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Geschäftsverhandlungen.

1. Innere Misson. Der Bericht der Kommission für innere Mission zeigte den reichen Segen, mit dem Gott uns in den leßten zwei Jahren überschüttet hat. Das erkannte die Synode dankbar an. — Aber allenthalben stehen uns noch Thüren offen. Notrufe erschallen aus Kansas, California, Arkansas, Kansas City, Mo. Überall mangelt es nur an Arbeitern, die diese Missionsfelder anbauen. Jeder einzelne dieser Staaten wurde bei der Besprechung berücsichtigt, und es waren namentlich die da sebhaften Brüder, die aus eigener Anschauung die vorhandenen Notstände schilderten und die Synode von der Dringlichkeit einer baldigen Beseßung der betreffenden Pläße überzeugten. Die Synode erkannte es deshalb für ihre Pflicht, die. Missionskommission zu ermutigen, daß sie baldmöglichst die passenden Männer zu finden suche.

Vom Südlichen Distrikt war ein Schreiben eingelaufen mit der Bitte, diesen Distrikt in der Erhaltung eines Reisepredigers für Nord-Teras zu unterstüßen. Es wurde beschlossen, dieser Bitte zu willfahren, ohne jedody der Missionskommission des Südlichen Distrikts die Kontrolle über den zu berufenden Reiseprediger zu schmälern.

Bei Gelegenheit dieser Verhandlungen wurde auch ein eindringliches Wort an Eltern gerid)tet, daß sie doch ihre begabten Söhne willig zum Kirchendienst hergeben, und an solche, die Gott mit irdischen Gütern gesegnet hat, daß sie arme Studierende fleißig unterstüßen, damit dem schreienden Mangel an Arbeitskräften gesteuert werde.

Dann wurde auch darauf hingewiesen, wie die Missionskommission in der Erfüllung ihrer Aufgabe gewiß sehr gefördert werden würde, wenn eines ihrer Glieder jährlich einmal das ganze Gebiet bereisen und persönlich in Augenschein nehmen würde. Es wurde deshalb

Beschlossen: Daß der jedesmalige Distriktspräses Glied der Kommission für innere Mission sei; ferner

Beschlossen: Daß die verschiedenen Missionsposten von Zeit zu Zeit, wo möglich jährlich, besucht werden sollen.

In einem besondern Fall großer leiblicher Not eines Reisepredigers in Nebraska wurde die Kommission ermächtigt, fals sich der Nebraska-Distrikt an dieselbe wenden würde, die nötige Unterstüßung zu gewähren.

Schließlich wurde jedes Synodalglied ermuntert, bei seiner Gemeinde an seinem Teil nun aber auch darauf hinzuarbeiten, daß die Ausführung der Beschlüsse und Bewilligungen ermöglicht werde.

2. Englijdhe Mission. Über diese vor einem halben Jahr begonnene Mission lag ein Bericht vor, welcher zeigt, daß in der kurzen Zeit und unter den eigenartigen Verhältnissen verhältnismäßig viel geleistet ist. Aber der Segen kann uns nur dann bleiben und sich mehren, wenn diese Mission in angemessener Weise unterstüßt wird. Es wurden daher nad reiflicher Beratung folgende Beschlüsse gefaßt:

1. Wir erkennen die Notwendigkeit dieser Mission und wollen dieselbe auch fernerhin nach Kräften unterstüßen.

2. Die Missionskommission wird ersucht, für den Druck englischer Traktate zu sorgen, die die Missionare nach Bedürfnis gratis zu verteilen das Recht haben.

3. Herr Prof. M. Günther wird gebeten, im Namen unsers Distrifts der Ende dieses Monats in Springdale, Ark., abzuhaltenden Versammlung der english-lutherischen Konferenz beizuwohnen.

3. Das Präsidium unserer Lehranstalten betreffend.

Ein hierauf bezügliches Promemoria des Allgemeinen Präses wurde ausführlich besprochen und folgender Beschluß gefaßt:

Wir bekennen uns zu den in diesem Promemoria niedergelegten Grundsäßen, betreffend die Vereinigung des Direktorats und Präsidiums an unsern Lehranstalten innerhalb des Lehrerkollegiums auf eine Person und wollen deshalb folgendes bei der Allgemeinen Synode befürworten:

1. In betreff der Lehrerkollegien: 1. Das Lehrerkollegium bilden sämtliche Lehrer der Anstalt, mit Ausídluß der Hilfslehrer.

2. Dasselbe fekt in Gemeinschaft mit der Aufsichtsbehörde den Lehr: plan und die Hausordnung fest.

3. Es hat die Gewalt über Aufnahme und Entlassung von Schülern sowie über Ausstellung der Zeugnisse, ist jedoch bei Entlassung von Zöglingen an die Beistimmung der Aufsichtsbehörde gebunden.

4. Es hat über schwerere Strafen zu entscheiden. Kleinere Strafen werden von dem Direktor allein verhängt.

5. Es hat bei der Wahl eines Lehrers für die betreffende Anstalt das Recht der Aufstellung eines Kandidaten oder des Protestes gegen einen solchen.

6. Es hat bei einer Vakanz durch seine Glieder für Aushilfe zu sorgen. Das Recht der Anstellung eines provisorischen Lehrers hat es in Gemeinschaft mit der Aufsichtsbehörde und dem Allgemeinen Präsidium.

1. Der Direktor ist die Erekutive des Lehrerkollegiums. An ihn hat sich die Synode in allen die Anstalt betreffenden Angelegenheiten zu halten. Er kann jederzeit das Lehrerkollegium zusammenberufen und führt in den Sißungen den Vorsik.

