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zcn Oostrefchs, wie im ganzen Werke, vorzügliche Rücksicht genommen. In einem besonderen Abschnitte ist das Verhalten der Foisteullurgcwächse gegen das Klima auf sehr genügende Weise untersucht. Im Ganzen hätte aber Ref. es doch bequemer gefanden, bei den einzelnen Forstgewächsen zugleich ihr Verhalten legen Boden und Klima u. s. w. zu erörtern, indem es unangenehn ist, wenn der Leser, welcher sich über eine Art vollständig unterrichten will, ah 3—1 Orten nachschlagen muss. Die Lehrt von den forstschädlichen Thicren beschliessj diese Ahtheilnn;. Hier scheint der Vf. auch nicht ganz au niveau der Wissenschaft a sein. D;'e beigefügte color. Sleintafel stellt in 3 Abtheilungen dif wichtigsten forslsehädlichen Schmetterlinge dar. Dass der Schaden, den Bomhvx Cossns veranlasst bedeutend sei, bezweifelt Ret stark. Eine Inhaltsübersicht ist dem Buche beigefügt, das übrigens ziemlich eorreet gedruckt ist. Das Papier könnte weisser sein. 48.

[1214] Lehrbuch der Jagdwissenschaft in ihrem ganzem Umfange. Zum Gebrauche bei öffentlichen Vorlesung« und beim Selbststudium, von Slep/t. Beftlen, k. bayr. Forsüi. u. Prof. Frankfurt a. M., Sauerläuder. 1835. IV l 522 S. gr. 8. (1 Thlr. 20 Gr.)

Nur zu deutlich geht aus diesem Werke des bekannten Vfs. die Absicht hervor, die Jägerei, die doch nur ein Aggregat Toi Kenntnissen aus mehreren Zweigen verschiedener Wissenschaft» ist, zu einer eigentümlichen und selbständigen Wissenschaft n erheben. So betrachtet der Vf. als Hülfswissenschaften dcrJagdkunde die'Naturwissenschaften, Chemie, Physik, Technologie, Mathematik, Staats»-irthschafl, Polizei»issrnschaft, Rechtskunde, allgemeine Geschichte , Literar - und Kunstgeschichte und Mythologie.1 indem man die Jagdkunde, vornrlhcilsfrei betrachtet, dock nur als ein Flickwerk aus mehreren Theilen dieser Doctrinen ansehen muss. Das Bestreben abgerechnet, den Gegenstand der Schrift wichtiger zu machen, als er ist, und manchen daherriihren•'('ii gelehrten Flitterstaat unberücksichtigt , liefert der Vf. jedoch hier , wie zu erwarten , etwas sehr Tüchtiges und Vollständiges. Die Zoologie der Jagdlhiere ist von Dr. Dessberger verfasst nd ganz zweckmässig. Sie reicht, nach der Einleitung, bis S. 243. Dann folgt ein sehr lehrreicher Abschnitt über die Wildzucht (bb 283) , hierauf der Wild- und Jagdschutz (bis 288), ferner d« Wildjagd mit den verschiedenen Fangmethoden und dem hier» nöthigen Apparate (bis 468). Hier ist Alles zusammengefasst, was dem praktischen Jäger zu wissen nöthig ist und sehr bündig Om" fasslich dargestellt. Sodann. handelt der Vf. von der Wildnnlznn: (his 471), von der Jagd-Staatswissenschafts- und Jagdfinanzlebn'

