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Pruritus leicht vergeben, wenn er nur darch eine eigenthümliche Ansicht über die Bedeutung der Organe auf diese Veränderungen geführt worden wäre, und wenn ihn sein Purismus nicht zu den selben Fehlern verleitete, die er mit ziemlichem Selbstgefühle an den Benennungen der ausgezeichnetsten Botaniker rügt. Ausser dem sehr subtil getrennten Stylobates des Vfs. kann jedoch Ref. kaum etwas Neues in der vorliegenden Schrift auffinden. Wenn aber Hr. P. den von den Alten gebrauchten und unter den Neuern, z. B. von Trinius wieder aufgenommenen Ausdruck Locusta desshalb verwirft, weil der Name eine Insectengattung bezeichne, so muss ihm eingehalten werden, dass der von ihm dafür gewählte Name Achnanthus mit der Pflanzen- oder Infusoriengattung Achnanthes Bory doch gar zu grosse Aehnlichkeit besitzt, sowie ausserdem, dass sein Stylidium an eine in allen Gärten vorkommende Swartz’sche Pflanzengattung vergeben ist, seine Stylobasis ziemlich gleich mit Desfontaine's Stylobasium und seine Atherix völlig gleich mit der Fabricius'schen Gattung der Zweiflügler lautet. Indem der Vf. für die innersten Schuppen der Grasblüthe den Namen Sepala desshalb beibehält (S. 56), „quia hoc nomine partes parapetalii (i. e. nectarii) etiam aliorum florum insignjuntur's, so ist er mit seiner Ansicht S. 9 in directem Widersprucke. Aehnliche Inconsequenzen und Ungenauigkeiten, z. B. Š. 12 Note, wo rhachis von costa media nicht unterschieden wird, kommen mehrere vor. Wie schwerfällig die vom Vf. geschaffenen Verba segquipedalia: Perianthetiam, Parapetalium u. 6. w., sich ausnehmen, davon geben die angehängten, übrigens sorgfältig bearbeiteten Gattungsdiagnosen hinreichende Beweise. Durch Wiederholung der allgemeinen Eigenschaften bei den so ähnlich gebildeten Scbupe pen der Grasblüthe ist viel Raum verschwendet worden. Des Ref. Ansicht zufolge, hätte der Vf. seinen Fleiss wohl an einem andern Gegenstande versuchen können als diesem, dem neuerlich durch Trinius's nnd Kunth's geistreiche und gründliche Arbeiten die schätzbarsten Erläuterungen zu Theil worden sind. 129..

ithe ist viehen bei den se sabe Durch Wiedere

[330] Magmineralogischen Freien Heften,

[330] Magazin für die Oryktographie von Sachsen. Ein Beitrag zur mineralogischen Kenntniss dieses Landes und zur Geschichte seiner Mineralien. In freien Heften herausgegeben von J. C. Freiesleben, kg). sächs. Bergrathe o. S. W. 6. Heft. Freiberg, Engelhardt. 1834. 125 S. gr. 8. (n. 12 Gr.) (1–5. Heft. Freiberg, Cwaz u. Gerlach. 1828-31. 4 Thlr. 10 Gr.]

Dieses Heft des durch seine fast zu ungemeine Ausführlich keit in Sammlung vaterländischer Fundorte, Vorkommen, geschichtheher und literarischer. Notizen und Curiositäten bekannten Magazins enthält die Fortsetzung des Talkgeschlechts und zwar : Serpentin, Schillerstein, Marmelit, Talk, Perlglimmer, Asbest,

Ten Anfang zuilosophie zu Meclich, für die der Veriss der Natur und, soweit native. Bedentunsachen

Picrosmin, Metaxit (von diesem hat Kersten im Anhange eine etwas oberflächliche Analyse mitgetheilt), Kymatin, Kupholith, Peponit, Strahlstein, Tremolit und Cyanit. Das locale Interesse für sächsische Mineralogen vom Fach ist dem Werke keineswegs abzusprechen, doch auch dieses dürfte sich mindern, wenn die Hefte, bei der grossen Ausdehnung, die das Ganze, nach dem bis jetzt Gegebenen zu schliessen, erhalten wird, nicht etwas schneller folgen.

