten, und ihr werdet stille sein. Nichts sollten sie selbst thun zu ihrer Rettung, der Herr wollte alles allein thun, sie sollten sich nur leiten laf« sen und folgen, damit die Ehre allein des Herrn sei, und keiner sagen könne, er sei aus Verdienst seiner Werke und kraft seines mächtigen Ar« mes aus der Gefahr errettet worden, sondern vielmehr nur durch unver « diente Gnade und Barmherzigkeit, durch ein augenscheinliches Wunder der göttlichen Allmacht. Und so verhält es sich auch mit der Erlösung durch Christum, er allein hat sie vollbracht, sie ist ein göttliches Allmachts« und Gnadenwerk, und wir werden gerettet, so wir gläubig uns ihm ganz hingeben und folgen. Auf Gottes Befehl hebt Moses seinen Stab empor, und reckt seine Hand über das Meer, da ließ es der Herr hin« wegfahren durch einen starken Ostwind, die ganze Nacht, und machte das Meer trocken, und die Wasser theileten sich von einander, und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trocknen, und das Wasser war ihnen für Mauern zur Rechten und zur Linken; und die Wolkensäule, der Engel Gottes, der vor dem Heer Israel herzog, trat hinter sie, und kam zwischen das Heer der Egypter und das Heer Israel; es war aber eine finstere Wolke auf der Seite nach den Egyp« tern zu, und jenseits erleuchtete sie bei den Israeliten die Nacht, so daß beide Theile die ganze Nacht nicht zusammen kommen konnten. So ging Israel durchs rothe Meer; Pharao eilt ihnen nach mit Rossen, Reitern und Wagen, da richtet der Herr eine Verwirrung unter ihnen an, sie wollen fliehen, Moses reckt seine Hand über das Meer, es stürzt in seinen Strom zurück, die fliehenden Egypter eilen ihm gerade entgegen, und nicht Einer von ihnen wird gerettet. Also half der Herr Jsrael an dem Tage von der Egypter Hand, und sie sahen die Egypter todt am Ufer des Meeres; und das Volk fürchtete den Herrn mit heiliger Scheu,' und glaubte an ihn und seinen Knecht Moses.

IV. Israels Schicksale bis zur Ankunft am Sinai.

Sehr bald zeigten die Kinder Israel wieder ihren undankbaren und unzufriedenen Sinn, und wie sie so wenig durch die große Hülfe Gottes zu kindlicher Ergebung erweckt worden waren. Als sie vom Schilfmeer aus weiter zogen, und in die Wüste Sur kamen, hatten sie drei Tage hindurch nichts zu trinken; und als sie endlich zu Mara Wafser fanden, da war es bitter und ungenießbar, da murreten sie wider Moses und sprachen: Was sollen wir trinken? Und er schrie zu dem Herrn in anhaltendem Gebet und Flehen, und der Herr wies ihm einen Baum, dessen Holz ins Wasser gethan wurde, wodurch es einen süßen Geschmack bekam. An dieser Stätte und zu dieser Zeit machte der Herr das Volk mit dem Grundgesetze seiner königlichen Regierung bekannt, daß aller Gehorsam gegen seine Gebote die beglückendsten Folgen für sie haben werde, indem sie dann mit den traurigen Folgen des Ungehorsams verschont bleiben würden, er sprach: Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und thun, was recht ist vor ihm, und zu Oh« ren fassen seine Gebote (sie befolgen), und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Egypten gelegt habe, denn ich bin der Herr, dein Arzt, Cap. 15, 26. Dieser un« ser Arzt ist der Herr Jesus Christus, der sich selber so nennt, weil er durch seine Gnade die Krankheiten der Seele, ihre Zerrüttung, heilt und uns von der Sünde erlöst, so wir anders zutrauensvoll ganz und gar, und ohne Rückhalt, uns ihm hingeben; er spricht Matth. 9, 12.13: Die Starken dürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken; ich bin kom« 'men, die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Frommen.

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Einen neuen Beweis seiner göttlichen Geduld mit diesem undankbaren Volke gab der Herr, als die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wüste murrete. Nachdem die aus Egypten mitgenommenen Nahrungsmittel aufgezehrt waren, und sie nun besorgten, Mangel zu leiden, da sprachen sie (Cap. 16.): Wollte Gott, wir wären in Egypten gestorben durch des Herrn Hand, da wir bei den Fleischtöpfen saßen, und hatten die Fülle Brot zu essen, denn ihr habt uns darum ausgeführet in diese Wüste, daß ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset! Da verhieß ihnen Gott durch Moses Fleisch und Brot, und Wachteln kamen herauf und bedeckten denHeereszug, undam andern Morgen, als der Thau weg war, da fanden die Kinder Israel das Brot, welches ihnen der Herr zu essen gegeben hatte, und nannten es Man. Sie sammelten es vierzig Iahr hindurch täglich, und eine be« sondere Glaubensprüsung für sie bestand darin, daß sie täglich nur so viel sammeln durften, als sie gerade nöthig hatten; und als einige Ungläubige einst mehr genommen und es aufbewahrt hatten, da war es ungenießbar geworden und voller Würmer; so wollte der Herr die Seinen schon damals durch die That belehren, was der Herr Iesus in den Worten ausspricht Matth. 6, 34: Sorget nicht für den andern M««

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