صور الصفحة
PDF

45.

1160 August 27, St. Pölten.

Vertrag des Bischof's Konrad I. von Passau mit dem Grafen

Konrad von Peilstein.

Unter den Zeugen: ,Johannes Chonwicensisa abbas.

Mon. boica XXVIII, II, 240 nr. 27 aus d. Cod. III Patav. (B).

46.

1160 December 30, St. Pölten.

Bischof Konrad I. von Passau beurkundet die Errichtung

des Stiftes St. Andrae an der Traisen.

Unter den Zeugen: „Johannes abbas de Chotewico.'

Orig. (A), im Archive d. Stiftes Herzogenburg (Sign.: nr. 2, Fach 1, fasc. b), Perg. Lat. Siegel war aufgedrückt.

[merged small][ocr errors]

Bischof Konrad I. von Passau schenkt dem Stifte St. Pölten

den Zehent auf einem Berge in Pilehiltdorf. 1

Unter den Zeugen: ,ex clero: Johannes abbas de Chotwige.

Copie I in Cod. 1077 des k. k. Staatsarchives auf Perg. aus d. 13. bis 15. Jahrhundert f. 56' nr. 85; Copie II in Cod. 174 ebend. auf Perg. aus d. 15. Jahrhundert 424 nr. 667.

Duellius, Miscell. I, 437 nr. 39 = Exc. genealog. 32 nr. 74 (beide im Ausz, aus Copie 1); Lampel, Urk.-Buch des Stiftes St. Pölten I, 12 nr. 9.

Ueber die Datierung vgl. Hansiz, Germn. sacra I, 332, dessen Irrthum Lampel (oben Anm. 1) widerlegt und berichtigt.

18.

1161 Mai 1, Ebelsberg.

Bischof Konrad von Passau beurkundet die Consecration

der Kirche auf dem Berge Hengst bei Ardagger. Unter den Zeugen: ,Johannes abbas Chotwicensis.'

0.-Oesterr. Urk.-Buch II, 308 nr. 208. – Kurz, Beiträge IV, 440 reg.

45. 47.

a B statt Chotwicensis.
1 Pillichsdorf am Russbache, V. U. M. B.

[merged small][ocr errors]

Das Stift Göttweig tauscht mit dem Stifte Reichenbach ein Gut in Schilzhaizing in Niederbaiern gegen Güter in Füllersdorf und

Porau ein.

Traditionsact (B) im Trad.-Cod. d. Stiftes Reichenbach im k. baier. Reichsarch. in München (Signatur: Kloster Reichenbach nr. 1) aus d. Mitte d. 12. Jahrhunderts (verfasst von verschiedenen Händen) f. 17' u. 18, geschrieben von einer gleichzeitigen Hand des 12. Jahrhunderts.

Mon. boica XIV, 419 nr. 21. – Meiller, Babenb.-Reg. 41 nr. 55 u. 228 Note 226; Karlin, 172 reg.; Bl. f. Landesk. v. N.-Oe. XIII, 314 nr. 197 zu c. 1164 reg.

Zu Beginn der Traditionsnotiz ist am Rande von gleichzeitiger Hand in rother Tinte vermerkt: Scultheizin et omnia ad eundem locum pertinentia. Auf f. 18 a ist am Rande von einer Hand des XIV. Jahrhunderts vermerkt: nichil, was wohl die Wiederveräusserung dieser Besitzungen betrifft.

Iustas de quibuslibet rebus ecclesiarum fieri commutaciones legum concedunt constituciones. Nam certum est communes inde posse provenire utilitates. Eapropter noverit omnium industria, qualiter inter fratres de Richinbach ac de Chotewich de aliquibus suis possessionibus facte sunt legitime commutationes ac per advocatos utriusque ecclesie completę sunt iusto confirmationes. Denique Heinricus dux de Austria, advocatus in Khotewich, delegavit in manus Rapotonis comitis de Ortinberch predium, quod dicitur Scultheizingen? et illuc pertinentia ad conservandum deo et sancte Marie in Richinbach, Rapoto vero comes predictus vice Pertholdi marchionis, advocati in Richinbach, et eiusdem peticione delegavit in manus Heinrici predicti ducis predium, quod dicitur Willofsdorf? et Parowi ad conservandum deo et sancte Marie in Khotewich. Huius delegationis testes sunt: Littoldus comes de Plaîe, Pertholdus comes de Pogin, Adalram de Khamb, Theodericus de Poiymgarten,

49. av über i über der Zeile nachgetragen.

Schilzhaizing in der Nähe des Marktes Pfarrkirchen a. d. Rot in Niederbaiern. Dieser vertauschte Besitz wurde Göttweig von Piligrim von Grie geschenkt (Karlin, 50 nr. 203). — 2 In der Delegationsurkunde des Markgrafen Diepold von 1135 an das Stift Reichenbach wird verzeichnet: in Austria Holerbrunnen, Willolvisdorf mansus VII et vineas III (Mon. boica XXII, 13). Im Traditionscodex ist zu dieser nr. am Rande von einer Hand von c. 1300 vermerkt: Quicquid habuimus in Austria, est venditum et habent Kotwigenses.