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nnd Darstellung des Forstwesens als Staatsaufgabe nnd handelt hier den 1. derselben ab. In der Einleitung wird der Begriff der Forstwissenschaft festgestellt, die Einthtilung derselben vorgenommen, der Hilfswissenschaften Erwähnung gethan und eine sehr unvollständige Geschichte der Forstw. und Literatur beigebracht. Die Forstnaturlehre wird hierauf nach ihren 'einzelnen Theilen: Forstbotanik, Forstmineralogie (Boden- und Gebirgskunde), Forstklimatologie und Forstzoologie, abgehandelt. In der strengwissenschaftlichen Seite rder Gewächskunde, welche in einen allgemeinen und besondern Theil zerfällt, hat der Vf. nur Mittelraässiges geliefert, wie die Abschnitte Nomenclatur, Anatomie, Chemie, Physiologie der Pflanzen hinreichend darthun; dagegen Alles, was zo der praktischen Forstkunde in näherem Bezug steht, ganz tüchtig und zweckmässig ausgearbeitet ist, z. B. auch die Phytopathologie. Dasselbe gilt von der nun folgenden Aufzählung der Holzgewächse, die in. herrschende imd untergeordnete und wieder in:Nadel- und Laubhölzer eingetheilt werden. Vergebens suchte Ref. über einige in Öestreich vorkommende Kieferarten, z. B. Pisas rubra "Will., rolundata, Lk. näheren Aufschluss. Die P. austriaca (von Trattmik, nigricans Host.), die Schwarzfahre, wird zwar aufgeführt, aber wie immer ohne Autor des Namens und P. pinaster als Hauptbenennung vor P. austriaca, gestellt; da die P. Pinaster Ait. doch eine ganz verschiedene Art ist und nur die P. pinaster von Schultes zu. jener gehört. Die einzelnen Arten der Holzgewächse sind ausführlich nach Bewurzelung, Stammbildung und Verästung, Knospen und Blättern, Blüthe und Fruchtbildung, nach den Wachsthumsgesetzen, den Spielarten uud Krankheiten gan? zweckmässig für den praktischen Forstmann abgehandelt, und in Bezug auf die Wachsthumsgesetze findet man manche neue Bemerkungen. Die Lehre der forstschädlichen Pflanzen schliesst sich hier an; sie sind kurz und für den Zweck ausreichend erörtert. — Die forstliche Boden- und Gebirgskunde, welche nun folgt, jst ein auf ausgezeichnete Weise abgehandeltes Capitel dieses Werkes, und der Vf. ist hier ganz auf seinem Felde. Die Bodenkunde zerfällt i. in die Lehre v«n der Entstehung des Bodens ;. 2. die Kenntniss seiner Bestandteile und der Eigenschaften derselben; 3. die Lehre von den Verschiedenheiten und Eigenthümlichkeiten des Bodens; 4. .von dem Einflüsse desselben auf die Vegetation n.ebst dem Untergrunde, und 5. von den Mitteln zur Unterscheidung desselben. Die Gebirgskunde ist ebenfalls für den vorliegenden Zweck ganz ausreichend, mit Benutzung der neuesten Ansichten und deutlich abgehandelt. Der nun folgende Abschnitt: das Verhalten der Forstcullurgewächse gegen Bodennnd Gebirgsarten ist durchaus praktisch gehalten- und' zweckentsprechend. Die forstliche Klimatologie verdient dasselbe Lob, obgleich sie ausführlicher ist, und es wird dabei auf die Provin

Geschenk für alle Freunde der Jagd. Herausgeg. von Fr. Sy!vanu$. 3. Rudel. Breslau, Pelz. 1834. 126S. 12. (12 Gr.)

Technologie.

J1217] Lehre von den Metallen, insbesondere Lehre Vom Roh-Schmiedeisen, Stahl, Blei, Zinn,' Zink, Kupfer, Messing, Glockengut, den Bronzen u. s. w., von deren Gewinnung, Schmelzung, Verarbeitung durch Guss, Hummern, Walzen ,u. s. w..,. deren Anwendungen insbesondere in allen Zweigen des Bauwesens, in Gussformen, Bai ren, Blechen, Drähten, Nägeln u. s. w., von den Vergoldungen, Versilberungen, Metallfarben u. s.w. (mit 181 ausgeführten erläuternden Zeichnungen der vorzüglichsten in England, Frankreich, Oestreicb, Preussen, Schweden u. s. w. bestehenden Schmelz- und andern Metallöfen, Hammer-, Walzwerke, und anderer Maschinen auf 20 grossen Tafeln.). Von , Jbudw., Fr. Wolfram, kön. Bezirks-Ingenieur u. s. w. Stuttgart, Hoffmann'sche Verlagsbnchh. 1835. IV u. 168 S. f. (3 Thlr.),

Auch u. d. Tit.: Lehre von den Baustoffen. 4. Abtheilung.