[331] Polemische Blätter zur Beförderung der speculativen Physik, herausgegeben von Heinrich Steffens. 2. Heft. · Zur Geologie. Breslat, Max u. Comp. 1835. II. u. 159 S. gr. 8. ' (20 Gr.).

[1. Heft. Ebendas. 1829. 22 Gr.] In diesem 2., von Vielen gewiss sehnlich erwarteten Elefte macht der Vf. den Anfang zur Ausführung seines Entschlusses, „das Verhältniss der Naturphilosophie zu der jetzt bestehenden Naturwissenschaft anzụdeuten und, soweit möglich, für die Zukunft zu begründen“. Um aber die speculative. Bedentung der von der gegenwärtigen Naturwissenschaft gebotenen Thatsachen nachzuweisen, fängt er, nicht, wie man erwarten konnte, von der Physik im engern Sinne, sondern von der Geologie an. Bei jener sei die rein mathematische Begründung seinem Vorhaben hinderlich, die Resultate. dagegen, welche diese in neuerer Zeit gewann, vorzüglich geeignet, zur Lösung der tiefsten speculativen Aufgabe benutzt zu werden. Man weiss, dass der Vf. sich selbst in der Geologie mit Glück versucht hat, daher es wohl mindestens natürlich ist, wenn er die neuere Geologie den ehemaligen „principlosen Kosmogonieen" gegenüber, auf einem sehr hohen Standpuncte findet und ihre. Resultate vorzugsweise für seinen speculativen Zweck in Anspruch nimmt. Wie dem auch sei, die nun folgende Darstellung des Zustandes der Geologie ist meisterhaft geschrieben und beurkundet aufs neue des Vfs. eminente DarstelJungsgabe. : Von Werner an, dessen Systeme' er selbst in seinen „Beiträgen zur innern Naturgeschichte der Erde" gehuldigt, führt er uns durch die streitenden Ansichten bis zu einer kurzen, aber lebendigen Darstellung der jetzigen Geologie, stets das Thatsächliche besonders hervorhebend und den fossilen Resten organischer Wesen eine vorzügliche Aufmerksamkeit widmend. Letzterer Umstand' erklärt sich sehr bald aus dem Gebrauch, den er von dieser geschichtlichen Darstellung zu machen gedenkt. Weit, entfernt, dass der, in inanchen Dingen fast absolute Gegensatz der neuern geologischen Ansichten gegen die von dem Vf. selbst in seinen früheren Schriften befolgte Theorie die damals von ihm geäusserte speculative Ansicht umstossen sollten, behauptet der Yf.

pielmehr, dass dieselbe durch diesen Wechsel in ihrem Wesen durchaus nicht verändert, sogar befestigt sei. Er wendet' sich nun von S. 116 an zum speculativen Theile, entwickelt seine Ansicht von speculativer Physik überhaupt, stellt ihr Verhältniss zur Philosophie einerseits , zur empirischen Naturforschung andererseits fest. Er zeigt, wie die für letztere nothwendige Vereinzelang, Gegenüberstellung, Aufeinander-Beziehung der Stoffe , wo die gegebene Form das Reelle, das Leben das Ideelle, sei, im Leben selbst nicht existire, erst bei Entäusserung des Lebens erscheine. Das Leben sei Thatsache, die Stoffe das Ideelle. Leben vom Körper, Kraft vom Stoff lasse sich in der That nicht ;'. trennen. Aber nicht bloss auf die sogenannten organischen Gestalten ist der Lebensprocess beschränkt, die Organismen assimiliren nicht allein, sie werden auch fortwährend assimilírt von der Umgebung, mit der sie zusammen Ein Lebendiges bilden. So die ganze Erde ein Totalorganismus, sie wieder ein Theil des Organismus der Welt. Die ältesten Teleologieen und Theodiceen ' haben diese Ansicht roh angedeutet, jetzt sei durch die Ausbildung der Naturwissenschaft eine Epoche herbeigeführt, die zu einer streng wissenschaftlichen Ausbildung der Theodicee auffordere. Der Vf. stellt nun acht, eines Auszugs nicht fähige Hauptthesen über den Begriff des Anorganischen und Organischen, der Kraft, der Veränderung und Entwickelung, des Lebens und Todes auf. Aus diesen entwickelt er ein allgemeines Lebensgesetz, „das Gravitationsgesetz des Lebens“: ein jedes besondere Leben, ist in gleichem Verhältniss in sich und von der äussern Welt gesondert, ein jedes in gleichem Verhältniss äusserlich von der Welt gesondert und innerlich mit ihr als eins gesetzt. Eine ächt geschichtliche Bedeutung aber erhalte diess Gesetz, wenn man die Entwickelung der Organismen durch die verschiedenen Epochen der Erdbildung hindurch verfolge. Diese Darstellung der geologischen Erdprocesse als lebendiger Entwickelungsprocesse verspricht der Vf. im nächsten Hefte, welches baldigst erscheinen solle, zu geben. 94.