Wergant et frater eius Engelscalch de Rvmtingen, Werinhardus de Owe, Rehewin de Etenvelt, Durinch de Sculcheim, Gotefridus Priffuz de Owe et alii quam plures.

50

1171 Mai 1, Wien.

Herzog Heinrich 1. von Oesterreich legt im Vergleichswege den Streit zwischen dem Abte Johann I. von Göttweig und einer

Tochter des Edlen Waldo über ein Gut in Grie bei.

Orig. (A), Perg. feuchtfleckig. Siegel mittelst Perg.-Streifen eingehängt; Copie in Cod. C f. 298' f. (B).

Hormayr, Wien 1, I. Heft III, 30 nr. 11 irrigerweise zu 1171 April 17 eingereiht; Karlin, S. 271 nr. 15. – Meiller, Babenb.-Reg. S. 15 nr. 22 u. S. 17 nr. 32 u. S. 50 nr. 80; Friess, Die Herren v. Kuenring, Anh. nr. 16 reg.; Chmel, Notizenblatt 1843, nr. I, S. 22 reg.

Bei der Datierung dieser Urkunde ist ein Widerspruch in der Angabe der Regierungsjahre Herzog Heinrich's I. unterlaufen, da das Jahr 1171 unmöglich das 32. der Regierung des Herzogs sein kann. Dieses beginnt erst, da sein Bruder Leopold IV. 1141 October 18 starb, mit 1172 October 19. Es wäre um diese Schwierigkeit zu lösen nur der Fall denkbar, dass die Regierungsjahre des Herzogs Heinrich I. in Oesterreich von der Belehnung seines Bruders Leopold mit Baiern, also von 1139 an (wahrscheinlich belehnt 1139 zwischen Juni 3 und Juli 25, Meiller, Bab.-Reg. 218 Anm. 163) gerechnet wurden. Diese Art der Zählung ergibt für unser Datum das Regierungsjahr 32, welches aber keineswegs der annus ducatus ist. Ducatus ist hier im weiteren Sinne als Regierungsjahr aufzufassen. Oder sollte etwa seine Regierungszeit seit der Uebertragung der Pfalzgrafschaft bei Rhein an ihn durch seinen Halbbruder König Konrad II. nach deren Erledigung durch den Tod des Pfalzgrafen Wilhelm 1140 Februar 13 gerechnet werden, worauf er unmittelbar urkundlich auftritt, wie dies in einer Urkunde K. Konrads II. für Asti in Piemont von 1140 April der Fall ist? In diesem Falle würde sich gleichfalls für unser Datum das 32. Regierungsjahr ergeben. - Ueber den Göttweiger Besitz bei Kottes V. O. M. B. vgl. Karlin, S. 21 nr. 73, 41 nr. 166, 52 nr. 215.

Heinricus dei gratia dux Av[str]ie. Quoniam divina favente clementia iura ecclesiarum dei sub nostri tuitione principatus nulla patimur ratione violari, placuit sollicitudinem nostram in causis pauperum Christi de Kotwico hac cautione presentibus

49. b Nach dem ersten f ist über der Zeile ein Haken angebracht und dieses von dem zweiten f durch einen Zwischenraum getrennt. 50. 2 Durch ein Loch theilweise zerstört.

et futuris innotescere, tum anime nostre saluti tum illorum prospicientes quieti et securitati. Notum sit igitur omnibus Christi fidelibus, quod nobilis quidam Waldo' nomine egrotans et desperatus consilio et rogatu fidelium suorum, qui sibi et rebus suis post eius obitum metuebant, tam homines proprios quam omnia sua predia infra Bawariam sita patri meo Liupoldo marchioni manu potestativa in ius tradidit proprietatis. Quo peracto in brevi convaluit ipse Waldo) et facti penitens postmodum de partibus Francorum duxit uxorem, ipsi et filiis eius predictam prediorum faciens sponsionem. Quo comperto Liupoldus marchio egre ferens vocato Waldone violati pacti redarguit temeritatem illo affirmante ca conditione predia sua marchioni s[e p]actum fuisse, si absque heredibus vita decessisset. Marchio autem in conventu apud castrum Gôrs habito accitis suis et ipsius Waldonis) fidelibus utrorumque adtestatione comprobavit nullam in traditione bonorum eius coniugii vel heredis factam esse mentionem aut aliquam preiudiici conditionem et hoc ipso presente horum confirmavit testimonio: Otacher marchionis de Stira, Werigandi comitis de Plaigen, Gebehardi comitis de Piugen, Rudolfi de Pergen, Alberonis de Griezpach, Friderici de Hunesperch, Ernst de Traisem, Hartwici de Rudinich, Gebehardi de Algerspach, Potin de Asparen, Potin de Maleisdorf, Pabonis de Amarangen, Hugonis de Leutsdorf, Anshalmi de Prunne, Wolfgeri de Imizinsdorf, Marchwardi de lintperge et aliorum multorum. Predium autem, quod olim fuerat Waldonis o in Grie, postea Liupoldus marchio tradidit sorori sug Gerbirge? ductrici Boemio

50. © Durch ein Loch zerstört. – Von gleicher Hand eingefiigt.

