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che Kalt das ganze Jalir hindurch, das es den soninicr in winter verkehrete und mann weder sahen nocli pflanzen weder auf den Bäumen einige Früchte wachsen kirnten."

Hier wohnten in den ältesten Zeiten die Sueven, hier herrschten die mächtigen Römer laut Zeugniss der Geschichte, der Alterthümer, die gefunden werden (merkwürdig eine hei Harhurg aufgegrabene Ville); später gehorchten die Sueven den hei Zülpich siegreichen Franken, zur Zeit des deutschen Reichs gehörte das Ries zum Herzogihum Schwaben. Unter den edeln Geschlechtern ragte durch Macht und Ehren vor einem Jahrtausend schon das der Gaugrafen zu Oellingen über alle hervor. Alberne Schmeichelei führt das Geschlecht bis auf einen edeln Römer unter Julius Cäsar, angeblichen Namens Gedeon, zurück. Fromme Legende lässt den Hauptmann bei dem Kreuze Jesu den ersten Ahnen des Geschlechtes sein. Die beglaubigte Geschichte nennt zuerst einen Grajns und Ludwig, wobei, indem des ersten Namens nicht mehr erwähnt wird und er keinen deutschen Klang hat, nahe liegt zu vermuthen, dass Ein Mann, Graf Ludwig, gemeint sei; diess ist auch der Lieblingsname des Geschlechts. Unter der Aufschrift: Ritterliche Thaten der Grafen zu Oettingen, ist in einer Handschrift zu lesen: „Bei diesem Schlacht (nehmlich die Schlacht zu Merseburg 933 ist gemeint) hat sich auch Graf Ludwig (I.) von Oettingen, den man des Kaisers ObcrRath geheissen, sambt 60 Pferden mit grossem Ruhm befunden, den Ersten Angriff gethan; auch bei dem HautVen der Ritter Im Grundt, so ober Kirschberg gelegen, sich versteckht gehallten, In der Feind seilten gefallen, darauf gehawen, der Vngern Ordnung zertrennet, heuffig Erlegt vnnd Erschlagen, da sie mit grossem geschrey vnndergangen vnnd Ihre Losung, welche vft" die Schlacht gericht, die da war, Hai, Hai, Hai u. s. w. haben fallen lassen. Darfür vnnd darwider die Kaisserische dass Wörtlein Kyrieeley*on hatten, das Ist: Herr erbarme dich unter. In welch Schlacht auch der Gr. Ludwig sein Leben ritterlich geendet." — Cf. Speneri herald.: Illustrissima familia Oettingia citra controvertiam ex antiiju>'nsiiius Germaniae nostrae est."

Halte so ein edler Oettinger das Leben für die deutschen Brüder bei Merseburg gelassen, zwei andere kämpften ritterlich für deutschen Volkes Wohl und Ruhe auf dem Lechfeld 10. Aug. 955 und erstritten mit jenen herrlichen Sieg wider die Ungarn. Dieselbe Treue, die sie den grossen Sachsen (ein Graf hatte auch Hedwig, Olto des Grossen Schwester, Grafen Eberhardts zu Ebcrstcin Wittwe, zur Gemahlin erhalten 933) erzeigten, bewiesen sie auch den eben so grossen, wo nicht grossem Hohenstaufen. In dem allen Gedichte: Barlaani und Josapliat wird der Tod eines Cunrat von Oettingen f 1183 besungen und gesagt, das ganze deutsche Volk habe Ihn beklagt mit grosser Klage; man fühlt es der Trauer an, wie hoch er gehalten und wie er'.dem deutschen Kaiser, dem Barbarossa, so nahe gestanden wie Jonathan David *). An das Haus Habsburg knüpften sie wieder mit den Banden der Treue auch die des Blutes, Rudolphs des Kaisers beide Gemahlinnen waren aus dem Oeltingischen Hause, und wiederum gab Kaiser Älbrecht dem Oettinger Ludwig Villi, f 1346 (unentschieden) seine Tochter Gutta zur Ehe **). Mit Ludwig dein Baier hielten es 2 Oettinger Grafen, Ludwig X. und XL, ein anderer, nehmlich Ludwig IX., hielt es mit Friedrich dem Schönen, alle drei, ein Bild deutscher Zerrissenheit , lochten in der Schlacht bei Ampfingen. Ludwigs und Friedrichs Versöhnung versühnte gewiss auch die gespaltenen Glieder des Oeltingischen Hauses. Tapfer im Krieg, weise im Rath wurden sie öfter zu wichtigen Gesandtschaften, z. B. von Kaiser Adolph, Albrecht und Ludwig dem Baier an den Pabst verwendet. „A. 1417 vnd 1419 Rüembt K. Sigisniundt beeder graf' Ludwig Vatter und Sohns merita, Sonderlich aber des Sohns (L. XIII.) vornehme commissione» und legatione» in fernen landen, als in Arragonia, Frankreich, Engelland vnnd au vil andern Enden im Teutschlandt, sonder

