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den können, keinen Anspruch auf den Namen christlicher Glaubenslehren gestattet. Eben so will er nur mit Einem Worte bemerken, daß diese Vorträge in Bezug auf die darin beobachtete Darstcllungsweise durchaus den Grundsatz der schlichtesten Einfalt und höchsten Natürlichkeit festhalten wollen, so sehr sie auch dadurch gegen manche andere, von einem verbildeten Zeitgeschmacke bewunderte, Erzeugnisse der neuesten Canzelberedtsamkeit abstechen mögen. Denn wer die Geschichte der letztern und der Beredtsamkeit überhaupt kennt, der weiß ja wohl, was in derselben bleibenden Werth gehabt hat, und was vergessen und bei Seite gelegt worden ist. Uebrigens wird diesem ersten Bande zu seiner Zeit noch einer und der andere nachfolgen, welche dann zusammen einen vollständigen Jahrgang von Borträgen über die gewöhnlichen Sonnund Festtagstexte ausmachen mögen.: ! ., . Der Verfasser.

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Äm NeuZahrstagk. Wie noth es thut, den Eintritt in ein^ neue« Jahr durch den lebendigen Gedanken an Gott zu heiligen. . . . .' .' .' . . S. i

Am Feste der Erscheinung. Was der Mensch in einem verständigen Anschaun der Sterne findet. . ., . — i6

Am dritten Epiphanias-Sonntage. Daß der sein Glück . am beßten gründe, der sich mit menschlich mildsm Sinne hülfsbedürftiger Brüder annimmt. ."' Za

AM Sonntage Septuagesimä. Was wir zu erwsgen haben, um unser Herz vor scheelsüchtiger unzufriedenheit mit unsrer Lag« im Leben sicher zu stellen. . . - —

Am Sonntage Jnvvcsvit. Wovon der glückliche Sieg'über

Versuchungen zum Bösen vornämlich abhänge. . — A4

Am Feste Mariä Verkündigung. Das Ernste und Schwere

des mütterlichen Berufes. ^ . . . . — 6y

Am Eharfreitage. Der Todestag unser« Herrn ein Tag

gerechter und tiefer Trauer. ^. > . . ^. gg

Am Osterfeste. Der Gedanke an unsre Fortdauer in sei'

ner hohen Wichtigkeit für unser irdisches Daseyn. — 67

Am Jubilate Sonntage. Des Lebens Last und Plage in einem milden Lichte. . . ' . . . ^ — liz

Am Sonntage Exaudi. Daß jeder irdische Beruf gewisse

Opfer von uns fordert ...... — i2y

Am Pfingstfeste. Die innere Wahrheit und Vortrefflichkeit de« Christenthums war es, wodurch es Eingang und Verbreitung auf Erden fand — 14Z

Am dritten Sonntage nach Trinitatis. Daß eS für Men

fchen keine edlere und schsnere Freude geben könne, als

die Freude sder die Besserung gefallener Sünder. S. 16«

Am sechsten Sonntage nach Trinitatis. Was uns zu einem friedfertigen Sinne gegen die Brüder reize und treibe . , . — 175

Am neunten Sonntage nach Trinitatis. Daß es eine unselige Sitte sei bösen Dingen einen unschuldigen Namen zu geben. ' . . . . . . . »» igy

Am eilften, Sonntage nach Trinitatis. Ein christlicher

Tempel ist ein großer Segen. ... . — «04

Am achtzehnten Sonntage nach Trinitatis. Dieß ist der Tag, den uns der Herr gemacht, laßt uns freuen und fröhlich darinnen seyn. ...,.«» siH

Am neunzehnten Wonntage nach Trinitatis. Daß auch? . ^ schon döse Gedanken etwas Verdammliches am Men» schen sind. ..... . . . —. 2Z4