Staatswissenschaften. [332] Die kurhessische Verfassungs - Urkunde, erläutert und beleuchtet nach Massgabe ihrer einzelnen Paragraphen. Ein Handbuch für Landstände, Geschäftsmänner, konstitutionelle Staatsbeamte und Staatsbürger. Von Friedr. Murhard. 3-12. Lief. Kassel, Bohné. 1834. S. 193—465 u. 679 S. gr. 8. (Vollständig 2 Abthl. n. 4 Thlr. 16 Gr.) ; .

10 Otto) 10 ks vai to, [Vgl. Repertor. Bd. 2. No. 1049.] Früher, als man gedacht hatte, und mit sparsamerer Benutzung des Raumes ist dieses Werk, dessen Tendenz, Geist und Form Reperi. d. ges. deutsch, Lit. IV. 3.

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wir bereits in unsrer Anzeige über die ersten Lieferungen bezeichnet hatten, vollendet worden. Richtung und Haltung desselben sind sich gleich geblieben; eine grössere Kürze und Gedrängtheit der Darstellung ist jedoch in der zweiten Abtheilung ersichtlich. Zum grossen Theil wird sie durch die Materien gerechtfertigt. Denn es handelt sich hier nicht um die Entwickelung der Folgerungen, die sich aus kurzen, allgemeinen, aber inbaltschweren Sätzen - ergeben, wie diess in der ersten Abtheilung meist der Fall war, sondern nur die Darstellung von Einrichtungen, die in dem Gesetze selbst schon ziemlich genau geschildert sind. Was in einem für Staatsmänner geschriebenen Commentare sehr vielen Raum in Anspruch genommen haben würde: die Erörterung der Möglichkeiten, die aus diesen Einrichtungen - hervorgehen können, und die Prüfung ihres politischen Sinnes und Wirkens, das kam hier in einer populären Darstellung, die dem Volke bloss zeigen sollte, was wirklich sei, weniger in Betracht. Doch geben dem Vf. mehrere Puncte auch hier noch zu weiteren Auseinandersetzungen vielfachen Anlass. Mit besonderer Sorgfalt ist der von den Staatsdienern handelnde Artikel bearbeitet; allerdings eine hoch wichtige Materie, über die noch viele Dunkel verbreitet sind. Der Vf. nimmt gebührende Rücksicht auf die Eigenthümlichkeiten des deutschen Staatslebens. Dass heftige Ausfälle gegen das Zurielregieren und Bevormunden nicht ausbleiben, lässt sich denken. Der Vf. scheint aber zum Theil eine Hebung der Nachtheile, die er aus dem Bestehen einer Beamtenkasté ableitet, von einer Ueber. tragung dieser Functionen an das Volk zu erwarten. Wenn diess nur soviel heissen soll, dass Geschäfte, die jetzt durch bezahlte Beamte verrichtet werden, künftig durch unbesoldete zu besorgen seien, so zweifeln wir, ob desshalb dem Vielregieren hinreichender Einhalt gethan werde, und sind gewiss, dass die Verwaltung schlechter erfolgen wird. Sollen aber viele unnöthige Geschäfte geradezu aufgegeben werden, oder viele Functionen, die jetzt von öffentlichen Autoritäten vollzogen werden, dem freien Ermessen der betheiligten Individuen zurückfallen, so stimmen wir bei. Den meisten Raum der 2. Abthl. nimmt die Darstellung des Organismus der Landstände ein. Der" Vf. findet dabei Gelegenheit auf die Staatsdiener zurückzukommen und namentlich die in Kurhessen so wichtig gewordene Frage von der Urlaubsverweigerung an zu Abgeordneten gewählte Staatsdiener zu untersuchen. Ueberall gibt dieses Werk zu reichen Betrachtungen Anlass und hebt eine Menge Fragen hervor, die zu umfangreichen Erörterungen Stoff bicten. Wenn aber diese Institutionen fortbestehen, so werden noch Bibliotheken von Schriften darüber gefüllt werden. Denn die Mannichfaltigkeit der möglichen Fälle ist unendlich, und wie diese Institute nicht von dem menschlichen Geiste erdacht, sondern im Leben geworden sind, so kann auch keine Speculation die einzelnen

