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Begoß das auch mit öle rein;
Und Jacob nennt Bethel die stett,
Da gott mit ihm geredet het.

[A 4, 1, 36a] Der beschluß.

So weit Mose den text erzelt,

Der ein schöne figur inn-helt:

Sichem, die statt, uns h.i,e bedeut

Die welt, darinn wir christen-leut
Allhie leben in diser zeit

In sündlicher gebrechligkeyt,

Da wir leben in grosser gfehr

Vor unserm bruder Esaw, der

Bedeut uns den falschen sathan,
Welcher nachstellt ohn abelahn,

Uns zu stossen von gottes gnaden,

So wir mit sünden sein beladen

Mit hand und mund, hertz und gemüt.
Gott aber durch sein milte güt
Erbarmt sich unser an dem ort,
Berüift uns durch sein heilig wort,
Redt uns das in das hertz hinein,
Vermant uns, wir sollen auif sein
Auß unserm rohen sündling leben.

Als denn so soll wir uns ergeben

In gottes willen und auif sein,
Hertzlich bewilligen darein,

Weyl gott berürt hat unser hertz,

Sol wir rhew, leyd und bittern schmertz
Ob unsern schnöden sünden haben
Und sollens in die erd vergraben
Unter die aychen ohn abwencken

Und denselben nicht mehr nachdencken;
Das ist, all ursach, zeit und stat,

Die uns zu sünd gereytzet hat,

Die soll wir all fliehen und meiden,
Außwlutzeln und gentzlich abschneiden,
Den wir vor angehangen sein

*

der.

3 S mit im geredet het. AK der herre mit ihm redt.
AK brudr. welcher.

12 S prueder.

o

Und gedienet alle gemein
Als einem abgott aller massen,
Und dardurch gentzlichen verlassen
[K 4, 1, 75] Den schöpifer allmechtigen gott,
a Mutwillig brochen sein gebott,

[A 4, 1, 37a] So wir uns nun mit hertz und muth
Fürsetzen auifrichtig und gut,
Zuerlangen die gottes huld, Anlegen das kleyd der unschuld,

10 Mit gottes hülif uns zu begeben
In ein züchtig und christlich leben.
Darin komm wir gen Bethel ein,
Welches bedeut die christlich gmein.
Denn wandelt gott mit uns die stras,

. 15 Das uns die sünde kainer mas

Widerumb künnen nicht ereylen
Mit iren bitter giifting pfeylen,
Denn baw wir deß creutzes altar

- Durch unfahl, trübsal und gefahr,

2c Die uns gott teglich schicket zu,
Darmit der sünd art dempifen thu.
So wir solch creutz gedultig tragen,
Was uns gott aufliegt in den tagen.
Als denn gottes geist uns regiert

2a Und unser nam verendert wirdt,
Daß wir nit verstockt sünder send,
Sonder bußfertige genennt.
Als denn geyt uns gott seinen segen,
Daß wir in buß bestehn allwegen,

so Gott und den nechsten lieben thon,
Richten auif ein mahlzeichen schon
Mit einem gut christlichen leben
Und dem nechsten vil früchte geben.
So sie solch gute wercke sehen

aa Auch gott lob, rhum und ehr verjehen,
Dardurch gott ewig wird geehrt,

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12 S Darin. Bethel ein. AK Denn. himel hinein. 14 S Den wandelt got mit vns die stras Das vns die sünde kainer mas Widerumb künen [nicht] ereillen. AK Als denn wandelt gott mit vns dar Durch seinen geiste immerdar Daß vns die sünde nicht nacheylen.

Wie uns deß geistes salbung lehrt,
Die mit genaden uns begeust,

Daß von uns das danckopifer fleust,
Von dem der nechst gebessert wirdt

a Und unser guter wandl gebiert

Villeut, die uns denn all geleich
Auch kommen in das gottes-reich
Daß gottes lob sich mehr und wachß

Bey allen menschen, wünscht Hans Sachß.

10 Anno salutis 1563, am 1 tag Februarii. a:

10 K 1673. 11 S 144 [vers].

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Im ersten buch Mose man list
Nach leng das drey und viertzigist,
Als der hunger nam uber hand

a In Canaan dem gantzen land,
Da wolt Jacob die söne sein
Schicken in Egypten hinein,
Wider einzukauifen getreyd.
Juda aber in hertzenleyd

1c Sprach: Da wir in Egypten warn,
Da thet uns-der herr oifenbarn
Wenn wir zum nechsten wolten wider
In Egypten mehr raysen nider,
So solten wir vor allen dingen

16 Ben-Jamin, unsern bruder, bringen,
Und wo wir den nicht brachten mit,
Solt wir sein angsicht sehen nit.
Jacob, der vatter, sprach allein
Zu sein sönen: Muß es je sein,

2c So nemet auch das gelt hie wider,
Das in seim sack funde ein ieder.
Darob der herr in grimmen zorn
Uber euch ist unwillig worn;
Daß der herr euch nit args gedenck,

2a So bringet im auch etlich schenck:

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1 Im 15 [verlernen] spruchbuche, bl. 94: 110 (die zahl vor der überschrift sagt, wieviel verse das stück hat) Jacob mit seim prueder Benjamin. Vgl. den meistergesang im langen ton Mayenschein ßJoseph mit Benjamin, Ali

goriau: Als der hunger nam uberhant, 1549, 7 Dec. (elftes meistergesangbuch, bl. 165).

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Zogen ‘mit grossen forchten hin

Mit dem gelde, sampt ihrer schenck;
Wann ihn war noch wol ingedenck
Deß Josephs rach und ungedult,

Gen dem sie sich hetten verschuldt,
Und sein strenge gerechtigkeit.

Als sie nun kamen kurtzer zeit
Wider hin in Egypten-land,

Joseph, ihr bruder, sie wol kannt,
Doch ward er von ihn unerkennt,
Meynten, er wer der herr behendt.
Da fielen sie ihm all zu fuß,

Er bot in freundlich seinen gruß,

Und Joseph zu Ben-Jamin gieng,

Sein rechten bruder den umbfieng
Freundlich, und sprach: Gott wöl dir geben,
Mein son, genad und langes leben!
Und ihn gar inniglich ansach,

Sein hertz mit brünstger lieb durchbrach
Ob Ben-Jamin, dem bruder sein,

Und wich inn sein kammer hinein.
Nach dem setzt er sie all zu tisch
Sein brüder, und lebt mit ihn frisch,
Da sind sie alle frölich woren,

Hin war alle schuld, grimm und zoren
Und het ein end alls hertzenleyd,

Und schicket sie heym mit getreyd
Wider in das land Canaan.

So weit wir die figure han.

Allegorie.

Auß diser tröstlichen figur
Vernemen wir lauter und pur:
Canaan, das land, hie bedeut

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