Am ein und zwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. Die

immer rege Zeichen- und Wundersucht der Menschen. 247

Am sechs und zwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. Das

Wort de« Herrn: einst wird vergolten! . . . 264

Am dritten Advents - Sonntage. Wie wohlgethan es sei,

wenn christliche Volksvertreter ihr heiliges Werk mit <^ frommer Sammlung des Gemüths vor Gott beginnen. — 276

Am Weihnachtsfeste Wie die Welt in Christo Jesu ihren

grsßten Retter und Woblthäter hatte, . . ,z>ya

'Anhang.^

Antrittspredigt in der Haupt- und Stadtkirche zu Weimar gehalten. (Am achtzehnten Sonntage nach Trinitatis, lss«.) Mit welchem Herzen ich mein heiliges Amt in,. eurer Mitte beginne,,,,,,.. ...... 3«?

Antrittspredigt in der Großherzogl. Hofkirche zu St. Jakob gehalten. (Am zwanzigsten Sonntage nach Trinitatis 1820.) Wie viel der Mensch an seinem frommen Glauben habe. . ^. < . . .' 32? 'Am Neujahrstage.

Der Herr, der Alles tragt mit seiner machtigen Hand und uns Kinder des Staubes und der Vergänglichkeit im Strom der Zeiten und Jahre aufrecht hält, — er sei mit uns m dieser ihm geweihten Stunde, und lasse uns bedenken und wählen, was uns auf unserm Wege durch's Leben zum Frieden dient! Amen.

Saßt sich an irgend einem Tage bei allen denen, welche an unfern christlichen Versammlungen Antheil nehmen, mit voller Zuversicht auf jene heilige und ernste Stimmung rechnen, die dieser Statte angemessen ist, a. Z., so ist's gewiß am heutigen, am ersten Tage eines neuen Jahres. Denn groß und allgewaltig ist die Macht, mit welcher er selbst die ergreift, die sonst wohl jeden ernsten Gedanken scheuen, und alles besonnene Auf- und Vor- und Rückwärtsblicken mit gutem Bedachte meiden. An ihm, an ihm fühlt sich ein Jeder von uns ganz uns willkührlich zu Betrachtungen hingezogen, welche Geist und Herz aufs innigste erregen, und je geflissentlicher wir denselben nachhängen, desto sicherer sehen wir uns in einen Zustand des Gemüths ver

A

setzt, der sich durch tiefen Ernst und fast durch eine stille Wehmuth äußert. Die unaufhaltsam schnelle Flucht der Zeit, die wir sonst wenig bemerken und achten, wenn tritt sie uns lebendiger vor Augen, als an einem Tage, wo wir uns wider Denken und Erwarten auf der Grenze eines vergangenen und neu beginnenden Lebensabschnitts sehen? Der wechfelvolle Einfluß der Jahre auf unsere irdische Lage, den wir nur dann und wann lebendiger empfinden, wenn fällt er uns wohl mehr aufs Herz, als an einem Tage, wo wir einer völlig neuen, und noch unbekannten Reihe von Schicksalen entgegengehn? Die hohe Wichtigkeit Ves uns beschiedenen Daseyns für unser irdisches Tagewerk, die uns sonst wenig bekümmert, wenn wird sie uns erkenntlicher, als an einem Tage, wo wieder ein bedeutender Theil desselben unwiederbringlich für uns vorüber ist? Das Dunkel einer unerforschlichen Zukunft, daß sonst so wenig Eindruck auf uns macht, wenn stellt sich's düstrer und banger vor uns hin, als an einem Tage, Wo wir uns anschicken, den ersten Schritt in sie zu thun? Und was nur sonst von ernsten und er« schütternden Gedanken mit allem Diesen zusammen» hängt, wenn wird es reger und lebendiger in un» felkm Jnnern, als bei dem Anbruche eines Tages, an dem wir uns durch die erbarmende Gnade Dessen, von welchem Zeiten und Jahre kommen, für einen größern oder kleinern Theil derselben annoch erhalten sehen?

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