Schon bei Ueberlesung des Titels, noch viel mehr aber bei näherer Besichtigung dieser 4. Abtheilung, welche die Lehre von den Baustoffen beschliesst, möchte man wähnen in einem eigentlichen Lehrbuche, oder doch wenigstens Compcndium einer allgemeinen Metallurgie zu lesen, welche, weil sie keinen bestimmten Leserkreis voraussetzen, sich nicht auf «inen bestimmten Kreis der Anwendung beschränken kann, ihre unter einander wohlverbundenen Lehren nach allen Seiten zu mit der Technologie in die vielseitigste Berührung zu setzen suchen muss. Weit entfernt, bloss die mechanischen Verhältnisse der für den Baumeister wichtigern Metalle aufzuzeichnen, theilt der Vf., was die Physik von ihnen lehrt, ja sogar vielerlei chemische Notizen über dieselben mit, die,- weil es an einzelnen Stellen dea Anschein hat, als setze er Leser voraus, denen chemische Terminologie fremd ist, nun allerdings einesteils nur unvollständig, anderntheils aber entweder unverständlich oder überflüssig sein müssen; endlich aber lehrt der Vf. das technische Verfahren bei der Metallproduction und Bearbeitung desselben nach.dem verschiedenen Bedürfniss. Durch diess Urtheil hat Ref. vielleicht verwirkt, vorn Vf. mit zu den bedauerlichen Leuten gerechnet zu werden, die, „voll Scheu gegen Erlernung alles Dessen , was ihnen für ihren Lebensplan nicht, als unumgängliche Notwendigkeit erschien, nach Büchern haschen, welche gerade nur für ihren trägen Geist so bearbeitet wären, dass sie dadurch

auf dem kürzesten, bequemsten Wege übejj die gefürchtete Klippe der Prüfung schleunigst auf die einträglichsten, Stufen im Staatsdienste gelangen könnten". Allein fest überzeugt von dem Vortheil, den Jeder von einem übejr seinen Berufskreis erweiterten Wissen erlangt, glaubt Ref. doch, dass der Weg dazu nicht sowohl Facnbächer, als vielmehr Lehrbücher über angrenzende Gebiete sein können, und beurtheilt nnr von dieser Seite das Zuviel des Yfs., indem er glaubt, dass gerade durch Aufnahme von Manchem, dem die Begründung fehlen muss , ein Halbwissen erzeugt werden kann. — Einen Hau^tgegenstana der Untersuchung bilden natürlich trotzdem die mechanischen Eigenschaften , namentlich des Eisens, über dessen Festigkeit die Versuche von Jelford, Brown, Rcnnie, Brunncl, Naviei , Gerstner, Tretjjqld u.os.wv angegeben und die, Verhältnisse derselben bei geänderten Dimensionen mathematisch entwickelt werden,. Ausführlich ist feiner die verschiedene Hohofcnconstriution. die Eisehformerei, das yeitere Bearbeiten, namentlich durch Walzwerke, behandelt; dagegen rechnet Ref. Aniuhfün'gen, wie die Verbindung des Platins mit Eisen, iu den entbehrlichen und die Ausführung der Constructionen verschiedener Glocken .für zu weitgehend. Die beigegebeneri ,recht guten Tadeln cuthalten .anerkannt gute Abbildungen und haben die gute Einrichtung , dass zuerst über jeder Tafel die Nummern der auf derselben befindlichen Figuren stehen, und dann die Abbildungen fast durchgängig auch den von ihnen dargestellten Gegenstand liebst dem Orte, wo- er zu linden, beigeschrieben enthalten. Mit vorzüglicher Lieb,e sind auch hier die Stab-, Drahtond Schneideneik/.eusre behandelt worden. 125.