*) Ein ander Gedicht des sangreichen Mittelalters besingt auf folgende liebliche. Weise einen Oeltingischen Herrscher:

Vliessend urspring volktmien ganz an eien

An triuwru fert alsani ein.adamas

Got mims im iemeruernden selde nieren

Er ist der eren luter Spiegelglas.

Er ist demuetig, er pfliget reiner gruesse,

Kein wandet nie den werden held verschriet,

Man sieht in stete mit bernden fügenden ringen

Husere kan er walten. Unzuht

Unkuische nnfiior kan er von im schalten.

Ich mein graf Ludwigen von Oettingen. Nehmlich Ludwig VI. f 127.}, der ein freund des Friedens in Deutschlands verwirrtester Zeit gewesen zu sein scheint. (Die Verse sind gedruckt in der genealogischen Geschichte der Grafen von Oettingen v. 1739 p. 35 zu lesen.)

**) Ihm gab Heinrich VII. Zeugniss, dass er nebst Herzog Rudolph von Kaiern sieh zu Rom wider seine Feinde am ritterlichsten gehalten, und der Ehren Dank davon gelragen habe. Hingegen ein andrer Graf Konrad III. f 1313, mit dem sonderbaren Namen: der Schrimpf, ein Mann voll Unruhe und wie ein Ismael, ward von demselben Kaiser, gegen den er im Bund mit Gr. Kberhard von Wurtemberg sich auflehnte, geächtet, und musste hilllos in das Kloster Kaisheim (jetzt Kaisersheim) bei Donauwöhrd flüchten , wo er im blühendsten Alter in grösster Ainiuth starb.

Zeitschr.f. luth. Theol. IV. 1852. 44

lieh aber bei dem concilio zu Coslnilz." Jener ward Ludwig (XII.) im Bart und der hohe Mann genannt. In der IS'ancyer Schlacht 1477 stritten gegen Karl den Kühnen L. XIV. und Graf Johann, deren erslrer ob seiner Tapferkeit den Ritterschlag, der zweite den Orden des goldnen Vlieses errang. Wieder zwei Ludwigs Vater und Sohn, XV. u. XVI., leisteten Karl V. Dienste; ein Graf Wolfgang der Schöne f 1522 war Kaiser Maximilians Rath und im Reich sehr angesehen gewesen. — Die grossen treuen Dienste blieben nicht nnbelohut; die Kaiser krönten die Grafen dankbar mit Ehren und Mehrung der Macht. Von den Ottoncn wurden sie zu Erbherren gemacht, sie wurden Schutz- und Schirmherren intitulirt, ihnen stand das Landgericht (Dincb) zu, damit das Recht auf auderm Grund und Boden unter freiem Himmel Gericht zu halten, männiglich zu bescheiden; ebenso: Platz, Glait (so geleitete L. XII. die böhmischen Gesandten auf das Concil zu Basel), Burkfriden, Münze, selbst Gold. Sie erhielten Lehner in Franken, Bayern, im Elsass, wo sie eine Zeit lang Landgrafen waren; waren öfter Landvügte in Schwaben, Gr. Friedrich 1329 Statthalter in Italien, Friedrich III. f 1423 der Fromme hiess Magister Germaniae; 5 Dynasten, 43 Edle, 5 Städte, 15 Bürgerliche zahlten sie zn ihren Vasallen; ein Verzeichniss der Feudalorle nennt 110 Namen. 1200 —1400 wehte das Banner der au Würden und Tugenden reichen Ritter am höchsten; und wohl nur die unglückselige Art der Deutschen, unter sich uneins zu sein, der Umstand, dass so lange Erbfolge und Erstgeburtsrecht bis L. XVI. nicht geordnet waren, selbst eine friedliche Auseinandersetzung der verschiedenen Ansprüche viel Kraft in Anspruch nahm, geschweige denn, wie öfter trotz mehrer Erbeinigungen nicht ausblieb, eine streitige, hinderten, menschlich geredet, dass das Haus Oettingen zu noch höhern oder selbst den höchsten Stufen der irdischen Gewalt erhoben ward. —