Verwickelungen im Voraus berechnen, die das Leben herbeiführen mag.

11. [333] Alphabetisches Verzeichniss sämmtl. im Königreiche Sachsen Gewerb - und Personal - Steuerpflichtigen, mit Angabe der Steuersätze für selbige a. s. w., herausgeg. von M. Fr. Ado. Kretschmann, k. s. Steuerproc. und Rechtsconsulent zu Leipzig. Leipzig, Steinacker. 1835. 68 S. gr. 8. (6 Gr.)

Der Vf. hat durch diese übersichtliche Zusammenstellung der nach dem Gesetze vom 22. Novbr. 1834 und dessen Beifugen im Königr. Sachsen im Betreff der Gewerb- und Personensteuer getroffenen Bestimmungen ein nicht geringes Verdienst sich erworben. Nach einem gedrängten Auszuge jenes Gesetzes und der Verordnung zur Vollziehung desselben (S. 3—10), folgt das alphabet. Verzeichniss der Steuerpflichtigen mit Nachweisung der bezüglichen Stellen des Originals und der Tarifsätze selbst. Unter einzelnen Artikeln, z. B. Frauenzimmer, Militair, Umherziehen u. a. sind die dahin gehörenden pflichtigen Personen zusammengestellt; andere, z. B. Blattbinder, Comparse, Tripfhäusler u. s. w. ihrer Bedeutung nach kurz erklärt. Schlüsslich ein Verzeichnis der 143 Städte des Königreichs mit Angabe, ob sie den grössern, mittleren oder kleineren beigezählt werden und Bezirks -Steuereinnahmen besitzen. Hinsichtlich der Anordnung finden wir S. 17 B ürschmeister und dann S. 31 Hof-P ürschmeister und S. 51 Pürschkarrenknecht. Als fehlend bemerken wir: „Baumaterialienhändler im Ganzen" (8. 5, n. 1. c. S. 352) 4 bis 48 Thlr. , - „Bonne, herrschaftliche“ (Beif. F. S. 414) 16 Gr. Andere sind anderwärts bereits genannt worden, Satz und Druck konnten besser sein.

(334) Einige Gedanken und Ansichten über die bevorstehende Stände - Versammlung, über Wahlberechtigte und wählbare Abgeordnete für beide Herzogthümer Schleswig und Holstein; mitgetheilt in einem Gespräche zwischen drei dabei betheiligten Freunden. Hamburg, Perthes u. Besser. 1834. 1 Bog. gr. 8. (3 Gr.)

[335] Vorschläge, der Verarmung und Armuth der Fabrikarbeiter entgegen zu wirken. Eine offene Zuschrift an sämmtl. Fa.. brikherren des Kreises Gladbach von A. Hermann, Pastor. Mühlheim (M. Gladbach), Schmachtenberg u. Comp. 1834. 16 S. 8. (2 Gr.) . '

(336) Rechnungs - Tabellen zum Gebrauche bei der Erhebungsrolle in den Zollverbandes-Staaten des Königreichs Sachsen, des Kurfürstenthums Hessen, des Grossherzogthums Weimar, der Herzogl. Sächsischen Staaten, des Gesammthauses Anhalt, der Fürstl. Schwarzburgischen und Fürstl. Waldeckischen Länder. Berechnet

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