[1218] Londoner Mode-Form für Herren, in Risszeichnung von Kteiderform für Schneider-Meister, von H. F. Wampe. (1. Lief.) ttämbtrrg, (Herold.) 1834. (t Steintaf. in Rüy-Fot. u. i B'g. Text) fr. 8: (n. 12 Gr.)

[1219} Das mathematische Zuschneiden der Daroenkleidur-Forwen in Anwendung auf die verschiedene. Gestaltung des. Körpers nnä bei jeder neuen Made, von.//. F. Wampe. Mit 3ß Figuren (auf 2 Steintaf. in qu. | fol.) Hamburg, (Herold.) 1834. 2^- Bog. gr. 8. (n. 1 f hlr.)

[122J0] Ber praktische Feuer- u. Ofenbaumeister. Ein nützl".

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auch zum Stubenmalen und Anstreichen mit Oel- und Wasserfarben. Ein gemeinnütziges Handbuch zum Selbstunterricht u. s. w. von Marius Wölfer, pens. Bauinsp. u. s. w. Mit 27 lithogr. Taf. Weimar, Voigt. 1835. VIII u. 175 S. 8. (1 Thlr.)

Aach u. d. Tit.: Neuer Schauplatz' der Künste und Handwerke. Mit Berücksichtigung der neuesten Erfindungen u. s. w. '77. Bd.

Zeitschriften für 1834.

Evangelische «Theologie.

[1222] Zeitschrift für die histor., Theologie. In Verbindung mit der historisch - theol. Gesellschaft «u Leipzig heraus^, von Dr. Chr. Fr. Illgen, ord. Prof. d. Theol. zu Leipzig 4. Bd. (2 Stücke,) Mit 1 Steintaf. Leipzig, Barth. 1834. VI u. 290, 303 S. gr. 8. (3 Thlr.)

[1—3. Bd. Ebendas. 1832, 33. ä 3 Thlr.],

Längst schon haben andere kritische Blätter über den Plan und die Tendenz dieser gehaltvollen Zeitschrift gesprochen und überall ist auf gleiche Weise ihr entschiedener Werth mit gebührendem Lobe erkannt worden. Es wäre daher ein ganz überflüssiges Unternehmen, von Neuem hier ausführlicher daraaf zurückzukommen und es genügt vielmehr eine ganz einfache Inhaltsangabe, um diejenigen unserer Leser, welche für die historische Theologie, wie für geschichtliche Forschungen überhaupt sich interessiren, den im letztvergangenen Jahre erschienenen Band aber noch nicht eingesehen haben, darauf aufmerksam zu machen, und zur Durchsicht und Benutzung desselben aufzufordern. — I, Der Katechismus der Schamanen, oder die Klosterregel der untersten Classe der buddhistischen Pristersehaft. Aus dem Gliines. übers, und mit erlänt. Anmerkk. versehen von Dr. C. F. Neumann, Prof. an der Univ. zu München (S. 1—70). 11. Marcions Glaubenssystem. Mit einem Anhange: über das Verhältniss deV Lehre Mani's zum Parsismus. 'Dargestellt von Esnig, einem armen. Bischof des 5. Jahrb. Aus dem Armen, übers, von Dr. C. Fr. Neumann (S. 71—78). 111. Ueber die mystische Theologie von Johann Charlier von Gerson. Ein Beitrag zur Geschichte des Mysticismus im Mittelaller. Von Dr. C. Brnh. Hundeshagcn, Lic. u. Privatdoc. d. Theol. zu Giessen (S. 79—165). IV. Barlholomeo de las Casas. Von Chr. Gco. Fr. Weise, Pfarr. zu Wansleben bei Halle (S. 166—219). V. Die Andacht zum geheiligten Herzen Jesu. Von Dr. L. Wachler, CR. u. Prof. zu Breslau (S. 220 —240). VI. Briefwechsel zwischen K. Joseph'II. und Clemens

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