2. Er ist Inspektor der Anstalt und des Anstaltspersonals. Als folcher hat er

a. den Unterrichtsstunden der einzelnen Lehrer gelegentlich beizu

wohnen und ihre Lehrmethode zu überwachen, b. er ist der Vorgesekte des Hausverwalters, c. er hat die Aufsicht über die Anstaltsgebäude und das Inventar

der Anstalt mit Aussdluß solcher Gegenstände, die der Aufsicht

eines andern Lehrers unterstellt sind.
3. Er ist Hausvater der Zöglinge und hat daher

a. die Seelsorge zu üben,
b. Zucht und Drdnung zu erhalten,
c. die Beköstigung 2c. zu überwachen,
d. den Religionsunterricht zu erteilen,
e. die Krankenpflege zu leiten.

4. Progymnasium Eine Eingabe der Gemeinde zu Concordia, Mo., welche die Errichtung eines Progymnasiums in unserm Westlichen Distrikt dringend empfahl, wurde ausführlich besprochen und

Beschlossen: Daß unser Distrikt es als eine dringende Notwendiga keit erkennt, recht bald eine solche Anstalt in seinen Grenzen zu haben.

Die Frage, wo, an welchem Drt, in welcher Stadt, dasselbe errichtet werden solle, hatte eine lebhafte, aber bis dahin resultatlose Debatte zur Folge.

5. Eine Vorlage der Cleveland Pastoraltonferenz betreffend

die Aufnahme in den Synodalverband wurde mit der Änderung angenommen, daß die Bekanntmachung im „Lutheraner“ nur einmal geschehe.

6. Über das Verlassen der Synode vor Schluß derselben sich zu erklären, erhielt die Synode durch den Fall eines Pastors Gelegenheit, welcher um einer Beerdigung willen zwei Tage vor Schluß der Sißungen abgereist war. Die Synode fonnte nur ihre Mißbilligung hierüber aus

sprechen. Die Gemeinden sollten wissen und darauf aufmerksam gemacht werden, von welch hohem Segen die Synodalverhandlungen sind, und follten ihren Predigern um folder Amtshandlungen willen, die ohne sie vollzogen oder aufgeschoben werden können, nicht diesen Segen rauben.

7. Warm empfohlen wurde den Synodalgliedern:

1. Die Unterstüßung der Sächsischen Freifirdie, besonders der Gemeinde zu Planit;

2. Die Unterstüßung der Negermission;

3. Die Unterstüßung des neuerschienenen englischen Blattes: „The Lutheran Witness“;

4. Die Unterstüßung der Witwen- und Waisenkasse;
5. Die Unterstüßung des Waisenhauses bei St. Louis, Mo.;
6. Die Unterstüßung des Progymnasiums zu New Drleans, La.

8. Die Berichte der Nomiteen
1. zur Prüfung der Entschuldigungsschreiben,
2. zur Durchsicht der Konferenzprotokolle,
3. zur Revision der verschiedenen Kassenberichte,
4. zur Begutachtung der Eingabe, die Temperänzfrage betreffend,

5. zur Prüfung der eingereidyten Gemeindeordnungen wurden angenommen und folgende ihrer Vorschläge zu Beschlüssen erhoben.

Beschlossen: Die Gelder für innere Mission nid)t wie bisher durch den Allgemeinen Kassierer, sondern durch den Distriktskassierer auszahlen zu lassen, so daß der Distriktsfassierer nur auf Instruktion der Missionskommission hin Zahlungen zu machen ermächtigt ist.

Beschlossen: Die Behandlung der Temperänzfrage zu unterlassen, dagegen den Ehrwürdigen Allgemeinen Präses, Herrn P. Sdwan, zu ersuchen, diesbezügliche Auffäße für den „Lutheraner“ einzusenden.

9. Vifitationsdistrikte. Der Südöstliche Visitationsdistrikt wurde in einen „Südlichen" und ,,St. Louiser“ Distrikt geteilt. Ersterer foll alle Counties südlich von Jefferson County, der St. Louiser Distrift Jefferson und die davon nördlich liegenden Counties umfassen. – Der Nordwest - Missouri- und KansasDistrikt wurde ebenfalls in zwei, in einen Nordwest-Missouri und einen Kansas-Visitationsdistrikt geteilt.

10. Judenmiffion. Der Kürze der Zeit wegen konnte man auf diesen Gegenstand niớt eingehen, obwohl es die Synode für ihre Pflicht erkennt, sobald als thunlich auch hierin ihren Eifer für den Bau des Reiches Christi zu bethätigen.

11. Verschiedenes. Beschlossen: Den Allgemeinen Präses, Herrn P. H. C. Schwan, dringend zu bitten, seine Synodalpredigt durch den „Lutheraner“ zu veröffentlichen.

Beschlossen: Daß der Distriktskassierer auch die Gelder für die Witwen- und Waisenkasse in Empfang nehme.

Beschlossen: Herrn Ferdinand Rohlfing (care of Meyer Bros., St. Louis, Mo.) als Agent für ermäßigte Fahrpreise auf Eisenbahnen und Dampfichiffen zu autorisieren.

12. Dankvotum.

Auf Beschluß der Synode wurde den St. Louiser Gemeinden der herzlichste Dank für die erwiesene Gastfreundschaft abgestattet.

13. Zeit und Ort der nädften Synodalversammlung.

Die Synode nahm die Einladung der Gemeinde des Herrn P. I. F. . Köstering zu Altenburg, Perry Co., Mo., an und wird daselbst, f. G. w., am zweiten Mittwoch im Oktober 1883 sich versammeln.

Shluß der Synode. Mit Lob und Preis gegen den treuen Gott für seine Güte und Freundlichkeit ging die Synode auseinander.

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