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Vorwort.

Mwie Hauptstützen und sichersten Grundlagen einer zuverlässigen Geschichte sind vorzugsweise Urkunden. Die Gründe, welche für diese Behauptung schon im vorigen Jahrhunderte Leibnitz, Bünau, Georgisch und Schöttgen, in der neuesten Zeit aber Pertz und Böhmer erläutert haben, braucht der Unterzeichnete hier nicht zu wiederholen. Als derselbe daher aus Liebe für seine Heimath und für seine Mutterkirche den Entschluss gefasst hatte, eine Geschichte der Bischöfe von Speyer zu schreiben, und desshalb in den verschiedenen Chronisten des Bisthums und bei andern hierher gehörenden Schriftstellern Umschau gehalten: so musste er sich bald überzeugen, welches Schwanken in ihren Angaben, welche Unzuverlässigkeit in ihrer Zeitrechnung, welche Unrichtigkeiten und Verstösse in ihren Behauptungen herrschen. Ohne sicherndes Schöpfen aus den Urquellen, ohne die mühevolle Berathung der noch vorhandenen Urkundenschätze Hess sich hierbei kein verlässiges Ergebniss hoffen. Nur für die älteste Periode dieser Arbeit konnten die Schriften der kurpfälzischen Akademie, die diplomatischen Werke des verdienstvollen Würdtwein und Dümge's badische Regesten einige Unterstützung gewähren. Das hier Gebotene musste aber mit den Urquellen verglichen und alles Weitere aus den Gewölben und Truhen der Archive hervorgesucht und gesammelt werden.

Dazu waren dem Herausgeber schon bei seiner früheren Anstellung als Domvikar zu Speyer das dortige Kreisarchiv, später auch das reiche Archiv der Stadt Speyer, endlich aber die Hauptfundgrube für dieses schwierige Unternehmen, das GeneralLandes-Archiv in Karlsruhe zur umfassendsten und bequemsten Benützung huldvollst geöffnet. Auch in Stuttgart gelang es ihm, bei einem dortigen Aufenthalte einige sehr wichtige Originalurkunden des StaatsArchives abschriftlich von Freunden zu erhalten, während anderwärtige Bekannte, wie namentlich Dr. J. F. Böhmer, Bibliothekar in Frankfurt, und J. G. Lehmann, Pfarrer zu Nussdorf, manche urkundliche Belege zum beliebigen Gebrauche ihm zustellten.

So kam gegenwärtige Urkundensammlung zu Stande. Ihr Abdruck war nur dadurch ermöglicht, dass derselbe Zweibrückische Gutsbesitzer, welcher dem schon früher herausgegebenen Urkundenbuche des Klosters Otterberg wohlwollend unter die Arme griff, aus Liebe zum Lande und zur Wissenschaft einen Theil der Druckkosten mit gleicher Uneigenuützigkeit übernahm. Sie umschliesst jedoch nur den älteren Theil der vom Unterzeichneten gesammelten Belege. Der jüngere Theil dürfte später mit einem alphabethischen Personen- und Ortsregister nachfolgen, wenn der ältere sich der gewünschten Aufnahme erfreuen sollte. Es versteht sich, dass zu dessen Nachnahme die verehrten Herreu Subscribenten nicht verpflichtet sind. Anfänglich wollte der Herausgeber nur bisher ungedruckte Urkunden in die Sammlung aufnehmen. Die Vorstellungen sachverständiger Freunde bestimmten ihn aber, alle wichtigere Urkunden bis zum Schlusse des zwölften Jahrhunderts, die auf das Bisthum Speyer Bezug haben, seyen sie auch anderswo bereits im Drucke erschienen, dieser Sammlung nicht zu entziehen, um hierdurch gewissermassen ein Ganzes zu bieten. Dabei wurde auch der Abdruck einiger weniger Urkunden, welche der Text des eigentlichen Werkes nicht erheischte, ihrer Wichtigkeit wegen zugelassen.

Ohne die zuverlässigste Gewährschaft für die Aechtheit der Urkunde wurde keine in die Sammlung aufgenommen. Neben den Originalen lieferten sie die ungedruckten Quellen, welche im ersten Bande des Werkes Seite 1 bis 5 besprochen sind. Auch der „Codex Stürzelbronnensis", welcher sich auf der Stadtbibliotheke zu Strassburg befindet und ein Foliant von 346 Papierblätteru bildet, welche wohl in der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts sehr enge beschrieben sind und mir wohlwollend zum Gebrauche mitgetheilt ward, musste aus seinem reichen Schatze einen kleinen Beitrag abgeben. Um Raum und öftere Wiederholungen zu ersparen, wurden die dessfallsigen besonderen Nachweisungen bei den einzelnen Urkunden hinweggelassen, so wie auch alle diplomatische, chronographische, geographische, statistische, genealogische Bemerkungen und Erläuterungen, deren wichtigste theils schon in den Ueber

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