Mit Recht sagt also Kaiser Friedrich III. in einer Urkunde 1463, durch welche er 7 öttingischen Grafen alle Rechte bestätigt: „Wir haben angesehn der obgenannten von Delling getrew vnd annere Dinste, die Sy vns vnd dem Reiche offt vnd dick, williclich vnd getrewlichen getan haben teglich tun vnd furbaser ze Urne willig vnd bereit sein, vnd wol tun sollen vnd mögen in künfftig zeitten." —

Bei zwei öttingischen Urkunden (die Materialien zur Oettingischen altern und neuern Geschichte, eine periodische Schrift, Wallersteiri 1773 u. s. w. 5 B., enthalten mehrere, wie überhaupt vieles für die politische Geschichte Wichtiges) fiel mir — freilich bin icli ein Neuling — in der Angabe der Jalirzahl der Ausdruck: „da man zeit von Gottesgeburth," auf.

Hätte ich das Jahr 1848 nicht mit erlebt, so Hesse ich. unberührt, was ich zum Schlüsse dieser allgemein historischen Notizen beifügen will, nehmlich Dingers folgende Nachricht: „Im Jahr 992 Entstünde in Schwaben vnd Ries ein aufruhr, sonderbahr von dem Baur Volk also zwar, das sie den geistlichen nichts als den Zehenden lassen, der obrigkeit aber Jährlich mehr nit als eine Hennen und etlich wenige Pfenning reichen wollten , seynd aber wider zum gehorsam gebracht worden."

