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Wider gottes allmechtig wort, Verspotten das an manchem ort, Samb werd kein jüngster tage werden. Zum dritten lehrt er uns aui f erden, u Daß wir uns schicken und ergeben Zur buß, in ein gottselig leben, , Auif daß wir vor gottes gericht Auch mit frölichem angesicht [K 4, 1, 194] Mit gnad mögen bestehn allsand 10 Durch Jesum Christum, den heyland, Da ein end werd alls ungemachs Nach disem leben, wünscht Hans Sachs.

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4 S lert. AK haist. 9 S Mit gnad müegen pesten alsand. AK Mögen guedig bstehn ßllesand. 12 S wünscht. AK spricht. 14 S 110 [vena].

[A 4, 1, 96.] Epistel: J ohannis‚ der ersten, das dritte capitel. I

Johannes, der evangelist,
An dem dritten beschreiben ist,

a In der ersten epistel sein,

Und spricht: Ir lieben kinderlein,
Wie groß lieb uns erzeyget hat
Gott vatter, der uns alle glat
Für seine liebe kinder nennt.

10 Darumb uns auch die welt nit kennt;
Wann sie kennt gott auch selbert nicht.
Kinder gottes sind wir verpflicht,
Wiewol noch nicht erschienen ist,
Daß wirs sind, doch sind wir vergwist,

1a Wenn nun solliches wird erschein,
Daß wir ihm denn gleich werden sein
Auß gnad, denn werd wir sehen ihn
Ein ieglicher, wie er vorhin
Zu ihm hat gehabt solch hoifnung,

20 Der reynigt sich mit frolockung,
Gleich wie gott reyn ist und gantz gut.
Welcher mensch aber sünde thut,
Derselbig der thut auch unrecht.

Die sünde ist deß unrechts knecht.

2a Ir wist, Christus auif erd ist kommen i 1 A hat XCI statt XCVI. 1 Im 16 spruchhuche, hl. 436 his 438’ Vgl. den zneistergesang im verholen ton Friz Zorn »die kinder gotes vnd kinder des dewfeln: Johannes in dem ersten sein, 1555, 21 Mltrz (15 meistergesangbuch, bl. 40 bis 41). 6 S kinderlein. AK hrüder mein. 8 S G01. AK Der. 9 S Für. AK Vns. 12 S verpflicht. AK gericht. 10 S werden. AK werden. 19 S Zv im hat. AK Hat in ihm. 24 S knecht. AK echt.

Und unser sünd hat hin-genommen Und war gentzlich kein sünd in ihm, Wer in ihm bleibt und hört sein stimm, Derselbig sündet auch nicht mehr. a Wer aber noch sündiget sehr, Hat gott nie gsehen noch erkannt. Kindlein, last euch verfürn niemand, Wann wer recht thut, derselb ghrecht ist, Wie er gerecht ist alle frist, 1c Vom teuffl ist, wer der sünd anhang, [A 4,1, 96b] Der teutfel sündigt von anfang. Gottes son ist erschienen darzu, Daß er die werck zerstören thu Deß teuifels, die all sind verlorn, 1a Wer aber auß gott ist geborn, Derselbig thut kein sünd mit nam, Wann bey ihm bleibet gottes sam, Kan auch nicht sündigen zum todt, Weil er geboren ist von gott, 2c Daran erkenn wir gottes kind Und welche teuffels kinder sind, Wer nicht recht thut, ist nicht von gott, \ Wer sein bruder nicht liebt, ist todt, Denn das ist der bottschafft eingang, 2a Die ir gehört habt von anfang. Ja, das wir kinder allesander Sollen lieben unter einander, Nicht wie Cain vom argen war, Der sein bruder erwürget gar, so Weil sein werck waren böß darumb, Und gerecht war sein bruder frumb. Verwundert euch nicht wie vorgmelt, Daß euch hasset die arge welt. Wir wissen, daß wir auß dem todt aa Ins leben kommen sind durch gott, Wann wir lieben die brüder gut. Wer sein bruder nicht lieben thut, Derselb beleibt im todt allein Und wer hasset den bruder sein, 4c Derselbig ein todtschleger ist, Aber ein todtschleger, ir wist,

[K 4, 1, 195] Der hat nicht das ewige leben.

Daran hab wir erkennet eben

Die lieb Christi volkommen satt,
Der sein lebn für uns geben hat,
Daß wir auch sollen unser leben
Für unsre brüder auch auifgeben.
Wer aber der welt güter hat

Und sicht sein bruder frü und spat
Darben und mangelhaft in schmertz

[A 4, 1, 960] Und doch vor im zuschleust sein hertz,

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Wie bleibet die lieb gotts in ihm ?
Sonder unbarmhertziger grimm.
Mein kindlein, last uns an den orten
Nicht allein lieben mit den worten,
Noch mit der zungen zu der zeyt,
Sonder mit der that und warheit.
Daran erkenn wir, lieben kind,

Daß wir auch auß der warheit sind
Und können unsr hertz vor ihm stillen,
So wir nachfolgen seinem willen.

So uns unser hertz selb verdammet
Und das gewissen in uns flammet,
Ist gott doch grössr, denn unser hertz,
Der erkennt alle ding inwerts.

Ir lieben, vermercket allsampt,

So unser hertz uns nicht verdampt,
So haben wir ein freydigkeit

Zu gott, und was wir zu der zeyt
Bitten von ihm, das nemen werden,
Wir halten sein gebot aufl erden
Und thun was ihm gefellig ist.

Sein gebot aber, das selb wist,

Das ist, daß wir glauben allsamen
An seins sons Jesu Christi namen
Und lieben uns unter einander

In brüderlicher lieb allsander.

Diß gebot er uns geben hat,

Eh denn er an sein marter tratt.
Wer sein gebot helt, in ihm bleibet
Und er in ihm, der geist ihn treibet.
Daran erkenn wir in dem muth,

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Daß wir sind seine kinder worn,
Gelauben in Jesum Christum

Und dem sprechen lob, ehr und rhum.
So wir in dem glauben bestehn

Und der argen sünd müssig gehn
Und uns mit höchstem fleiß begeben,
In buß gottseligklich zu leben,

Denn sind wir gottes kind genennet,
Daran man aber uns erkennet,

Wenn wir fein nach der liebe wandeln,
Mit unsrem nechsten freundlich handeln
Und dem wolthun, helifen und rathen,
Nicht mit worten, sonder mit thaten,
Wo es ihm gar von nöten thut,

Im fürsetzen leib, ehr und gut.

Hie aber außgeschlossen sind

Die unglaubigen teuffels-kind,

Welche leben gantz angeraten

In gedancken, worten und thaten
Wider gott und die christlich gmein,
Unglaubig und gar gottloß sein,

In sünden verstockt allesamen,

Zu schanden dem christlichen namen,
Welche sind gar lebendig todt,
Welcher ende auch wird von gott

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35 Anno salutis M. D. LXIIL, am 2 tag Novembris.

Darvor bhüt uns gott, wünscht Hans Sachs.

i

5 S milte. AK milt vnd. ll S So. AK Das. 17 S fein] fehlt AK. 22 S Im filrsetzen. AK Für ihn setzen. 29 S versteckt alesamen. AK verstocket allsamen. 32 ? ende. SAK end. 34 S wünscht. AK spricht.

36 S 140 [vers].

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