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Und wie er sey von ewigkeit Warhaiftigklich das gottes-wort, Das im anfang bey gott was dort, Wie gott all creatur beschuif a Durch deß ewigen wortes ruif Und wie das ewig worte fron Hernach auch namb die menschheit on, Darinn Christus als hat vollendt [A 4, 1, 69a] Darumb in gott hat rab gesendt, 10 Und wie er nun in ewigkeit Sitz in göttlicher herrligkeit, Zu gott deß vatters rechter hand Und sey der eynige heyland, Der uns nach dem ellend geleich 1a Wöll eingeben deß vatters reich, Durch das sein hoch schreiben fürwar Vergleicht man in dem adalar, Der sich hoch auifschwingt gen der sunnen. Nach dem er auß deß geistes brunnen [K 4, 1, 141] Hat uberflüssig truncken frey Und hat wider die ketzerey Der ebidianischen gschrieben, Ir lehr zernichtigt und abtrieben, Die hielten: Christus, der wer worn 25 Von Maria allhie geborn, Und nicht ewig gewesen wer. Als die ander verfolgung schwer Durch keysr Domicium angieng Uber die christn, darinn man fieng a0 Johann, den evangelistn groß, Verschickt ihn int insel Pathmoß In das ellend, darinn er blieb, Das buch der oifenbarung schrieb, Biß der tyrannisch keyser dumb a5 Auch ein blutiges ende numb, Kam Johannes gen Epheso, Fürstund christlicher gmein alldo

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9 S hat rab gesent. AK herab hat gsendt. 12 ? rechter. AK rechten. S rechte. 30 S evangelistn. AK evangelischn.

Nach Christi todt acht und sechtzig jar.
Und als er neuntzig jar alt war,
Eins sonntags, als er predigt hett,
Dem volck den segen geben thet,

a Er auch bald seinen geyst auifgab
Und schiede in dem herren ab
Auß dem ellend alls ungemachs

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* 1 S Nach Cristi. AK Nach! herrn. 10 S 72 [vers].

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Mattheus und Johannes schreiben
Die tauff Christi und also treiben

a Zu der zeit, als Johannes kam,
Der tauifer, und predigt mit nam
In der wüsten Judea gleich,
Sprach: Thut buß, wann das himmelreich
Ist nahent herbey kommen, das

10 Wie der prophet Isaias
Sagt: es ist ein rüifende stimm
In der wüsten, welche, vernimb!
Dem herren bereyt seinen weg
Und machet richtig seine steg.

1a Johannes, der hett aber on
Ein kleyd von camelhaaren schon,
Ein ledern gürtel umb sein lend.
Sein speiß war aber an dem end
Hewschrecken und wild hönig gut,

20 Zu dem kam das volck in demut,
Bekannten ihre sünd voran,
Liessen sich tauifen im Jordan.
Er sprach: Ich tauif mit wasser euch
Zur buß, der nach mir kompt ohn scheuch,

2a Derselb ist vil stercker wann ich,
II‘

1 Im 16 spruehbuche, bl. 414’ bis 416’ Vgl. den meistergesung im neuen ton Hans Sachsen »die daufi Cristin Mathens schreibst an dem dritten sein, 1541, 7 Januar (fünftes meistergesangbuch, bl. 138 bis 139). 9 S herpey kumcn. AK kommen herbey. 14 S seine. ÄK seinen. 21 S Pekanten. AK Bekennten.

Dem ich nicht bin genugsamlich, Die seinen schuch im nach-zutragen, Derselbig wird euch nach den tagen Tauifen mit dem heiligen geist a Und auch mit fewer aller-meist, Hat sein wurifschauifel in der hend Sein tennen zu fegn an dem end [A 4, 1, 70b] Und wird den wäytzen sammlen ein In die ewigen schewren sein, 10 Aber die sprewern ungehewer Verbrennen mit ewigem fewer. Zu diser zeit war Jesus gahn Auß Galilea an Jordan Zu J ohanne, auif daß gewiß n. Er sich auch von im tauifen liß, Deß sich doch thett Johannes wehrn. Sprach: Ich dörift baß, du köng der ehrn, [K 4, 1,142] Daß ich getauifet würd von dir, Und du wilst werden tauift von mir? 20 Jesus sprach: Laß es also sein, Ietzund gebüret uns allein Zu erfüllen all ghrechtigkeit. So tauift J ohanneshin die zeit. Und als Jesus getauifet war, 2a Stieg er rauif auß dem wasser klar, Sich da thett sich mit schnellem lauif Der klar himel uber im auif, Und Johannes sah gottes geyst Gleich einer tauben allermeist so Herab-fahrn und ubr in kommen. Nach dem Johannes hat vernommen, Wie von himel ein stimm geschach: Diß ist mein lieber son, die sprach, An welchem ich hab ein wolgfallen, ea Den sollet ihr hören ob allen! Solchs zeuget Johannes von ihm, Rüifet und sprach mit lauter stimm: Diser wars, von dem ich thett sagen, Nach mir wird kommen in den tagen ‘l .

7 S fegn. AK fegen. 12 S war. AK ward.

23 S So.

AK De.

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3 S hab. AK han. 30 S Solch clar.

Der hat uns das verkündet bloß.
Deß andern tags Johannes sach,
Daß Jesus zu im kam und sprach:
Nembt war, das ist das gottes-lamb,
Das der welt sünd tregt und hinnamb,
Wellichen ich doch kennet nicht,
Daß Israel deß würd bericht,
Darumb bin ich dem vorgelauifen
Und kommen, mit wasser zu tauifen.
Und Johannes zeuget und sprach:
Den geyst ich herab fahren sach,
Wie ein taub vom himel, vernimm!
Und derselbig belieb auif ihm,

Doch kennt ich in nicht an dem end,
Der mich aber het her gesendt

Zu tauifen mit dem wasser schir.
Derselbige, der sprach zu mir,

Auii welchen du wirst allermeist
Herab-fahren sehen den geist

Und auif ihm bleiben, derselb ist
Der ware heyland J esu Christ,
Welcher wird tauifen allermeist
Hernach mit dem heiligen geist,
Und ich sah das und zeuge nun,
Daß Christus ist der gottes-sun.

Der beschluß.

Solch clar zeugnuß macht uns bekandt
Johannes, der tauifer genandt,
*

13 S Nembt. AK Nimb.

AK Solche.

24 S het.

Asi hat.

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