Der Weltgeschichte Puls ist Religion, ist Glaube. Der Sueven Heidenthum berühren wir nicht. Leider gebricht es aber auch über die Einführung unsers allerheiligsten Glaubens im Ries an sicheren Nachrichten. Dass frühe schon, vielleicht gegen Ende des 2. Jahrhunderts, einzelne Seelen hinzugethan wurden zu der Gemeine Gottes, die er durch sein eigen Blut erworben, eine heilige diaspora, das haben unwiderleglich, die unweit Donauwöhrd in den verflossenen vierziger Jahren aufgefundenen vielen Gräber dargethan, indem bei mehrern christliche Symbole sich befanden, alle übrige Gegenstände, Münzen, Wallen u. s. w. die Zeit von 200 — 400 beurkundeten. Wahrscheinlich waren Streiter dem Fleische nach die ersten Streiter Christi nach dem Geist, sowohl Römer als in ihren Diensten stehende Eingeborne. Bei der Frage, wann und wie die Kirche Christi eine feste Gestalt in dieser Landschaft gewonnen habe, ist, ohne einen bestimmten Anhaltspunct zu geben und zu haben, die gewöhnliche Ansicht die, dass solches sehr früh der Fall gewesen und dass zuerst die Ebene des Herrn geworden, und dann das Gebirge, in, und auf welchem sich das Heidenthum am längsten gehalten habe, daher auch der Name des Hauptortes auf dem massig hohen Waldgebirg Hahnekamm, der die Wasserscheide zwischen den beiden Flüssen der Würnitz und Allmühl bildet, Heidenheim. Letzlere Meinung theilte ich früher auch, glaube aber jetzt, dass sie unwahr ist und geradezu umgedreht, werden niuss. Für Heidenheim kennen wir den Bruder Willibalds, 1. Bischofs von Eichstadt und Apostels jenes Gaus, den Wunibald als Apostel um 750. Wie die andern h. Männer und Missionare Kilian, Emmeran, Gallus, Magnus u. s. w., Hess er sich im dichten Walde nieder, griff deu Götzendienst in einem seiner Bollwerke an, um nachdem er Höhen desselben zerstört, segnend mit seinen Gefährten links und rechts in dieThäler niederzusjeigen, so dass Berge es waren, von denen den Thalbewohnern die Hilfe herab kam. Merkwürdig ist', dass schon 916 zu Hohenalthcim im Ries ein concilium und ein Reichstag gehalten wurde, auf welchem die beiden Sendgrafen Erchanger und Bertholdt, die sich Gewalttätigkeiten gegen den Bisch. Salomon von Costnitz erlaubt und selbst dem Kaiser Konrad I. widersetzt hatten, zum Tode verurtheill und enthauptet, zugleich aber auch die sächsischen Bischöfe unter schweren Bedrohungen nach Mainz vorgeladen wurden. In dem Verzeichniss derjenigen Kirchen und Kapellen, welche Gemdecar IL, Bischof von Eichstädt, v. 1057—1075 eingeweiht hat, werden im Ries genannt: 1060 Wemedingen Wemding; 1061 Ölungen, 1064 Mürchlingen, 1071 mit dem Bischof von Augsburg Vinuistett Fünfsletten mit Ottingah, Tuingingen etwa Ueiningen, Hegeberg oder Heyeberg, vielleicht Heuberg bei Oettingen; Hairaenerfurt etwa Hainsfuhrt (und Hainsfahrt) */4 St. von Oeltiugen, Enningen Ehingen? (vergl. des Nürnberger Missionsblaltes N. 22 — 24 vom Jahrgang 1850). Bis nicht andere altere verbürgte Daten entdeckt werden, wird man am besten thun, dem Wunibald di« Kirchenkrone gesegneter Eroberung des, Rieses für das Gebiet der Kirche zu geben.

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Wie durch ritterliche Eigenschaften berühmt, waren die Oettinger Grafen treue Söhne der Kirche, fromm nach Mass der Erkenntnis», in der Art und Weise des Mittelalters. Notger, der 1007 Bischof von Lüttich war, ist unter die Heiligen aufgenommen* Ein Ludwig Donchen zu Mainz- wollte nach Jerusalem wallfahrten, starb aber zu Cairo 1342. Das schreckte Graf Friedrichen nicht ab, der von Pabst Bonifacius IX. Erlaubniss erhielt, mit 8 Personen zum b. Grab zu ziehen. Ein anderer Friedrich von Oettingeu wurde noch nicht volle 24 Jahre alt zum Bischof von Eichstädt erwählt und war es 32 Jahre lang, bis er 1415 entschlief und in der Kathedralkirche begraben wurde. Er wird gerühmt um seiner löblichen Eigenschaften, Freigebigkeit gegen Kirchen und Arme und Regierung willen; war dabei aber auch ein Eiferer wider die vertriebenen Waldenser. Ein anderer Graf aber, der Domherr in Würzburg war, scheint dem Bischof und Kapitel einmal viel zu schaffen gemacht zu haben, indem er beharrlich an den Pabst um irgend einer Ursache willen sich wenden wollte; diess zu verhindern, wird öfter nach Oettingen au Graf Johannes geschrieben, um seinen Bruder zu vermögen, von seinem Vorhaben abzustehen; über* haupt sind die Acten darüber, welche die drollige Ueberschrift tragen: ein schlimmer Pfaffenhaudel 1475, so reich, dass «nan sich ganz in unser papiernes Jahrhundert versetzt glaubt. kirchenrechtlichen Werlh dürfte unter den Schriften,

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