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Anmerkungen.

1. Paraclitus oder Paraclētus. Ueber die Aussprache dieses Wortes entspann sich unter Urban VIII., dem Neformator und Korrektor der Kirchengesänge, ein gelehrter Streit zwischen Benignus Sanktei und Johann Baptist Thiers, welcher jedoch zu Gunsten des Paraclētus entschieden wurde. Sanktei erklärt den Paraclitus für einen nicht zu duldenden Barbarismus.

2. mystice, bezieht sich darauf, daß es gerade der Tag des Jubiläums (vgl. d. folg. Anm.) war, als der h. Geist über die Jünger kam.

3. remissio. Das nach sieben mal sieben (49) kommende fünfzigste Jahr nannten die Juden ein Jubeljahr (Iwẞilatov, annus iubilaeus) und war dasselbe ein Erlaßjahr für das ganze Land, indem damit eine allgemeine Erledigung und Befreiung von allen Verpflichtungen, z. B. der Verkäufer gegen den Käufer, Befreiung der Leibeigenen 2c. verbunden war. Sowie die Pythagoräer die Vierzahl (t&tqaxtov), hielten die Nachkommen der alten Hebräer die Siebenzahl (ẞdouara) für heilig, offenbar dabei der Erschaffung der Welt in 6 Lagen und des 7. Tages als des Nuhetages gedenkend, wie dies schon die hebräische Benennung desselben, Sabbat, bezeichnet. Die Heiligkeit der Siebenzahl wurde später auch auf die Jahre

ausgedehnt, und zwar nicht blos auf das je fiebente, als eines Erlaß oder Befreiungsjahres von mancherlei Verpflichtungen und Verrichtungen, sondern besonders noch auf das nach fieben mal fieben (49) kommende 50. Jahr. Die Heilighaltung des nach dem sieben mal siebenten Tage eintretenden fünfzigsten Tages ist der Ursprung des Festes Pentecoste (Pfingsten). Gregorii Nazianz: εις της άγιαν πεντηκοστην, λογος in eiusdem opera, edit. Colon. 1690.

4. dona. Septem dona Spiritus Sancti sunt: timor, pietas, scientia, fortitudo, consilium, intellectus, sapientia, (Fabric. Chemnic. comment.)

5. ebrietatem spiritus ebrietas Sancti Spiritus est sobria et modesta et temperata, quae inflammat homines amore dei et reservat ab amore peccati. cf. Wimpheling in Dan. thes. p. 25.

6. Propheta sicut noctibus. In vielen Terten steht irrthümlich durch Schreib- und Druckfehler, wie dies Cassander und Clichtoveus nachgewiesen haben: novimus. Denn die Stelle bezieht sich auf die Worte des Propheten David. Pf. 134: In noctibus extollite manus vestras ad sancta.

7. Aurora lucis rutilat. Der Stoff dieser Hymne ist dem andern Hymnus des Ambrofius: Aurora coelum purpurat etc. entnommen; Daniel hat beide Hymnen in Parallele als zwei verschiedene Bearbeitungen nebeneinander gestellt.

8. Ostensa sibi vulnera. cf. Daniel. 85. Quatuor de causis cicatrices vulnerum ostendit dominus, ut essent signum victoriae, ut deinceps de resurectione non dubitarent, aut ut esset ad patrem intercessio. Hil.

9. Paradisus, Ilagadeloos ursprünglich ein schöner Garten. Kehrein nimmt lues für schmußiges Wasser, wie

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bei Petron. 123.

· Ueber die Autorschaft dieses Liedes, vgl.

lit. hist. Skizze: Augustinus.

10. Organum, ein musikalisches Instrument, welches Prudentius Apoth. beschreibt: Organa disparibus calamis, quod consona miscent. Orgel - Prudent. Apoth. contra Noet. haer. Iudaeos.

11. Anhang. Antidotum. S. Augustini. Von diesem Gedichte spätern Ursprungs ist nur die materia ipsa dem Augustinus zuzuschreiben. Seiner Schönheit halben habe ich nicht Anstand genommen, es im Anhange mitzutheilen.

12. Dā puēr plēctrōn etc. aus Aur. Prudentii Kathemerinon. Hymnus IX. 13.

13. (álya) w (wμɛya) der erste und lezte Buchstab des griechischen Alphabets, sinnbildlich Anfang und Ende aller Dinge.

14. Πρωτόπλαστος. primogenitus.

15. Iam moesta quiesce. Aus Aur. Prudentii: Kath. Hymnus X. Deus ignec fons animarum.

16. Sic semina sicca. Aehnlich singt Schiller in: Klage der Ceres: Vers 9.

Keime, die dem Auge starben
In der Erde dunklem Schooß,
In das heitre Reich der Farben
Ringen sie sich freudig los.

17. Ales diei etc. Aus Aur. Prud. Kath. Hymnus I. ad gallicantum.

18. Salvete flores, aus Aur. Prud. Kath. Hymnus XII. Quicunque Christum quaeritis.

19. A solis ortus. Jeder Vers dieses Hymnus fängt mit ebensovielen Buchstaben des Alphabets der Reihe nach. an, und verherrlicht die Geburt des Erlösers; es scheint eine Nachahmung des ambrofian. Hymnus gleichen Anfangs zu sein.

20. Magi, Persische Philosophen, den Königen an Anfehn gleich. Diejenigen, welche Christo Geschenke brachten,

follen noch aus der Schule Daniels hervorgegangen sein. cf. Fabric. comment. 35. Magorum dona pulchre interpretatur div. Augustinus: Aurum solvitur quasi regi magno: thus immolatur, ut Deo: myrrha praebetur, tanquam pro salute omnium morituro.

21. Hydria, aqualis vel vas aquarium, in quo scil.

servatur aqua.

22. Arbor, decora, vgl. Vers 7 des Liedes: Recordare sanctae crucis p. 154.

23. evi, eous, wos, orientalisch (das o wird häufig clidirt).

24. Troglodytae (arum) ein Volk in Hinter-Aegypten, am arab. Meerbusen, bekannt durch seinen Handel mit myrrhe. cf. Fabric. Comm. 85. (Trocleten zusammengezogen aus troglodyticen. vgl. außerdem noch Anmerkung 20.

25. Siehe Anmerk. 6.

26. Hymnum canamus. Siehe lit. hist. Einleitung: Beda. Dieses Lied und das pag. 44 aufgeführte: Iam moesta quiesce querela find die einzigen, bei welchen sich der Ueberseßer eine Abweichung vom Versmaaß des Originals erlaubt hat.

27. Ut queant laxis. In den meisten Sammlungen ist dies Lied in der hier abgedruckten Gestalt, als Auszug aus einem größern dreitheiligen Gedichte enthalten. Es hat durch den Umstand eine besondere Bedeutung erlangt, daß Guido von Arezzo, ein berühmter Musiker des XI. Jahrhunderts, die von ihm eingeführte Benennung der 6 ganzen Töne der diatonischen Skala: ut, re, mi, fa, sol, la, aus der ersten Strophe desselben entlehnte. Es scheint außerdem dieser Gesang noch eine besondere Beziehung auf die in späterer Zeit so berühmt gewordene Verehrung Johannes des Läufers zu haben. In frühern Zeiten wurde die Absingung desselben als ein beson

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