1 Ueber Waldo vgl. Meiller, Babenb.-Reg. 211 Anm. 111, wo die Vermuthung ausgesprochen wird, dass er init dem Stifter Waldo des Klosters Reun identisch sei, welcher in den steiermärkischen Geschichtsquellen jedoch stets als comes bezeichnet wird. Die Vermuthung wird darauf basiert, dass in dieser Zeit öfter Grafen mit Hinweglassung des Titels comes angeführt werden. Dagegen entscheidet sich, gestützt auf gewichtige Argumente, Weiss (Graf Waldo von Reun und der Gau oder die Grafschaft Runa in d. Mitth. d. historischen Vereines f. Steiermark 1873, S. 32-36). -- ? Gerbirg, die Schwester des Markgrafen Leopold III., geboren c. 1080, vermählte sich 1100 October 18 zu Znaim mit Herzog Bořiwoi II., dem zweitgebornen Sohne des Königs Wratislaw II. von Böhmen, welcher nach Ermordung seines Bruders Bretislav II. 1100 December 22 Herzog von Böhmen wurde, aber schon zu Anfang des Jahres 1107 durch Swatopluk, den Sohn des Herzogs Otto von Olmütz, vertrieben wurde. Nach langer Gefangenschaft 1117 wieder 50. d A. – e Ueber der Zeile von gleicher Hand nachgetragen. in seine Würde eingesetzt, verlor er sie 1120 abermals und starb 1124 Februar 2 im Exile in Ungarn. Gerbirg wird wohl bei dem so wechselvollen Geschicke ihres Gatten die meiste Zeit ihres Ehestandes in Oesterreich bei ihrem Bruder verbracht haben, wo sie denn auch in Göttweig nach dem Ableben ihres Gatten den Schleier nahm. Dahin machte also Herzog Leopold auf ihre Bitten zur Aussteuer der fürstlichen Nonne unmittelbar vor deren Eintritte in das Nonnenkloster c. 1124 die benannte Schenkung (Meiller, Babenb.-Reg. 212 Anm. 126. — 3 Diese Angabe ist entschieden unrichtig, da seit 1124, das ist das Jahr der Schenkung, erst höchstens 47 Jahre verflossen waren. Es muss also nach dem zu schliessen damals die Erinnerung an das Jahr der Schenkung bereits im Stifte entschwunden gewesen sein, oder aber es wurde mit dem Jahre einer anderen herzoglichen Schenkung verwechselt. — 4 Abt Friedrich wird nur an dieser Stelle erwähnt und in beiden Abtkatalogen mit Stillschweigen übergangen. Seine Regierungszeit war eine äusserst kurze, da sein Vorgänger Abt Wernher 1155 November 19

rum eius rogatu delêgansa illud in manum Gebehardi comitis de Piugen tali pacto, ut, quo ipsa petisset, predium idem delegaret, quod et fecit. Nam delegevit illud super altare sancte Marię in monte Kotwico adiciens et ecclesiam, que dicitur ad Purch, presente Reginmaro Pataviensi episcopo et Nanzone eiusdem loci abbate. Huius traditionis testes hii sunt aure tracti: Chunradus de Roningin,e Dietricus de Leichelingen, Alramus de Pleinchipach, Werinhart de Zelkingen, Diepoldus de Chagere, Růdolfus, Regingerus, Heidenricus, Růdbertus, Reginhardus. Felicis autem memorię Gerbirch postmodo induta sanctimonię habitu sub obedientia conversata est abbatis de Kotwico, ubi mox obiens sepulta quiescit in domino. Fratres autem predia largitate eius adepta per LXII annos 8 quiete possederunt temporibus videlicet abbatum Nanzonis, Chadelhohi, Gerhohi, Wernheri, Friderici4 et Iohannis. Huius abbatię XIIII anno matrona quedam filia predicti W(aldonis) ab imperatore Friderico advocato accepto comite videlicet Friderico de Hohenburch, qui iusticiam eius apud nos exigeret, venit Austriam et querimonia facta super hereditate paterna iusticiam a nobis requirebat, fratribus de Kotwico econtra ius legitimę traditionis et plus quam tricennarie possessionis pretendentibus. Qua causa diu utrimque ventilata, ne imperialis edicti videremur inmemores, et ut omnis querimonię repeticio in posterum esset sopita, placuit nobis inter fratres et predictam matronam licet ultra iusticiam fieri amicam compositionem. Acceptis igitur ab abbate

Fontes. II. Abth. Bd. LI.

« السابقةمتابعة »